Vorberichte: Wilhelmshavener HV - Leichlinger TV

LTV reist zum großen Favoriten

In Theater-Kreisen gelten verpatzte Generalproben durchaus als gutes Omen für die erste Aufführung. Ließe sich dies auch auf den Handball übertragen, der Leichlinger TV dürfte am Samstagabend (19.30 Uhr) leichtes Spiel haben beim Wilhelmshavener HV. Denn das Duell mit den Norddeutschen bildet den Auftakt einer Reihe richtungsweisender Partien gegen Rivalen aus der oberen Tabellenhälfte: die Treffen mit den Zweitliga-Absteigern WHV und Varel sowie das Auswärtsspiel bei Bayer Uerdingen. Und die jüngste Arbeitsprobe der Leichlinger fiel ziemlich dürftig aus. Beim Sieg gegen Gummersbach II blieb der LTV weit hinter seinen sportlichen Erwartungen zurück.

"So", meinte Rechtsaußen Achim Jansen nach dieser Partie, "dürfen wir uns in Wilhelmshaven nicht präsentieren, sonst kommen wir unter die Räder." Eine allzu hohe Erfolgswahrscheinlichkeit hat auch sein Trainer nicht ausgemacht. Dennoch: "Vom Potenzial her haben wir eine Chance in Wilhelmshaven", meint Frank Lorenzet. Allerdings muss eine gewaltige Steigerung her, um beim Vorjahres-Zwölften der Zweiten Liga zu bestehen. Der verfehlte im Frühjahr um zwei Punkte den Relegationsplatz, konnte aber dank "eines exorbitanten Etats" (Lorenzet) viele Leistungsträger halten. Einmal geriet der große Favorit auf den ersten Platz aber in der Dritten Liga bereits ins Straucheln: beim 31:33 gegen Ferndorf vor zwei Wochen.

Womöglich war der Ausrutscher einem kolportierten Zwist unter Verantwortlichen geschuldet, der zum Rücktritt von Trainer Andrzej Staszewski führte. Rechtzeitig vor dem Spiel gegen die Leichlinger hat der WHV wieder einen neuen übungsleiter, der auch beim LTV nicht ganz unbekannt ist: Kalid Khan (früher BTB Aachen, TV Korschenbroich) saß zu Regionaliga- und Zweitligazeiten regelmäßig auf des Gegners Bank. "Er ist ein guter Mann und Wilhelmshaven durch seine Verpflichtung umso mehr Favorit", meint der LTV-Coach, der weiterhin auf Jens Buss (gesperrt) verzichten muss. Fraglich ist zudem, ob der zuletzt angeschlagene Matthias Aschenbroich wieder mitwirken kann.

Quelle: Rheinische Post online

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