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| Vorberichte: Leichlinger TV - HC Erlangen |
| Mittwoch, den 12. Mai 2010 um 14:20 Uhr |
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Die Lage ist fast aussichtslos. Aber sie wollen nichts unversucht lassen. "Eigentlich sollte ohnehin jeder kommen, dem etwas am LTV und am Handball hier liegt", meint Frank Lorenzet. Aber der Trainer und sein Team schaffen dennoch Anreize, um Zuschauer in die Halle Am Hammer zu locken: damit die Partie gegen den HC Erlangen (18 Uhr) nicht - zumindest für eine ganze Weile - zum letzten Spiel in der zweithöchsten Liga wird; damit zumindest bis zum nächsten Wochenende noch Nervenkitzel im Kampf um den Erhalt der Klasse bleibt.
"Wir wollen die Menschen zum Kommen und zum Bleiben bewegen", sagt Lorenzet. Also spendieren sie Freibier nach dem Spiel. 30 Liter. Und Fußball wird auch gezeigt: Das Pokalfinale zwischen Bayern gegen Bremen. Bei dem ein oder anderen könnte das Erinnerungen an den Auftritt der LTV-Handballer im eigenen, im Handball-Pokal hervorrufen. Der dauerte genau 60 Minuten, dann waren sie schon wieder draußen - hinausbefördert von Erlangen. Der Trend, der sich bei der 23:30-Niederlage Ende August 2009 andeutete, hat sich fortgesetzt: Erlangen spielte eine konstante Saison (schlug im Hinspiel den LTV ein zweites Mal deutlich, mit 32:24), landet im gesicherten Mittelfeld, Leichlingen rutschte unten hinein und zittert seitdem. Praktisch hält nur ein Sieg gegen die Franken die Hoffnung des LTV lebendig. Allerdings erwartet Lorenzet "ein schweres Kaliber: Erlangen hat ein kampfstarkes, gewachsenes Team mit der besten Deckung der Liga". Zwar gibt es personelle eine leichte Entspannung, vermutlich kehren Benjamin Göller und Bruno Scherer zurück in den Leichlinger Kader. Aber abseits des Sportlichen hat der LTV bereits Anstrengungen unternommen, notfalls womöglich auf juristischem Weg den Ligaverbleib zu ermöglichen. In den Durchführungsbestimmungen der Liga, in der unter anderem Auf- und Abstiege geregelt sind, sieht Lorenzet eine Lücke: Warum soll der einzige Absteiger der zweiten Liga unbedingt aus der Süd-Staffel kommen?, fragt er sich und die Verantwortlichen. "Wir lassen das juristisch prüfen, und das haben wir der Handball-Liga auch bereits mitgeteilt", sagt der Trainer-Manager. ------------------------------------------------------------------------
Leichlinger TV zum Erfolg verpflichtet Die Ausgangslage im Abstiegskampf vor dem kommenden Spieltag der 2. Handball Bundesliga Süd ist klar: Alle drei noch betroffenen Teams haben Heimspiele vor der Brust und der Leichlinger TV als Tabellenletzter dabei die vermeintlich schwerste Aufgabe. Gegner HC Erlangen ist besser platziert als es die Widersacher der Konkurrenten Essen und Coburg sind. Bei derzeit drei Zählern Rückstand auf die beiden Mannschaften und nur noch zwei zu absolvierenden Begegnungen muss der LTV am Samstagabend (18 Uhr, Sporthalle Am Hammer) seine Partie auf jeden Fall gewinnen, unabhängig davon, was die Konkurrenz macht. Sollten Essen und Coburg jedoch gewinnen, würde den Pirates auch ein Erfolg über Erlangen nichts mehr bringen. -----------------------------------------------------------------------
Abstiegsendspiel "Am Hammer" Dennoch gibt sich Coach Frank Lorenzet kämpferisch. „Wir leben noch und wollen das am Samstag gegen Erlangen beweisen. Solange wir rechnerisch noch eine Chance haben, werden wir auch alles daran setzen, sie zu nutzen", so Lorenzet. Nach dem starken Spiel in Aue wollen die Pirates nachlegen. Personell kann Frank Lorenzet wieder etwas mehr variieren, denn Benny Göller ist nach seiner Erkrankung wieder zurück. Ob Antony Pistolesi ebenfalls wieder mitmischen kann, bleibt abzuwarten. |