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Presseberichte zum 34:33 (20:16) gegen den TV Neuhausen
Samstag, den 06. März 2010 um 00:09 Uhr

LTV entkommt mit heiler Haut


 

Vieles erinnerte an die Abenteuer von Indiana Jones: Der rettet sich in seinen Filmen aus manch kritischer Situation, wobei er sich vielfach in letzter Sekunde durch einen Spalt quetscht und gerade noch Zeit hat, seinen Hut einzusammeln. So machten es der Leichlinger TV: Seit 15 Minuten nur auf der Flucht, griff sich das Team im finalen Moment die zwei Punkte und entkam mit heiler Haut der Partie gegen den TV Neuhausen.

 

"Das war ein Deja-vu-Erlebnis", erzählte David Kreckler nach dem 34:33 (20:16)-Sieg seines LTV mit Verweis auf die Kunst seines Teams, Führungen schmelzen zu lassen. Acht Tore Vorsprung reichten in Bietigheim vor zwei Wochen nicht zum Sieg und diesmal nur ganz knapp. Beim Stand von 31:23 (45. Min.) standen die Gastgeber schon als Gewinner fest, bevor sie nach 45 glänzenden Minuten das Handballspielen einstellten. "Wir waren zu hektisch, haben zu schnell abgeschlossen", erkannte Kreckler. Tatsächlich war einzig der in der zweiten Hälfte vorzügliche Torhüter Marc Ross sichtlich bemüht, Ruhe zu verbreiten. Den Fuß auf die Bremse setzen und Zeit von der Uhr laufen lassen - das ist nicht die Sache der Leichinger.

Aber eine leidenschaftliche Vorstellung garniert mit vier starken Schützen (Kreckler, Valdas Novickis, Anthony Pistolesi, Benjamin Göller) lässt die Leichlinger auf den vorletzten Rang klettern. Entsprechend groß waren Erleichterung und Jubel - auch der vom Verein freigestellte und in zivil.

erschienene Florian Korte wurde eifrig geherzt vom seinen (Ex-)Kollegen.

"Ich bin noch nie abgestiegen, das soll so bleiben", merkte Kreckler an. Er ist guter Dinge, dass es - wie bei Indiana Jones - was wird für den LTV mit einem Happyend. Zumal sie bereits damit liebäugeln, dass der vorletzte Platz zur Relegation reichen könnte, weil in der Zweitliga-Nordstaffel fleißig fusioniert (ASV Hamm/Ahlener SG) und pleite gegangen (HSV Hannover) wird. LTV Ross - Pistolesi (8), Novickis (8), Kreckler (8/3), Göller (7), Born (1), Buss (1), Ellenberg (1), Schumacher, Scherer.

 

Quelle: Rheinische Post

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45 nahezu perfekte Minuten

Frank Lorenzet hatte den Mund nicht zu voll genommen, als er in der Woche zwei Zähler gegen die Emporkömmlinge aus Neuhausen vorausgesagt hatte! Allerdings hing das verdiente 34:33 (20:16), durch das der Leichlinger TV den letzten Platz an Coburg abgab, am berühmten seidenen Faden.

Nach 45 Minuten deutete einiges auf einen triumphalen Erfolg hin: Der LTV zog nach einer taktischen Meisterleistung auf 31:23 davon. Alle Maßnahmen und Korrekturen Lorenzets griffen, überdies liefen gleich vier Leichlinger zu Top-Form auf: Torhüter Marc Ross, zu Beginn auf Grund zu passiver Abwehrarbeit arg im Stich gelassen und gegen Fabian Gutbrods Würfe machtlos, ließ sich nicht entmutigen und bot seine beste Saisonleistung. Valdas Novickis verblüffte durch unglaublich schnelles Zweikampf- und Wurfverhalten. Anthony Pistolesi übernahm ganz viel Verantwortung. Er entlastete Novickis in zahlreichen Situationen. Allrounder Benjamin Göller streute immer wieder wichtige Tore ein.

Doch Leichlingen tanzte plötzlich auf der Rasierklinge. Neuhausen ging mehr Risiko ein. Der lange enttäuschende Keeper Milos Slaby steigerte sich. Linksaußen Marcel Schiller lochte wunderbar ein. Ein 9:2-Lauf der Gäste sorgte für irre Spannung. Pistolesis Treffer zum 34:32 war letztlich die Entscheidung. Neuhausen schaffte nicht mehr als den Anschluss, weil kurz vor Schluss ein Pass zu schlampig zum Kreis gepasst wurde.

 

Quelle: Solinger Tageblatt 

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