Pirates verpassen Turniersieg hauchdünn

Bastian Munkel

Drei Siege und zwei Niederlagen gab es am Wochenende für Handball Drittligist Leichlinger TV. Der Härtetest endete gestern im Finale des Stromberg-Cup beim TSV Bönnigheim gegen den gleichklassigen TSB Horkheim/Heilbronn. Zum Turniersieg reichte es für das Team von Frank Lorenzet hauchdünn nicht, nur hauchdünn unterlag man man mit 22:23 (15:15/10:7) erst im Siebenmeterwerfen.
Dabei hatte der Ausflug nach Baden-Würtemberg zunächst weniger gut begonnen: Am Freitagabend stellte sich bei David Kreckler ein Bänderriss in der Schulter heraus, der Linkshänder fiel somit ebenso aus wie Dirk Schumacher (privat verhindert) und Felix Janssen (Leistenverletzung). Und dann erwischte es auch noch Bastian Munkel (Foto), der von einer Wespe in den Oberarm gestochen wurde. "Das hat sich entzündet und sieht auch wirklich nicht schön aus", kommentierte Lorenzet. "Basti ist gleich ins Krankenhaus gefahren und hat da Antibiotika bekommen. Spielen konnte er auf keinen Fall."
Neben der immer heikler werdenden Personallage, waren auch die Ergebnisse zunächst nicht nach Wunsch: Im Testspiel am Samstag gegen den gleichklassigen SV Kornwestheim gab es eine 30:34 (18:20)-Niederlage. "Der Auftritt war nicht so gut", fand Lorenzet. "Damit war ich nicht einverstanden, wir haben unsere Baustellen überhaupt nicht bearbeiten können." Das Abwehrspiel und das Umschalten hatte der Trainer vorab als dringend verbesserungswürdig befunden - 20 Gegentore in einer Halbzeit zeigen, dass das zunächst eine Schwachstelle geblieben war. "Vielleicht hatten die Spieler auch müde Beine von der langen Fahrt", mutmaßte Lorenzet, der ergänzte: "Das hat sich dann im ersten Turnierspiel fortgesetzt." Denn zum Auftakt gestern im Stromberg-Cup, bei dem die Spiele über zweimal 17,5 Minuten gingen, verloren die Leichlinger mit 20:21 gegen den TuS Fürstenfeldbruck - wieder waren das deutlich zu viele Gegentore.
Danach steigerte sich der LTV aber: Gegen die HSG Konstanz gab es einen 17:10-Sieg und gegen die SG Leutershausen einen 18:14-Erfolg - in beiden Fällen stimmte die Gegentorquote. So kamen die Leichlinger ins Finale, in dem sie zwischenzeitlich schon 10:5 führten, sich aber am Ende mit einem 15:15 noch dem Siebenmeterwerfen stellen mussten. "Uns ist auch noch Ousse Lajnef mit einer Bänderdehnung ausgefallen und ohne Fünf ist uns der Sprit ausgegangen", erklärte Lorenzet, der mit dem Wochenende insgesamt zufrieden war: "Nach den ersten beiden Spielen hatte ich noch ein paar Fragezeichen, aber die nächsten drei Spiele gegen starke Gegner haben gezeigt, dass wir uns weiterentwickelt haben."

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