Vorberichte: Leichlinger TV - HSG Varel-Friesland

Pirates fiebern Saisonstart entgegen

Drei Monate hatten die Drittligahandballer Pause, entsprechend brennen die Spieler und Trainer des Leichlinger TV und des  darauf, am kommenden Wochenende endlich in die Saison starten zu können. Der sehr gut verstärkte LTV gilt sogar als erster Titelanwärter.
„Ich bin froh, dass es endlich losgeht“, spricht Trainer Frank Lorenzet auch seinen Spielern aus dem Herzen. Hinter ihnen liegt eine lange, aber überaus erfolgreiche Vorbereitung. Nicht nur über die Resultate der Testspiele, sondern auch über den Umstand, dass der LTV ohne Verletzte in die ersten Partie am Samstag gegen die HSG Varel-Friesland (Anwurf 19.30 Uhr, Smidt Forum, Leichlingen) gehen wird, ist Lorenzet glücklich.
Jetzt hofft der Coach und Manager der Pirates, dass man entsprechende Leistungen auch im Ligaalltag abrufen kann. Gegen die HSG sind die Piraes auf jeden Fall in der Favoritenrolle. Nach der Verletzung ihres Torjägers Lukas Kalafut war Varel in der vergangenen Saison die schlechteste Rückrundenmannschaft und entging nur knapp dem Abstieg. Jetzt ist der Slowake fit, sodass die Mannschaft wieder ein neues Gesicht hatEntsprechend ernst nimmt Lorenzet die kommende Aufgabe: „Noch wissen wir nicht genau wo wir stehen und da Varel uns mit Sicherheit die Favoritenrolle zuschiebt, können sie, im Gegensatz zu uns, ganz befreit aufspielen.Doch vom Papier her dürfte dem LTV nicht bange sein. Mit den Neuverpflichtungen André Loschinski (OSC Rheinhausen), Arthur Giela (VfL Eintracht Hagen), Jens Peter Reinarz (Bergischer HC) und Felix Janssen (Club Balomano Alcobendas) sind die Pirates deutlich besser besetzt als in der vergangenen Saison, als man Vizemeister wurde. 

Quelle: Westdeutschte Zeitung Burscheid
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Die Last der Favoritenrolle

Hat es in der Vergangenheit schon mal eine bessere Mannschaft beim Leichlinger TV gegeben? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten, doch kann man getrost behaupten, dass die aktuelle Truppe der Pirates sicherlich zu den besten gehört, die bislang für den Handball-Drittligisten aufgelaufen sind. Alle Leistungsträger aus dem letztjährigen Vizemeister-Team konnten gehalten werden. Hinzu kamen noch vier starke Akteure, allesamt ausgestattet mit Klasse und Erfahrung. Der Bundesliga-erprobte Jens Reinarz wechselte vom Bergischen HC in die Blütenstadt. Und in Felix Janssen stieß aus der zweiten spanischen Liga ein bereits in der Vorbereitung glänzender Kreisläufer mehr oder weniger zufällig zum LTV. Andre Loschinski und Arthur Giela, beide ebenfalls mit hoher Qualität ausgestattet, komplettierten das Quartett der Neuen.
„Die vier haben sich bestens eingelebt und sind sowohl spielerisch als auch menschlich eine Bereicherung für die Mannschaft“, lobt Coach Frank Lorenzet seine Zugänge. Zufrieden zeigt sich der Leichlinger Trainer auch mit dem Verlauf der Vorbereitung: „Wir haben all das gemacht und erreicht, was wir vorhatten. Wie weit die Mannschaft ist, haben unter anderem die Ergebnisse gegen einige Zweitligisten gezeigt“, sagt Lorenzet, warnt aber: „Jetzt geht die Meisterschaft los, und da zählen die Resultate der Vorbereitung nicht mehr.“
In der Liga werden die Pirates sicherlich als einer der Top-Favoriten auf die Meisterschaft genannt. Diese Meinung der Konkurrenz lässt Frank Lorenzet jedoch kalt. „Wir können solche Ansichten nicht verbieten. Klar ist aber auch, dass so manches Team gerne die Favoritenrolle weitergibt, um selbst nicht im Fokus oder unter Druck zu stehen.“ Der Trainer nennt als Beispiele etwa Wilhelmshaven, Edewecht und Düsseldorf. „Man darf nicht vergessen, dass elf der 16 Mannschaften aus der Liga bereits Zweitliga-Erfahrung aufweisen – das deutet wieder auf eine ausgeglichene Liga hin“, sagt der Pirates-Coach. Dass seine Truppe jedoch oben angreifen will, ist klar. Nach der Vizemeisterschaft im letzten Jahr und der qualitativen Aufrüstung des Kaders wäre alles andere auch unglaubwürdig. „Natürlich wollen wir ganz oben mitmischen, aber ich werde den Teufel tun und sagen, dass wir aufsteigen. Das wäre Wahnsinn, und dazu kann in einer Saison viel zu viel passieren, was nicht kalkulierbar ist.“ Seine Mannschaft wisse um ihre Stärken und den ausgeglichen besetzten Kader. „Wir haben zum ersten Mal die Situation, dass wir mehr oder weniger fast alle Positionen doppelt besetzen können, ohne einen Qualitätsverlust hinnehmen zu müssen“, stellt Lorenzet fest.
Diese neue Stärke des Leichlinger TV soll am Samstagabend (19.30 Uhr, Smidt-Forum) als erster Gegner die HSG Varel/Friesland erleben. Die Gäste schlossen die vergangene Spielzeit auf Rang zwölf ab, sind aber in diesem Jahr sicherlich stärker einzuschätzen. Vor allem die Rückkehr von Top-Torjäger Lukas Kalafut, der aufgrund einer Verletzung lange Zeit ausfiel, macht der HSG Mut.
„Unser Ziel ist es dennoch, den Auftakt vor heimischer Kulisse erfolgreich zu gestalten. Wenn wir zu 100 Prozent bei der Sache sind und uns nur auf die Meisterschaft konzentrieren, bin ich da sehr optimistisch“, erklärt Leichlingens Trainer, der am Samstagabend wohl mit seiner kompletten Besetzung antreten kann.

Quelle: Ksta online



 

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