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Presseberichte zum 26:40 (11:19) beim TV Neuhausen
Sonntag, den 22. August 2010 um 08:53 Uhr

Die Hofbühlhalle in Neuhausen hat schon bessere Zeiten erlebt: Nur 157 zahlende Zuschauer hatten am Samstagabend Lust auf Handball. „Wir konnten noch nicht einmal unsere Kosten für den Bus decken“, sagte Frank Lorenzet nach der 26:40 (11:19)-Packung. Neuhausens Coach Matthias Gaugisch hatte durchaus Respekt vor dem ehemaligen Liga-Rivalen, attestierte dem Gegner sogar Zweitliga-Niveau. Davon war nur bis zur 22. Minute etwas zu sehen. 11:13 hieß es aus Sicht des erneut nicht kompletten LTV.

Es folgte eine Zeitstrafe gegen Maik Pallach, die Achim Jansen kommentierte und der ebenfalls für zwei Minuten auf die Bank musste. In der Folge entschied Neuhausen die Partie. 19:11 stand es zur Pause gegen die konsternierten Leichlinger, die überdies Matthias Aschenbroich schon vor der Halbzeit verletzungsbedingt ersetzen mussten.

Die Leichlinger hielten nach Wiederanpfiff mit ihrer jungen, unerfahrenen Truppe dagegen - es galt, eine drohende „Klatsche“ zu vermeiden. Das klappte bis zum 33:24 (54. Minute). Anschließend wurde es aber fürchterlich. Neuhausen deckte konsequent offensiv, schenkte insgesamt gut und gerne ein Dutzend Kontertore ein. Überdies stand Stefan Nippes neben sich, Matthias Aumann machte zwischen den Pfosten einen besseren Eindruck. „Vergessen, abhaken, nach vorne schauen“, meinte Frank Lorenzet lapidar.
LTV: Nippes (1.-40.), Aumann; Jansen (12/8), Menzlaff (7), Pallach, Lajnef (je 2), Aschenbroich, Jungmann, Kostros (alle 1)
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Leicht und locker hat der TV Neuhausen die erste Hürde im DHB-Pokal übersprungen - das lässt das 40:26 gegen Leichlingen vermuten. Ganz reibungslos lief es vor 200 Zuschauern in der Hofbühlhalle aber nicht.

Einiges mitgemacht hat der Leichlinger TV in den vergangenen Wochen. Die Mannschaft ist sportlich aus Liga zwei abgestiegen, machte sich aber Hoffnungen, den Platz von Delitzsch zu ergattern. Das Theater um deren Insolvenz und Lizenz hat Handball-Deutschland beschäftigt, mittlerweile ist es so, dass sie die Saison nicht spielen. Leichlingen darf jedoch nicht nachrücken, wie ein HBL-Gremium schon zuvor entschieden hat.

Dementsprechend explosiv präsentierte sich LTV-Coach Frank Lorenzet am Samstag in Neuhausen. Er sorgte für Betrieb an der Seitenlinie, trieb seine Mannen ohne Unterlass an. Etwas unorthodox gingen die Gäste ans Werk, langten richtig hin und beeindruckten zunächst den TV Neuhausen, der eine schnelle 3:0-Führung aus der Hand gab, bis zum 13:11 (22.) Mühe hatte, die Kontrolle zu erlangen. Das 19:11 zur Pause sprach dann eine weitaus deutlichere Sprache. Magnus Becker, der nach zwölf Minuten für den glücklosen Milos Slaby ins Tor gekommen war, verdiente sich die besten Noten.

"Das war auch ein Test für den Kopf. So etwas muss man einfach verarbeiten können, wir haben uns nicht aus dem Konzept bringen lassen", sagte TVN-Coach Markus Gaugisch und meinte damit die Phase bis zum 13:11. Danach sah er dann, dass die Trainingsinhalte der jüngsten Vergangenheit umgesetzt wurden: "Das Tempospiel wollten wir wieder entwickeln. Viele Tore fielen über den Gegenstoß." Wenn der TVN Ernst machte, hatte die schwerfällig wirkende LTV-Truppe keine Chance. Beim 26:16 (41.) war erstmalig ein Zehn-Tore-Abstand erzielt, hinten raus wurde dann gar noch die Zauberkiste ausgepackt. Das 38:24 (58.) entsprang einem doppelten Kempa, der über die Stationen Stevic und Trost von Dominik Eisele zum Abschluss gebracht wurde.

Alexander Trost zeigte sich sehr engagiert, traf sechs Mal. Kein Wunder, war doch sein alter Verein TSV Dettingen mit einer großen Delegation in der Halle. Das freute ihn mächtig. "Wir sind erst am Freitag aus dem Trainingslager in Tailfingen heim gekommen. Dafür waren wir gut in der Spur", sagte der schnelle Rechtsaußen. Ralf Bader sah es ein bisschen anders: "Es gab Abstimmungsprobleme, die einfach nicht passieren dürfen. Alles war ein bisschen konfus. Es ist allerdings auch unheimlich schwer, gegen einen solchen Gegner 100 Prozent zu gehen."

Ein guter Test war es allemal, auch für Neuzugang Jeremias Rose. "Er steigert sich von Woche zu Woche und fühlt sich bei uns wohl. Er zeigt Emotionen und kann die Aggressivität mitgehen", freut sich Markus Gaugisch. Das ist wichtig im Hinblick auf den Saisonauftakt nächsten Samstag gegen Groß-Bieberau. Als sehr schwierig stuft Gaugisch diese Aufgabe ein. Mithelfen bei der Lösung kann dann auch Christian Dürner, der nach Kreislaufproblemen im Trainingslager im Pokal geschont wurde.

Der Fokus ist auf Groß-Bieberau gerichtet, mit einem Auge schielt man indes auch auf die heutige Pokal-Auslosung. Ein Kracher soll bitteschön in die Hofbühlhalle gelost werden. Runde zwei ist auf Mittwoch, 22. September, terminiert.

So spielten sie

TV Neuhausen: Slaby, Becker (ab 12.) - Emrich (3), Trost (6), Reusch (4), Schiller (4), Stevic (8/4), Michalik (2), Rose (4), Gutbrod (4), Oesterle (1), Bader (3), Eisele (1).

Leichlinger TV: Aumann (ab 37.), Nippes - Jungmann, Buss, Menzlaff (7), Lajnef (2), Aschenbroich (1), Schuster, Kostros (1), Jansen (12/8), Pallach (3), Hantusch.

Siebenmeter: 4/4 - 9/8 (Becker hält einen von Jansen).

Zeitstrafen: Emrich, Stevic, Gutbrod (2), Eisele - Buss (2), Menzlaff (2), Schuster, Kostros (3 = Rot 55.), Jansen, Pallach.

Schiedsrichter: Gunnar Beyer, Thomas Schulte (Bad Blankenburg, Bischberg).

Zuschauer: 200

Quelle: Südwest Presse online
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