Jens Buss beim "Tag des Handballs" aktiv dabei

Fehlt in Ferndorf aus besonderem Anlass: Pirates Sportlicher Leiter Jens Buss
Fehlt in Ferndorf aus besonderem Anlass: Pirates Sportlicher Leiter Jens Buss

Im Hauptberuf ist Jens Buss Versicherungskaufmann. Sein Spezialgebiet: private Krankenversicherungen. Da kennt er sich ebenso gut aus wie in seiner privaten Krankenakte, in der sich kaum ein Körperteil findet, das nicht schon mal mehr oder minder stark lädiert war. Zuletzt zwang ein Knorpelschaden im Knie den inzwischen 42-Jährigen zum Ende einer langen Handball-Karriere, die ihn unter anderem zum Wermelskirchener TV führte. Trotzdem glaubt Frank Lorenzet, der lange Jahre Trainer von Buss war und aktuell mit ihm beim Drittligisten Leichlinger TV arbeitet, „dass Jens sein Talent vergeudet hat. Eigentlich hätte er auch in der Bundesliga spielen können“.
Höhere Weihen holt er sich nun im fortgeschrittenen Alter: Am Samstag (16.45 Uhr; live im TV bei Sport1) gehört Buss zum „Team Buschi“ von Moderator Frank Buschmann, einem Konglomerat aus Weltklassesportler jeglicher Couleur, die im ehemaligen Frankfurter Waldstadion beim „Tag des Handballs“ auf das nicht minder illustre „Team Kretzsche“ um Ex-Nationalspieler Stefan Kretzschmar trifft. Und das alles eingebettet in den Versuch, beim im Anschluss (18.15 Uhr) ausgetragenen Bundesliga-Spiel der Rhein-Neckar Löwen gegen den HSV Hamburg den aktuellen Zuschauer-Weltrekord (bisher 36 651) zu brechen. 40 000 Tickets wurden bereits verkauft. Das Spiel wird live in 45 Länder übertragen.
So kurvenreich sein bisheriges Leben war, so verschlungen sind auch die Pfade, über die Buss die Eintrittskarte für das Handball-Highlight des Jahres erhielt. Schuld daran war sein bester Freund, Marco Hegemann. „Wir sind zusammen in Ski-Urlaub gefahren und haben Frank Buschmann getroffen, der wiederum ein guter Freund von Marco ist.“ Aus dem ersten Kontakt wurde eine Verbundenheit, die Buss nun in die Hessen-Metropole führt.
„Das wird ein einmaliges Erlebnis“, ist sich der Wuppertaler sicher. Daran ist nicht zu zweifeln, wenn man sich die Liste der Namen im „Team Buschi“ ansieht: Von Henning Fritz und Andreas „Hexer“ Thiel im Tor über Stefan Lövgren, Magnus Wislander, Oliver Roggisch oder Florian Kehrmann reicht der handballerische Sachverstand. Und der wird ergänzt durch den Eifer ehemaliger Fußball-Profis wie Ansgar Brinkmann, Alexander Schur und Hans Sarpei oder Comedian Paul Panzer, der Mut beweist und sich ins Tor stellen will.
„Das wird ’ne echte Gaudi“, sagt Buss, der das Abenteuer kaum erwarten kann. Das beginnt bereits am morgigen Freitag mit der Anreise, dem Einchecken ins Hotel und einem öffentlichen Training an der Arena. Abends geht der Schnupperkurs weiter mit dem gemeinsamen Abendessen. Ob sich dann auch – wie von Buss (und Buschmann) erhofft – Dirk Nowitzki als Ehrengast etwas Leckeres servieren lässt, ist allerdings noch unsicher.
Aber auch ohne den Basketball-Superstar der Dallas Mavericks fühlt sich Buss wie im Sportler-Paradies. Um auf dem Parkett eine gute Figur zu machen, hat der 42-Jährige inzwischen leicht beim Leichlinger TV mittrainiert, bei dem er zugleich Sportlicher Leiter ist. „Egal, wie morsch die Knochen sind – am Samstag werde ich keine Schmerzen spüren“, behauptet Buss. Und wenn doch – er kennt sich ja auch von Berufswegen damit aus . . .

Quelle: Bergische Morgenpost

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