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| Neue Gerüchte um Delitzsch, Durchführungsbestimmungen geändert |
| Montag, den 19. Juli 2010 um 21:18 Uhr |
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Während sich die Pirates im wohlverdienten Sommerurlaub befinden, platzte heute mittag wie eine Bombe die Nachricht von erneuten Geldproblemen beim 1.SV Condordia Delitzsch. Zur Erinnerung, nur aufgrund der nachträglichen Erteilung einer Lizenz nach Einspruch für die Sachsen, musste der Leichlinger TV aus der 2.Liga absteigen. Schon damals gab es viele Fragezeichen und Ungereimtheiten.
In einem Artikel der Leipziger Volkszeitung wird jetzt wieder von Nöten gesprochen. Mannschaft und Trainer hatten ihre Kündigungen bereits unterschrieben und die Bürgen die Geldzahlungen eingestellt. Hinter der Überraschung, dem Nicht-Inkrafttreten der Kündigungen und der Abreise ins Trainingslager steckt ein gewaltiger Kraftakt. Das Geld haben die 28 Bürgen und weitere Sponsoren am Wochenende aufgebracht. Es ist durchgedrungen, dass es sich dabei um einen Teil, nicht um die vollständigen ausstehenden dreieinhalb Monatsgehälter je Angestellten handelt. Die Bürgen halten an ihrer Entscheidung fest, kein weiteres Geld in die Begleichung von Altschulden zu stecken. „Gut, dass die Mannschaft ins Trainingslager fahren kann", sagte der Delitzscher Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos), in einer ersten Reaktion. Von den Bürgschaften für das städtische Darlehen in Höhe von 300 000 Euro ist bisher jedoch nur ein Bruchteil hinterlegt. Das bestätigt die Aussagen der Bürgen, sowie Wilde. Wenig überrascht von dieser Entwicklung zeigte sich Pirates-Coach und Manager Frank Lorenzet:"Das dieses Kartenhaus irgendwann einstürzt, bzw. nie hätte gebaut werden dürfen, war schon immer klar. Trotzdem muss man jetzt erstmal abwarten, wie und was da noch genau passiert. Fakt ist, wenn diese Aussagen stimmen, dann hat da irgendwo was nicht gestimmt und wir mussten zu unrecht absteigen. Wir werden das weiter verfolgen und natürlich mit den entsprechenden Stellen Kontakt aufnehmen." Auch in Sachen Durchführungsbestimmungen fühlen sich die leichlinger Verantwortlichen bestätigt. Der Passus um die Abstiegsregelung wurde erweitert und umfasst jetzt auch die klare Aussage einer Anrechnung auf die jeweilige Staffel. Genau darauf gründete sich die Argumentation eines eventuellen Einspruchs der Pirates, den man aber letztlich verwarf. Dazu nochmal Lorenzet:"Wenn die ursprüngliche Gesetzgebung so wasserdicht gewesen wäre, hätte man sie stehenlassen können. Die Änderung bestätigt im Grunde unser Recht und die Möglichkeit einer Klage." |