Schock bei Pirates: Smidt-Forum wegen Wasserschäden gesperrt

In einem Gespräch mit Pirates-Manager Frank Lorenzet teilte der neue Bürgermeister Frank Steffes gestern die Schliessung des Smidt-Forums am Hammer auf unabsehbare Zeit mit. Davon sind die Leichlinger Handballer, die in zwei Wochen mit der Vorbereitung auf die neue Saison beginnen wollten, in erheblichem Maße betroffen.
Das anstehende Trainingslager, der Pirates-Cup, weitere Testspiele, die Saisoneröffnung und sogar der erste Meisterschaftsspiel gegen den Neusser HV am 29.8 müssen definitiv in eine andere Halle verlegt werden. Dazu kommen zahlreiche Traingseinheiten, auch der zweiten Mannschaft und der Jugend. "Ich war erstmal sprachlos, aber wir müssen jetzt das beste aus der Situation machen und schnell einen Plan B erarbeiten", meinte Lorenzet heute morgen. Erste Lösungen soll es in der Smidt-Arena in Leverkusen geben. "Durch unseren gemeinsamen Sponsor Smidt und die guten Verbindungen über Uwe Rosendahl vom Sportpark Leverkusen können wir dort einiges kompensieren. Allerdings gilt es wir die Wirtschaftlichkeit im Auge zu behalten. Wer letztlich für die enormen Einbußen beim Kartenverkauf und Catering, sowie die zusätzlichen Kosten durch den Umzug und evtl. Hallenmieten aufkommt, muss ebenfalls geklärt werden", so Lorenzet. Weitere Informationen erfolgen in Kürze.

Presseerklärung der Stadt Leichlingen:


Die Freigabe der Hauptschul-Sporthalle ist zurzeit nicht absehbar. Wie berichtet, hat der massive Wassereinbruch durch die starken Regenfälle  in der Sporthalle Hauptschule am vergangenen Wochenende die Stadtverwaltung veranlasst, das Gebäude bis auf weiteres zu sperren.
Die bestellten Gutachter, die sich zu Beginn der Woche an die Arbeit gemacht hatten, um die Schadensursache zu prüfen und das Ausmaß des Schaden  zu ermitteln, haben  nun erste Ergebnisse vorliegen.
Das Regenwasser, das durch die zahlreichen Bodendeckel, die für Anschlüsse der Sportgeräte benötigt werden, in großen Mengen unter den Boden gelangt ist, hat zu Schimmelpilzbewuchs geführt. Wie der verantwortliche Bau- und Sachverständige in seinem Gutachten ausführt, hat das beauftragte Institut für Schädlingsanalyse jetzt mitgeteilt, dass bei sieben der insgesamt zehn im Bereich des Schwingbodens der Hauptschulsporthalle entnommenen Proben ein Bewuchs durch Schimmelpilze der Art „Aspergillus“ festgestellt worden ist.
Aus Sicht des Sachverständigen ist damit eine Sanierung (Trocknung und Instandsetzung des Bodens) vollkommen ausgeschlossen. „Dies ist darauf zurückzuführen, dass die unterhalb des Schwingbodens befindliche Mineralwolldämmung zur Sanierung und Reinigung der Bodenflächen vollständig entnommen werden müsste. Dies ist jedoch nur dann möglich, wenn der Boden selbst entfernt wird“, meint der Fachmann und führt weiter aus “Eine Trocknung und Desinfektion ist insofern ausgeschlossen, da hierdurch lediglich die „lebenden“ Schimmelpilze abgetötet würden. Die Sporen der Schimmelpilze können bzw. würden hiermit jedoch nicht beseitigt bzw. entfernt“.
Da die Bodenfläche auch nicht hermetisch von der Raumluft abgegrenzt und abgeschottet werden kann, befürchtet der Sachverständige, dass es künftig immer wieder zu einer Kontamination der angrenzenden Bereiche oder Raumluft in der Halle kommen könnte. Für den Fachmann steht fest, dass die Hallennutzung eine gesundheitliche Gefährdung für ihre Nutzer darstellt, „deren Risiko nicht abschätzbar und somit auch nicht tragbar ist.“
Gemäß Gutachten wird der Sportboden nun schnellstmöglich ausgebaut, entsorgt und anschließend erneuert. Eine Freigabe der Halle ist deshalb zurzeit nicht absehbar.
Diese Tatsachen bedeuten natürlich einen großen sportlichen und wirtschaftlichen Nachteil für die Vereine und wie weit der Schulsport betroffen ist, wird sich nach der Termingestaltung der Instandsetzungsarbeiten zeigen.

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