Vorberichte: VfL Gummersbach II - Leichlinger TV

Gemischte Gefühl vor Duell mit Gummersbach II

Einsatz weiter fraglich: David Kreckler laboriert an einem Muskelfaserriss im Oberschenkel (Foto: Archiv)
Einsatz weiter fraglich: David Kreckler laboriert an einem Muskelfaserriss im Oberschenkel (Foto: Archiv)
Unter der Woche haben die Leichlinger Drittligahandballer die ärgerliche Heimniederlage gegen den TSV GWD Minden II noch einmal aufgearbeitet. „Wir sind uns alle einig, dass sich so eine Leistung nicht wiederholen darf“, so LTV-Trainer Frank Lorenzet, der jetzt gegen den VfL Gummersbach II am Freitagabend (20 Uhr, Schwalbe-Arena, Gummersbach) auf eine klare Steigerung seiner Mannschaft hofft.
Dem Duell mit der nächsten Erstligareserve blickt Lorenzet aber mit durchaus gemischten Gefühlen entgegen. Der VfL befindet sich zwar lediglich auf dem 13. Rang und damit mitten im Abstiegskampf, zuletzt ließen die Oberbergischen aber mit guten Resultaten in der heimischen Schwalbe-Arena aufhorchen. Den TSV Bayer Dormagen und die HSG Handball Lemgo II konnte man zuhause schlagen und auch gegen Minden machte es der VfL mit einem 27:27-Remis besser als der LTV. Das Hinspiel haben die Lorenzet-Schützlinge aber noch in sehr guter Erinnerung. Im Smidt Forum wurde der Gegner beim 40:28-Erfolg deklassiert.
Zum ersten Mal seit längerer Zeit lastet morgen wieder etwas stärkerer Druck auf den Leichlingern. Bei einer weiteren Niederlage müssten die Pirates höchstwahrscheinlich den vierten Platz an den TSV Bayer Dormagen abgeben, der lediglich einen Punkt hinter dem LTV liegt, beim abgeschlagenen Schlusslicht SG Ratingen am Wochenende aber sehr hohe Siegchancen hat. Platz vier ist jedoch das erklärte Minimalziel Titelverteidigers. Alles andere wäre eine Enttäuschung. Lorenzet muss morgen eventuell wieder improvisieren, da der Einsatz des verletzten David Kreckler erneut gefährdet ist.
 
Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid
 
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Arne Fuchs ist 17 Jahren schon ein Urgestein

Als Stammkeeper Ante Vukas am vergangenen Samstag gegen Minden den Tiefpunkt seines rabenschwarzen Tages erreichte, versuchte es Trainer-Manager Frank Lorenzet mit einem Torhüterwechsel. Für den wankelmütigen Kroaten kam in dem 17-Jährigen Arne Fuchs ein Eigengewächs - und zwar eines, das seine Aufgabe durchaus passabel erledigte. "Für mich war das eine gute Chance", bestätigt Fuchs, der sich dennoch mit dem Leichlinger TV deutlich geschlagen geben musste. Doch der junge Torhüter machte wieder einmal auf sich aufmerksam - und bestätigt Lorenzet, der seinem jüngsten Spieler bescheinigt: "Er hat ein gewisses Talent. Sonst würde er ja nicht in der 3. Liga spielen."
Es ist ein Urteil wie ein Versprechen. Denn Fuchs' Weg in die erste Mannschaft war ziemlich kurz. "Ich habe ihn mitgenommen, als er etwas auf der Straße stand", sagt Lorenzet. Nach der B-Jugend bei den Pirates wechselte Fuchs direkt zu den Senioren. "Das war für mich am Anfang schon eine schwere Situation", sagt der Torwart. Denn der LTV hat in diesem Jahr keine A-Junioren.
Doch Not macht erfinderisch -und so fand Fuchs doch noch eine A-Jugend, mit der er regelmäßig trainieren und spielen kann. Eine Doppelspiellizenz erlaubt es ihm, neben der ersten Mannschaft Leichlingens auch noch für die A-Jugend des TSV Bayer Dormagen aufzulaufen. Ein Modell, das sich bewährt hat. "Der Plan ist, noch ein Jahr in der A-Jugend zu spielen, um mich weiterzuentwickeln", verrät Fuchs. Ob das bei Dormagen sein wird, ist unklar. Dass er beim LTV bleiben wird, dagegen schon. "Ich bin seit 13 Jahren hier. Ich habe mit fünf schon angefangen Handball zu spielen", sagt Fuchs. Der jüngste Spieler ist eines der Urgesteine im Team. "Ich habe totalen Respekt vor älteren Spielern wie Carsten Lange oder David Kreckler", sagt Fuchs und fügt etwas schelmisch an: "Die sind ja fast schon so lange Profi, wie ich alt bin."
Etwas Aufregung ist also verständlich bei dem jungen Torwart, symptomatisch dafür eine Szene gegen Minden: Fuchs pariert erst stark, will schnell das Spiel eröffnen und wirf prompt einem Gegenspieler den Ball in die Hand - Tor. "Defizite sind in dem Alter normal", sagt Lorenzet. Löblich sei, dass Fuchs zuletzt athletisch zugelegt habe. Würfe aus dem Rückraum, mit Bodenkontakt, oder Pässe zur Eröffnung seien allerdings noch stark ausbaufähig.
Wie es für den Ur-Leichlinger weiter geht, ist unklar. Vukas ist zwar im Sommer weg, doch mit dessen eigentlichem Stellvertreter Damian Bungart und Zugang Mathis Stecken wäre Fuchs nur noch die Nummer drei im Kader. "Ich mache in diesem Jahr mein Abitur und will auf jeden Fall studieren", sagt Fuchs. Sportlich wolle er vor allem daran arbeiten, sein Potenzial auszuschöpfen. "Er wird in Leichlingen bleiben", bekräftigt Lorenzet. "Ich hoffe, dass er irgendwann ein festes Mitglied der ersten Mannschaft wird."
Bis auf weiteres wird Fuchs es jedenfalls sein. Vor dem Auswärtsspiel heute Abend beim VfL Gummersbach II (20 Uhr) betont Trainer-Manager Lorenzet zwar: "Ante wird beginnen." Das Talent wird trotzdem wieder auf einige Einsatzminuten hoffen - zumal die Personalsituation bei dem Handball-Drittligisten kritisch bleibt. David Hansen war im Ausland und wird ohne Trainingspraxis mitreisen. Karol Zechmeister plagt weiter der Fuß und Kreckler hat vier Wochen Trainingsrückstand - wenn er überhaupt fit wird.

Quelle: Rheinische Post

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