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| Presseberichte zum 30:35 (15:22) gegen den 1.SV Concordia Delitzsch |
| Samstag, den 01. Mai 2010 um 00:30 Uhr |
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Gut gekämpft, phasenweise stark gespielt, doch zum Sieg hat es für den Leichlinger TV am Freitagabend nicht gereicht. Gegen die beste Rückrundenmannschaft der 2. Handball-Bundesliga Süd, Concordia Delitzsch, unterlagen die Pirates mit 30:35 (15:22). Es ist müßig zu überlegen, welche Chancen der LTV in Bestbesetzung gehabt hätte, doch Spiele wie gegen Delitzsch zeigen, dass das Team von Frank Lorenzet zwar das Potenzial für diese Liga aufweist, es aber längst nicht immer abrufen kann und konnte - selbst nicht in einer besseren Personal-Lage. Gegen Delitzsch fehlten ganz wichtige Akteure, dennoch boten die Gastgeber dem Favoriten in einigen Phasen mehr als nur Paroli. Da es jedoch auch Zeitspannen gab, in denen es nicht allzu gut für den LTV lief - so der Auftakt der Partie, in dem sich Delitzsch bis zur 10. Minute auf 10:3 abgesetzt hatte - reichten die guten Momente letztlich nicht aus, um wenigstens ein Remis zu erreichen. Direkter LTV-Konkurrent punktet Die Moral aufseiten der Gastgeber stimmte dafür allemal, ansonsten hätte es nicht mehrfach regelrechte Aufholjagden gegeben. So verkürzte Leichlingen von 14:22 auf 19:23 (35.), anschließend wurde es beim 30:32 (58.) noch mal ganz eng. Hier versäumten es die Pirates aber, weitere Treffer zu erzielen; stattdessen musste der dieses Mal starke Benny Göller für zwei Minuten vom Feld, was Delitzsch zu zwei weiteren Treffern nutzte und damit die Begegnung endgültig entscheiden konnte. Passend zum bitteren Spielende war die Nachricht vom Abschneiden des Konkurrenten aus Obernburg. Der gewann gegen Bittenfeld und hat nun vier Punkte Vorsprung auf den LTV.
LTV: Ross, Reckzeh; Novickis (9), Göller (8), Kreckler (5 / 2), Schumacher (3), Jansen (2), Schuster (1), Jungmann (1), Buss (1).
Quelle: Leverkusener Anzeiger -----------------------------------------------------------------------------------------------------
LTV: Ernüchterung und Durchhalteparolen
Körperlich war ein ernüchterter Frank Lorenzet noch in der Halle Am Hammer anwesend, aber gedanklich woanders unterwegs: im 250 Kilometer entfernten Obernburg etwa. Dort hatte soeben die Tuspo den Abstieg des LTV aus der zweiten Liga wohl besiegelt, indem sie den TV Bittenfeld besiegt hatte. "Wie das gehen soll, ist mir ein Rätsel", sagte der LTV-Trainer, der kurz darauf eine geistige Stippvisite im doppelt so weit entfernten Delitzsch einlegte. Dort dominieren rote Zahlen die Kontoauszüge der Concordia, und vielleicht zwingen Schulden das Team in die Knie und aus der Liga, hofft Lorenzet. Die Delitzscher Verantwortlichen hörten sich das äußerlich reaktionslos an. Sie hatten turbulente Stunden hinter sich, weil erst eine in letzter Sekunde beschaffte Bürgschaft die Reise nach Leichlingen ermöglicht hatte. Sportlich indes waren die Turbulenzen der Concordia kaum anzumerken, bestärkt durch anfangs völlig desolat auftretende Leichlinger. Die Weichen für ihre 30:35 (15:22)-Niederlage stellten sie in den Anfangsminuten, weil die Deckungsreihe Ferien machte. Exemplarisch dafür war ein Anspiel der Gäste über fast zehn Meter zu Kreisläufer Thomas Oehlrich, den die Abwehr zunächst erfolgreich ignorierte. Es dauerte, bis sich beim LTV herumgesprochen hatte, dass Handball ein Kontaktsport ist, aber da führten die Gäste bereits hoch. "Wir hatten keine Einstellung", bilanzierte Lorenzet und führte dafür auch "äußere Umstände" an. Vor allem die Abwesenheit von Anthony Pistolesi, Moritz Ellenberg, Kiki Born und Bruno Scherer. Dies führte dazu, dass der LTV nur neun Feldspieler aufzubieten hatte, darunter Oliver Jungmann und Jonas Schuster aus der Reserve. Zwar machten die beiden wie das ganze Team im zweiten Abschnitt einen beherzten Eindruck. Aber mehr als den Delitzscher Sieg etwas in Bedrängnis zu bringen, war nicht mehr möglich.
Bei nun vier Punkten Rückstand zum Vorletzten müssen sich LTV und Lorenzet aus der Kiste mit den Durchhalteparolen bedienen: "Wir sehen wie es weitergeht", "wir kämpfen bis zum Letzten", "wir werfen alles in die Waagschale". Aber der Klassenerhalt hängt nun wohl vom Kontostand anderer ab.
LTV Ross, Reckzeh (ab. 14.) – Novickis (9/2), Göller (8), Kreckler (5/1), Jansen (2), Schumacher (3), Buss (1), Jungmann (1), Schuster (1).
Quelle: RP -------------------------------------------------------------------------------------------------------- |