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| Presseberichte zum 32:38 (10:20) gegen den HC Erlangen |
| Samstag, den 15. Mai 2010 um 21:46 Uhr |
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Es war der Samstag der Abschiede in der Sporthalle Am Hammer. Zuerst erhielten neben den bereits fest stehenden Abgängen Matthias Reckzeh (Rheinhausen), David Kreckler und Benjamin Göller (beide Hagen) auch Anthony Pistolesy (damit bestätigten sich seit Wochen kursierende Gerüchte) und Marc Ross zum Abschied eine Collage mit Spielszenen im blauen Rahmen. Beim anschließenden 32:38 (10:20) gegen den HC Erlangen verabschiedete sich dann die gesamte Mannschaft des LTV einen Spieltag vor Schluss als sportlicher Absteiger aus Liga zwei. Das Spiel gegen die Gäste aus Franken offenbarte dabei für jeden der 350 Zuschauer (unter ihnen Ex-LTVler Alexander Oelze und Neuzugang Tim Menzlaff), warum die Hausherren nicht ganz zu unrecht das Tabellenende zieren. Teilweise fehlten die Grundlagen des Handballspiels völlig. Wer als Rückraumspieler der Gäste zum Sprungwurf ansetzte, konnte fast immer danach zum Jubeln abdrehen, weil der Mittelblock der Hausherren wenig vom Herausrücken an den Werfenden oder erhobenen Armen zur Abwehr hielt. Im Tor kamen bei Matthias Reckzeh (erste Hälfte) und Marc Ross (zweite Hälfte) statistisch gesehen auf eine Parade drei leichte Gegentore. Zu wenig, um in der Defensive den Grundstein für einen eventuellen Sieg zu legen. Der wurde allerdings genauso vorne verschenkt, wo Kreckler und Novickis erst dann in Serie trafen, als Erlangen im Wissen um den sicheren Sieg einen Gang zurück schaltete. Ansonsten verlief der Positionsangriff behäbig, ohne Bewegung und überraschende Momente. Leichte Abwehrfehler servierten dem HCE zudem Gegenstöße auf dem Silbertablett. LTV-Trainer Frank Lorenzet verfolgte die 60 Minuten in einer Mischung aus explosiver Erregung und versteinerter Fassungslosigkeit. Nun bleibt abzuwarten, wie der Verband auf die juristische Prüfung der Abstiegsregelung durch den LTV reagiert. Ein Hintertürchen ist also offen. LTV: Ross, Reckzeh - Pistolesi, Buss (1), Göller (3), Novickis (8), Jugmann, Scherer (2), Schumacher (3), Jansen (1), Born (3), Kreckler (11/6).
Letzte Chance-vorbei Zum Spiel: Wie schon so oft in dieser Saison mussten die Pirates früh einem Rückstand hinterherlaufen. Als David Kreckler nach sieben Minuten per Siebenmeter zum ersten Mal traf, hatten die Gäste bereits vier Treffer vorgelegt. Zu nervös, zu fahrig war der LTV, so dass Erlangen sich schnell auf 4:0 absetzen konnte. Die „Verkürzung" auf 1:4 sollte für die Gastgeber dann in der Folgezeit der knappste Rückstand bleiben, denn Erlangen behauptete seinen Vorsprung konstant. Bis zum 9:14 aus Sicht der Leichlinger (21. Minute) sah es noch nicht ganz so schlimm aus, als die Gäste dann aber erneut vier Tore in Folge erzielten, war die Partie im Prinzip schon entschieden. Zur Pause lagen schließlich zehn Treffer zwischen den beiden Teams - ein nicht mehr zu bewältigendes Handicap für die Jungs von Trainer Frank Lorenzet, der immer wieder zwischen Fassungslosigkeit und Temperamentsausbrüchen schwankte. Diesen Verlauf hatte sich Lorenzt, der im Vorfeld immer wieder auf die noch vorhandenen Chancen hingewiesen hatte, sicherlich nicht erhofft. Nach dem Wechsel bot sich den knapp 300 Zuschauern kein anderes Bild. Erlangen kontrollierte das Geschehen, der LTV konnte zwischenzeitlich maximal bis auf acht Tore herankommen (14:22, 19:27, 26:34), ehe in den letzten drei Minuten durch drei Treffer von Benny Göller noch etwas Ergebniskosmetik betrieben wurde. Die auffälligsten Akteure im Trikot des LTV waren Valdas Novickis und David Kreckler; das war jedoch zu wenig gegen ein Team, bei dem gleich fünf Spieler als Torschützen sehr erfolgreich agierten. Entsprechend niedergeschlagen waren nach der Schluss-Sirene dann auch die Gastgeber, wohl wissend, dass die sportlich letzte Chance vergeben wurde. Leichlinger TV: Reckzeh, Ross; Kreckler (11 / 6), Novickis (8), Born (3), Schumacher (3), Göller (3), Scherer (2), Buss (1), Jansen (1), Schuster, Jungmann. Sportlicher Abstieg ist besiegelt Mit diesem Druck kam der LTV aber anscheinend nicht zurecht und lieferte in der Anfangsphase einen Offenbarungseid ab. Fassungslos nahm Lorenzet bereits nach fünf Minuten und einem 0:4-Rückstand eine Auszeit. Doch es änderte sich nichts, beim 4:10 (13.) und spätestens zur Pause war die Partie quasi verloren. „Wir haben im Angriff katastrophale Fehler gemacht, waren viel zu langsam in der Rückwärtsbewegung und insgesamt wie gelähmt", beschrieb Lorenzet den desolaten Zustand seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit.
Quelle: Westdeutsche Zeitung ------------------------------------------------------------------------ |