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6.Ferien-Spielcamp
9.-13.4.2012
Sporthalle "Am Hammer"
| 12. Feb. 2012, 17:00 Uhr | ||
|---|---|---|
| Eugen-Haas-Sporthalle | ||
| vs. | ||
| VfL Gummersbach II vs. Leichlinger TV | ||
| 04. Feb. 2012, 19:30 Uhr | ||
|---|---|---|
| vs. | ||
| 35 | : | 32 |
| Leichlinger TV vs. HSG Handball Lemgo II | ||
| Pl. | Verein | Sp. | Pkt. |
|---|---|---|---|
| 1. | 19 | 33 : 5 | |
| 2. | 19 | 27 : 11 | |
| 3. | 19 | 25 : 13 | |
| 4. | 19 | 25 : 13 | |
| 5. | 19 | 25 : 13 | |
| Bohmann: "Kein Weg zurück", Lorenzet: "Wirtschaftliches Doping" |
| Freitag, den 06. August 2010 um 19:14 Uhr |
"Es gibt für Leichlingen keinen Weg zurück in die Zweite Liga", stellte Ligageschäftsführer Frank Bohmann (Foto) zu den seit Wochen andauernden Spekulationen über ein Nachrücken des Leichlinger TV gegenüber handball-world.com klar. "Ist die Lizenz entzogen worden, so scheidet der Lizenznehmer erst am Ende der Spielzeit aus der Bundesliga bzw. der 2. Bundesliga aus", zitiert Bohmann aus den Lizenzierungsrichtlinien der Toyota-HBL und erklärt: "Delitzsch hat das Recht in der 2. Bundesliga zu starten." Die Folge: Leichlingen muss in der dritten Liga antreten. "Das Präsidium wurde von der Lizenzierungskomission informiert, dass Delitzsch die Lizenz bis heute nicht zurückgegeben hat", ergänzte HBL-Präsidiumsmitglied Bob Hanning: "Das Gespräch am vergangenen Dienstag wurde von Seiten Delitzschs abgesagt. Die Lizenzierungskomission arbeitet hier selbständig und unabhängig, informiert das Präsidium lediglich. Ich hoffe aber, dass die Lizenzierungskomission kurzfristig eine Entscheidung trifft, damit es für alle Beteiligten Planungssicherheit gibt." Frank Lorenzet wollte sich zu den aktuellen Entwicklung nicht im Detail äußern, "wir haben dazu derzeit Stillschweigen vereinbart, das ist schließlich ein laufendes Verfahren, wir werden erst einmal abwarten, was passiert", sagte Lorenzet: "Unsere Planung läuft derzeit auf die dritte Liga hinaus, irgendwann müssen wir einmal planen, da können wir nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag warten." Gleichwohl übte Lorenzet heftige Kritik an den Regelungen, die einen fairen Wettbewerb in der Handball-Bundesliga sicherstellen sollen."Der Fehler liegt im Grunde in den Richtlinien und Durchführungsbestimmungen zur Lizenzierung, denn diese lassen zu, was hier passiert ist. Um das ganz klar zu sagen: Wir werfen der HBL und der Lizenzierungskommission nichts vor, diese prüft auf Basis der vorgelegten Dokumente und wir sind uns absolut sicher, das da kein `Schmu` passiert ist. Deshalb machen wir auch in keinster Weise der Lizenzierungskommission einen Vorwurf", betonte Lorenzet, der die Mitglieder der Kommission als über jeden Zweifel erhaben bezeichnete. Die Lizenzierung an sich sei aber zu hinterfragen, erklärte Lorenzet: "Der grundsätzliche Fehler in den Durchführungsbestimmungen und Richtlinien ist das Problem. Das ist ein zahnloses Kätzchen, innerhalb der dort möglichen Spielräume gibt es eben reichlich Möglichkeiten, sich durchzumogeln und da liegt die Krux. Ändern können dies allerdings eben nur die Vereine als Mitglieder der HBL. Wenn aber bald die Hälfte der Zweitligisten selbst Dreck am Stecken hat, was die Deckung des Etats oder diesen berühmten Spruch „nur ausgeben, was man einnimmt" angeht, dann ist klar, dass diese Klubs den Teufel tun werden, die Richtlinien zu verschärfen. Denn: Diese Verschärfung könnte sie natürlich ganz schnell selbst treffen. Wenn man die Richtlinien verschärft, dann gehen die Hälfte der Zweitligisten. Ich bin der Ansicht, dass nur mit radikalen Mitteln diese Spirale gestoppt werden kann. Nur so käme beispielsweise das Lohnniveau wieder auf ein vernünftiges Maß." Im Kritik übte Lorenzet auch am Krisenmanagement der Bundesliga: "Was wir der HBL vorwerfen müssen, ist eine mangelnde Kommunikation, insbesondere hätte es mich gefreut, wenn beispielsweise ein Frank Bohmann mich des Öfteren kontaktiert hätte. Immerhin ist dies nun in einem sehr guten Gespräch mit Herrn Nottmeier geschehen, der sich bei mir gemeldet hat und mir die Sachlage erläutert hat." Dass der Leichlinger TV als sportlicher Absteiger grundsätzlich auch das Startrecht in der zweiten Liga erst einmal verwirkt hat, das gesteht der Macher beim LTV ein: "Wir waren jetzt zwei Jahre in der zweiten Liga. Und mir ist klar, dass wir mit unserem Mini-Etat sportlich nicht viel gerissen haben. Aber - wir haben immer unseren Deckel bezahlt und genau dafür werden wir jetzt im Endeffekt bestraft. Denn wir werden letzten Endes gegenüber denjenigen, die mit Schuldenmachen ihre Kader aufgefüllt haben, benachteiligt." "Die Wirtschaftlichkeit ist für mich der limitierende Faktor", erläutert Lorenzet: "Die entscheidende Frage muss lauten: Wer kann mit den zur Verfügung stehenden Mitteln sportlich das Meiste erreichen? Und nicht, wer kann am besten bescheißen. Nimmt man einmal den Quotient zwischen Etat und erreichten Punkten, ich denke, dann wäre der Leichlinger TV unter den Top 5 der vergangene Runde gewesen." Für Lorenzet eine mehr als unbefriedigende Situation: "Ich nenne diese ganzen Dinge wirtschaftliches Doping." Die Folgen für seinen Klub sind schwerwiegend: "Wir fühlen uns ausgetrickst, wir würden gerne ein weiteres Jahr zweite Liga spielen, schließlich fehlen mir jetzt Sponsoringeinnahmen von Unternehmen, die nach dem Abstieg abgesprungen sind, es fehlen Cateringeinnahmen und Zuschauereinnahmen, die für uns sehr wichtig sind. Und wir müssen jetzt natürlich in die Qualifikationsmühle, andernfalls hätten wir eben schon im Januar anfangen können zu planen. Wenn Delitzsch zurückzieht, dann wären wir weiterhin bereit, allerdings muss es schnell gehen, bis zum Montag muss da eine Entscheidung fallen." Für die Liga scheint diese Entscheidung bereits gefallen. Frank Lorenzet versucht derweil das ganze Geschehen zu verarbeiten. Ein fast unlösbare Aufgabe, gesteht er ein: "Ich sitze jetzt auch im sonnigen Leichlingen und frage mich nach dem Sinn des Lebens." Quelle: handball-world.com |