Lorenzet kehrt als LTV-Trainer zurück

Strahlemänner im halben Dutzend (v.l.): LTV-Co-Trainer Maik Pallach, Pima-Sprecher Günther Steffens, der Sportliche Leiter Jens Buss, Trainer Frank Lorenzet, Maskottchen "Smidti" und Sponsor Lorenz Smidt die neue VIP-Loge. Foto: Uwe Miserius

Lange hat er es dann doch nicht ausgehalten. Gerade einmal eine Saison lang. Im Hintergrund. Fernab des Spielfeldes. Draußen vor der Kabine. Als Manager, der er als "Mann für alles" bei den Handballern des Leichlinger TV im Prinzip ja auch vorher schon irgendwie gewesen war. Insofern konnte es nur bedingt verwundern, dass Frank Lorenzet gestern seine Rückkehr auf den Trainerstuhl des Drittligisten bekanntgab. "Ich habe wieder richtig Bock. Im Grunde meines Herzens bin ich halt doch Trainer", sagte der 46-Jährige.
Gespräche diesbezüglich habe es bereits seit Januar mit der Pirates Marketing GmbH (Pima) gegeben, sagte Lorenzet. Anfangs sei er noch nicht bereit gewesen, er habe ja schließlich eine Pause vom Trainerdasein machen, Abstand gewinnen wollen vom Stress. Doch irgendwann hat ihn das Werkeln hinter den Kulissen "mehr gestresst, als Trainer zu sein", sagte Lorenzet. Also sagte er irgendwann ja und entsprach damit dem Wunsch der Pima, denn dessen neuer Sprecher Günther Steffens stellte unmissverständlich klar, "dass die Saison nicht nach unseren Vorstellungen gelaufen ist". Platz sechs war am Ende herausgesprungen - "Das ist nicht unser Anspruch", pflichtete ihm Lorenzet bei.
In der neuen Saison wollen sie wieder angreifen in Leichlingen. Man will sich dauerhaft unter den besten fünf der Dritten Liga etablieren und scheut sich auch nicht mehr vor Größerem. "Wir haben auch nichts dagegen, wenn es ganz nach vorne geht", sagte Steffens. Dahin, wo man im Frühjahr 2013 schon mal war: beim sportlichen Aufstieg. Damals nahm man ihn nicht war, weil man die finanzielle Belastung als zu groß erachtet hatte. Das soll nun in einem Wiederholungsfall anders sein. In jedem Fall betonte Lorenzet, er habe vor der Zusage zu seiner Rückkehr von der Pima das Zugeständnis eingefordert, dass man im Fall eines erneuten Tickets für Liga zwei dieses auch definitiv annehmen werde.
Lorenzets Rückkehr in die vorderste Linie geht einher mit dem Wiedereingliedern von Spielertrainer Maik Pallach als Co-Trainer, wobei Lorenzet Wert darauf legt, dass Pallach nicht zum Bälle-Aufpumper degradiert wird. Im Gegenteil: Vieles wolle man gemeinsam entscheiden, und er, Lorenzet, würde den Job ohne Pallach gar nicht machen wollen. Unausgesprochen stand aber eben auch im Raum: Platz sechs und die Saisonleistung des Teams insgesamt reichten den Verantwortlichen nicht aus, um Pallach alleine weiterarbeiten zu lassen.
Neuer Trainer, neues Team - mit der Devise geht der LTV in die kommende Spielzeit. Wobei der Kader noch nicht seine endgültige Kontur angenommen hat. Kein Wunder, angesichts eines fast kompletten Personalwechsels. Den Abgängen Kiki Born, Matthias Aschenbrocih, Jens-Peter Reinarz, André Loschinski, Achim Jansen, Jürgen Suppanschitz und Maik Schneider stehen bislang als Neuzugänge die Ferndorfer Tim Hilger (29, Rückraum Mitte) und Carsten Lange (32, Rückraum rechts) sowie die Düsseldorfer Patrik Ranftler (24, Rechtsaußen) und Henning Padeken (27, Rückraum links) fest. Die vakante Torwartposition habe man bereits wieder geschlossen, verriet Lorenzet, einen Namen könne er aber noch nicht nennen. Der zweite Keeper David Ferne wird weiter per Doppelspielrecht für den LTV und Bundesligist Bergischer HC auflaufen, eventuell werden diesem Beispiel noch andere Akteure des BHC folgen. "Bis auf die Position Rückraum rechts sind wir überall doppelt besetzt", sagte Lorenzet.

Quelle: Rheinische Post online
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