Presseberichte zum 29:27 (17:14) gegen die HSG Varel-Friesland

Felix Janssen war noch ein Aktivposten
Felix Janssen war noch ein Aktivposten

Leichlingen siegt und schimpft

Es war ein hartes Stück Arbeit, dass die Spieler des Leichlinger TV am Samstagabend im Smidt-Forum absolvieren mussten, ehe zum Saisonauftakt gegen die HSG Varel-Friesland am Ende ein 29:27 (17:14)-Sieg gefeiert werden konnte. Obwohl: Gefeiert hat LTV-Coach Frank Lorenzet sicherlich weniger, auch wenn letztlich die zwei Punkte auf dem Konto der Pirates blieben. Dafür hatten seine Jungs weniger souverän gewirkt, als es noch in einigen Vorbereitungspartien der Fall gewesen war. „Vorbereitung und Liga-Spiele sind zwei verschiedene Paar Schuhe“ – Lorenzet hatte bereits vor der Partie darauf hingewiesen, dass im Meisterschaftsbetrieb ein anderer Wind wehen würde. Und er behielt recht. Die Gäste zeigten sich von Beginn an unbeeindruckt vom Auftritt des LTV und konnten sich Mitte der ersten Hälfte auf 11:8 absetzen. Vor allem Varels Torjäger Lukas Kalafut setzte sich immer wieder gegen die Abwehr der Pirates durch. Danach folgte jedoch die wohl stärkste Phase der Gastgeber, die ihre Überzahlsituationen nach zwei aufeinanderfolgenden Zeitstrafen gegen die HSG konsequent ausnutzten und mit sieben Treffern in Folge selbst mit 15:11 in Führung gingen. Bis zur Pause hielt die Lorenzet-Truppe Varel mit drei Toren auf Abstand. Nach dem Wechsel sahen die knapp 250 Zuschauer weiterhin eine spannende Partie, in der die Gäste den Vorsprung der Pirates zunächst egalisierten, dann aber erneut Leichlingen den Vortritt überlassen mussten. Der LTV verteidigte seine Führung letztlich bis zum Ende und konnte damit einen erfolgreichen Start in die Saison vermelden. „Die Phase in der ersten Hälfte mit unseren sieben Toren hintereinander und der Zeitraum nach der Pause, als wir uns von 21:21 auf 27:22 absetzen konnten, waren sicherlich Momente, mit denen ich zufrieden war. Mit dem Rest jedoch nicht, weil wir in den anderen Phasen nie zu unserem Spiel und zu unserer Einstellung gefunden haben“, fasste Frank Lorenzet zusammen, und konnte sich einen Kommentar zu den vermeintlichen Lobeshymnen der Konkurrenz nicht verkneifen: „Was ich da überall über uns lesen und hören muss, ist absoluter Blödsinn. Wir wären unschlagbar, würden einen Durchmarsch machen, hätten einen Riesen-Etat, und ähnlichen Schwachsinn.“ Damit wollten Klubs, die finanziell ganz andere Möglichkeiten hätten, von sich ablenken. „Man muss sich beispielsweise nur vor Augen halten, dass es in dieser Liga Teams gibt, die ihre Heimspiele vor 1200 bis 1500 Zuschauern bestreiten. Was da allein an Geld reinkommt, das wir bei unseren Zuschauerzahlen – siehe Samstagabend – nicht haben“, sagte Leichlingens Trainer. „Dass wir nicht die Übermannschaft sind, dürfte am Samstagabend wohl jeder gesehen haben“, so Lorenzet. Oftmals zu fehlerhaft im Abschluss, nicht aufmerksam in der Abwehr – gegen Varel reichte es dennoch zum Sieg. Keeper Stefan Nippes war einer der wenigen echten Aktivposten im Team und verhinderte mit etlichen starken Paraden einen unerfreulichen Einstieg in die neue Spielzeit.

Leichlinger TV: Nippes, Aumann; Reinarz (8/3), Menzlaff (6), Giela (4), Janssen (4), Kreckler (3), Loschinski (2), Jansen (1), Aschenbroich (1), Pallach, Lajnef, Munkel.

Quelle: Ksta online
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Mühsamer Auftakt

Mit den zwei Punkten zum Saisonstart war LTV-Trainer Frank Lorenzet zufrieden. Das war aber auch schon alles. Ansonsten zeigte sich der Coach trotz des 29:27 (17:14)-Erfolgs gegen die HSG Varel/Friesland von seinen Pirates sehr enttäuscht: "Wieder einmal zeigt sich, dass nach einer sehr guten Vorbereitung nicht automatisch in der Meisterschaft direkt alles funktioniert."
Vor 250 Zuschauern in der Sporthalle am Hammer, die seit dieser Saison Smidt-Forum heißt, missfiel ihm vor allem die Phase, als seine Mannschaft eine 4:2-Führung verspielte und plötzlich mit 8:11 in Rückstand lag. Lorenzet sah viel Krampf bei seinen Spielern, die zudem nie richtig ins Spiel fanden. Dass der LTV dennoch eine Führungeine mit in die Kabine nehmen konnte, lag an zwei Spielminuten, in denen die Gäste in doppelter Unzahl agieren mussten. Lorenzet ließ offen Decken, seine Spieler eroberten sich mehrfach den Ball und erzielten fünf Tore in Folge zum 15:11. Auch nach dem Seitenwechsel besserte sich das Spiel der Hausherren kaum. Varel glich zum 21:21 aus, kassierte allerdings dann in der 40. Munte eine Rote Karte für Vaidas Dilkas, die das Team sehr schwächte. Leichlingen zog auf 27:22 (53.) davon und brachte den Vorsprung über die Zeit. "Ich bin das Gerede leid, dass wir haushoher Favorit auf den Titel und quasi unschlagbar sind. Heute hat man gesehen, wie schwer es in dieser Liga ist", so Lorenzet. 
LTV: Nippes, Aumann (bei zwei 7m); Reinarz (8/3), Menzlaff (6), Janssen (4), Giela (4), Kreckler (3), Loschinski (2), Aschenbroich (1), Jansen (1), Born, Munkel, Pallach.

Quelle: Westdeutsche Zeitung Burscheid
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