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Presseberichte zum 27:28 (14:15) beim ThSV Eisenach
Samstag, den 27. Februar 2010 um 23:31 Uhr

Dem LTV fehlt der letzte Kick

Ein wenig trauerte der Trainer der Szene zu Beginn der zweiten Halbzeit nach. David Kreckler war durch Eisenachs Abwehr gebrochen, hatte das 20:16 für den LTV groß vor Augen - und vergab. "Das kann passieren. Aber vielleicht wäre das der Matchball gewesen", orakelte Coach Frank Lorenzet. Sei's drum - so holten die Thüringer mit knapp 1200 stimmgewaltigen Fans im Rücken den Drei-Tor-Rückstand auf und gingen mit minimalem Vorsprung durchs Ziel.

 

Aber Katzenjammer und Wehklagen löste die 27:28 (14:15)-Niederlage beim ThSV Eisenach in den Reihen des Leichlinger TV nicht aus. "Ärgerlich, aber nicht dramatisch", lautet Lorenzets Fazit. Ärgerlich, weil es "kaum einmal so einfach war, in Eisenach zu gewinnen". Undramatisch, weil in der Tabelle weiterhin eine Lücke von drei Punkten zwischen den Leichlinger Handballern und dem womöglich klassenerhaltenden drittletzten Platz liegt. Zudem brachte die erste Niederlage des Jahres einen weiteren Beleg für die Konkurrenzfähigkeit des Schlusslichts.

Einzig musste sich der LTV ankreiden lassen, in Eisenach nicht den bedingungslosen Siegeswillen vergangener Auftritte an den Tag gelegt zu haben. "Uns fehlte der letzte Biss, die letzte Galligkeit, der letzte Kick", fasste es Lorenzet zusammen. Auf dem Feld zeigte sich dies in Form eines schleppenden Beginns. Trotzdem hielten die Leichlinger den Vorsprung der Gastgeber stets in Grenzen und die Partie bis drei Minuten vor Ende vollends offen. Als Valdas Novickis in der Schlussphase nur den Pfosten traf, entwischte Eisenach 60 Sekunden vor Ende mit zwei Treffern.

"In unserem Spiel war mehr Schatten als Licht", resümierte Lorenzet. "Aber ich mache meinen Team keinen Vorwurf, es hat alles probiert." Im Schatten standen etwa Kreckler, Christian Born und Florian Korte, die nicht ihre besten Tage erlebten. Aber erfreulich entwickelte sich auch in Eisenach die Formkurve von Anthony Pistolesi: Defensiv längst ein Stabilisator, sorgte er erneut für Torgefahr, war neben Novickis bester LTV-Werfer.

LTV: Reckzeh, Ross (ab. 40.) - Pistolesi (8), Novickis (8), Göller (3), Korte (3), Born (2), Jansen (1), Ellenberg (1), Kreckler (1), Schumacher, Buss.

 

Quelle: Rheinische Post

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Erste Niederlage in 2010 für den Leichlinger TV: 27:28 in Eisenach. Pistolesi überragt trotz Magen- und Darmbeschwerden.

Eine Viertelstunde der zweiten Spielhälfte verbrachte Anthony Pistolesi (36) notgedrungen auf der Toilette. Der Bundesliga-erprobte Linkshänder musste sich mehrfach übergeben. Trotzdem gelangen ihm acht Treffer - und dennoch verlor Leichlingen, 2010 bis dahin noch ungeschlagen, in Eisenach. „Das ist sicher bitter, aber kein Beinbruch", meinte Trainer Frank Lorenzet. David Kreckler, wie Christian Born und Florian Korte bei weitem nicht in Bestform, ließ eine dicke Chance zur möglichen 20:16-Führung liegen. „Das wäre die Entscheidung gewesen", meinte Lorenzet. Doch plötzlich machten die über 1000 Zuschauer Betrieb. Die Eisenacher Linkshänder fanden besser ins Spiel. Benjamin Trautvetter am Kreis bekam immer wieder Futter. „Wir haben die Pässe an ihn nicht unterbunden", ärgerte sich Lorenzet. Er nahm beim 26:27 eine Auszeit. Valdas Novickis kam daraufhin auch frei zum Wurf, scheiterte aber. Trautvetter sorgte schließlich für den erst sechsten Eisenacher Heimsieg gegen enttäuschte Leichlinger, deren Keeper Matthias Reckzeh und Marc Ross starke Leistungen boten.

 

Quelle: Solinger Tageblatt

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Die Warnungen von Eisenachs Trainer Maik Handschke im Vorfeld, auch eingedenk eigener personeller Probleme, waren keineswegs unbegründet. Beide Mannschaften zeigten den 1150 Zuschauern „kein schönes Handballspiel", wie beide Trainer einvernehmlich einräumten. Den Unterschied in einer über weite Strecken ausgeglichen Partie machte wahrscheinlich Benjamin Trautvetter aus. „Wir ließen ihn einfach zu oft ins Spiel kommen, unterbanden die Anspiele nicht und wurden dafür gnadenlos bestraft", bekannte Frank Lorenzet, der impulsive Trainer des Leichlinger TV. Der unermüdlich am Kreis rackernde und den Ball fordernde Lockenkopf, von seinen Rückraumspielern auch ständig gesucht (und gefunden!), dessen Trikot in Serie auf Reißfestigkeit geprüft wurde, lochte neun Bälle, ein. Spektakulär sein Rückhandtreffer unter größter Bedrängnis zum 22:22 (46.). Die Leichlinger durften Dank des trotz heftiger Magen- und Darmbeschwerden aus dem Rückraum immer wieder erfolgreich abziehenden Oldies Anthonny Pistolesi auf Punktezuwachs hoffen. Der während seiner langen Laufbahn auch zwischenzeitlich bei der SG Werratal aktive heute 36-Jährige musste Teile der zweiten Halbzeit auf der Toilette verbringen. „Beim Stand von 16:19 vergaben wir wahrscheinlich den Matchball", hatte Frank Lorenzet zum Fehlwurf seines Außen David Kreckler in der 35. Minute notiert. Er vermisste in seinen Reihen das Feuer der letzten Spiele. „In punkto Motivation und Körpersprache fehlten einige Prozentpunkte", merkte das Energiebündel auf der Leichlinger Bank an.

„Gegen eine zupackende 6:0-Abwehr kamen wir mit drei Rechtshändern im Rückraum nicht richtig in Fahrt", befand ThSV-Coach Maik Handschke und brachte nach 44 Minuten, beim Stand von 21:22, mit Linkshänder Nick Heinemann seinen zweiten etatmäßigen Rechtsaußen neben Martin Hoffmann. Mit Erfolg! Beide Linkshänder rotierten mit Erfolg zwischen dem rechten Rückraum und der Rechtsaußenposition. „Wir machten aus der Not eine Tugend. Vielleicht hätte ich sogar eher diese Karte ziehen sollen", so Maik Handschke während der Pressekonferenz. Im Training wird er wohl, auch mangels anderer Alternativen (der Termin der Rückkehr von Rückraumspieler Girts Lilienfelds ist weiter ungewiss!), an dieser Variante arbeiten. Mit dem frischen Wind von zwei Linkshändern auf der rechten Angriffsseite neigte sich die Waage ganz langsam zugunsten der Gastgeber. Nick Heinemann bediente Benjamin Trautvetter, der beim 26:24 dem guten Marc Roos im Gästekasten keine Chance ließ (54.). Doch der zum Jahreswechsel von Erstligist HSG Düsseldorf gekommene torhungrige Regisseur Valdas Novickis ließ die Gäste beim 26:26 (57.) erneut an einem Punktgewinn schnuppern. Eisenachs Alexander Koke zog aus dem linken Rückraum zum 27:26 (58.) ab. Während einer Auszeit besprachen die Gäste die Schlussminuten. Valdas Novickis setzte zum Torwurf an, doch Eisenachs Schlussmann Radek Musil, nach einer mentalen Pause zwischen der 26. und 38. Minute mit deutlicher Steigerung, war zur Stelle. Die Eisenacher warfen ihren Kombinationswirbel an - und suchten wen? Na klar, „Benne" Trautvetter am Kreis, der zum siegbedeutenden 28:26 einnetzte (59.).


Schiedsrichter sorgten für Zündstoff / Erneut spektakulärer Kempa-Treffer

Rotation und hohes Tempo im Rückraum hieß die Devise der Wartburgstädter. Pavel Prokopec lochte zum 3:1 (3.), Benjamin Trautvetter zum 5:3 (8.) ein. Der auf Linksaußen beginnende Adrian Wöhler überwand den Ex-Suhler Matthias Reckzeh im Gästekasten im Nachsetzen zum 6:4 (10.). Dann riss Leichlingens Benjamin Göller Eisenachs Rechtsaußen Martin Hoffmann mitten im Wurf den Wurfarm rüde herunter, eine Verletzung in Kauf nehmend. Die beiden Unparteiischen berieten sich. Zur allgemeinen Verwunderung erhielt der Sünder lediglich eine Zeitstrafe (11.). (Der anwesende Schiedsrichterbeobachter Axel Hack, einst mit Kollegen Hagen Becker Schiedsrichtergespann der Spitzenklasse, wird diese Szene und folgende sicherlich im Anschluss mit den Unparteiischen ausgewertete haben.) Alexander Koke verwandelte den fälligen Strafwurf gegen seinen Ex-Kollegen aus gemeinsamen Zeiten bei Bayer Dormagen Matthias Reckzeh zum 7:4. Dann kochte die Werner-Aßmann-Halle. Gegenüber der Attacke gegen Martin Hoffmann verhältnismäßig harmlose Regelwidrigkeiten der Eisenacher ahndeten die mit rotem Oberteil leitenden Referees mit zwei Zeitstrafen gegen die Gastgeber. In doppelter Überzahl trafen Anthonny Pistolesi und Valdas Novickis zum 8:8 (15.). Die Eisenacher antworteten mit dem Tor des Tages. Alexander Koke bediente aus dem linken Rückraum den ganz Rechtsaußen lauernden Martin Hoffmann, der das Leder sofort hoch in den Kreis passte, wo es der fliegende Alexander Koke zum 10:9 versenkte (18.). Die Fans waren verzückt! Doch die Eisenacher brachten nun mehrfach nicht das Leder am Torwarthünen Matthias Reckzeh vorbei, sahen ihre saubere Abwehrarbeit (im gesamten Spielverlauf) zudem nicht belohnt. Radek Musil im ThSV-Kasten bekam bei den Würfen von Athonny Pistolesi keine Hand an den Ball, wie beim 13:14 (26.) und räumte seinen Platz für Stanislaw Gorobtschuk. Per Doppelpack sorgte der auf Linksaußen eingewechselte Alexander Schiffner für die knappe 15:14-Halbzeitführung der Thüringer.


Spannung pur bis in die Schlussphase

Eisenacher Zuspielfehler und Fehlwürfe der Eisenacher zu Beginn der zweiten Halbzeit nahmen die Gäste dankend an, vom 15:14 zum 16:19 (34.). Florian Korte war zur Kreismitte eingelaufen. Es folgte der laut LTV-Coach Frank Lorenzet ausgelassene Matchball. Trotz üblen Fouls von Christian Born traf Daniel Luther zum Anschlusstreffer der Einheimischen (18:19, 37.). Der ins Gästegehäuse beorderte Marc Roos führte sich mit einem abgewehrten Koke-Strafwurf bestens ein, parierte auch einen Ball von ThSV-Neuzugang Lazar Tosic. Sein Gegenüber im ThSV-Kasten, Radek Musil, kaufte dem am Kreis freigespielten Florian Korte im großen Stil das Leder ab (44.). Im Gegenzug fiel mit dem spektakulären Rückhandtreffer das 22:22 durch Benjamin Trautvetter (46.). Dieser zeichnete sich auch für das 24:22 (50.) verantwortlich. Mit zwei Linkshändern im rechten Rückraum hatte der Eisenacher Angriffswirbel an Fahrt zugenommen. Nach einer weiteren Musil-Parade sicherte Daniel Luther im energischen Bodenkampf das Leder (51.), doch die Partie stand bis in die Schlussphase auf des Messers Schneide.

Statistik

ThSV Eisenach: Musil, Gorobtschuk (26.-38.); Hoffmann, Trautvetter (9), A. Wöhler (1), Blezinger, Luther (3), Bitterlich, Schiffner (3), Lindner, Heinemann, Koke (5/1), Tosic, Prokopec (7/2)

Leichlinger TV: Reckzeh, Ross (ab 38.); Pistolesi (8), Buss, Korte (4), Göller (3), Schumacher, Novickis (8), Jansen (1), Ellenberg (1), Born (2), Kreckler (1), Schuster

Zeitstrafen: Eisenach 4 x 2 Min.
Leichlingen 5 x 2 Min.
Siebenmeter: Eisenach 4/3
Leichlingen 0
Schiedsrichter: Hörath/Hofmann (Zirndorf)
Zuschauer: 1150
Beste Spieler: Eisenach: Trautvetter
Leichlingen : Pistolesi
Spielfilm: 8:5 (12.), 11:11 (20.), 13:14 (26.), 15:14 (30.), 16:19 (34.), 21:21 (42.), 24:22 (50.), 26:26 (57.), 28:26 (59.), 28:27 (60.)

 

Quelle: Homepage ThSV Eisenach

 

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