Presseberichte zum 24:26 (10:12) beim Tus Wermelskirchen

LTV vergibt alle vier Siebenmeter

Während die Spieler des TuS Wermelskirchen am Sonntagabend mit ihren Fans jubelten, herrschte beim Leichlinger TV Frustration pur. Sie hatten das Derby in Wermelskirchen mit 24:26 (10:12) verloren. In der von Beginn an spannenden Begegnung konnten sich die Gastgeber nach 14 Minuten auf 7:4 absetzen, dies sollte aber für lange Zeit der höchste Vorsprung sein, den sich ein Team erspielen konnte. Besser gesagt: Den sich Wermelskirchen erspielen konnte. Die Leichlinger konnten erst beim Stand von 23:22 (57.) erstmals in Führung gehen. Die Spieler von Frank Lorenzet standen sich selbst im Wege. Vier Siebenmeter bekamen die Pirates zugesprochen, verwandeln konnten sie  keinen. Trotzdem blieb der LTV dran und hatte nach seiner ersten Führung und dem folgenden Ausgleich der Gastgeber erneut per Siebenmeter die Chance, wieder nach vorne zu kommen. Doch Jens Reinarz patzte zum dritten Mal. Wermelskirchens Dirk van Walsem machte es anschließend zweimal besser und sorgte für die 25:23-Führung seines Teams, die noch auf 26:23 ausgebaut werden konnte, ehe Arthur Giela zum Endstand traf. Am Ende kam der TuS auf sieben Tore aus Siebenmetern, beim LTV stand die Null – ein gravierender Unterschied zwischen den beiden Teams. Außerordentlich sauer zeigte sich Coach Frank Lorenzet jedoch über die Unparteiischen. „Das war katastrophal, von der ersten bis zur letzten Minute. Ich weiß nicht, was wir verbrochen haben. Dieses Duo hat uns letztes Jahr schon in Lemgo krass benachteiligt. Und das muss ich hier mal in aller Deutlichkeit sagen, denn sonst ändert sich wohl nie was“, war Lorenzet erbost. Ein weiterer Grund für die vermeidbare Pleite beim Nachbarn sei, so Leichlingens Trainer, die schlechte Vorbereitung gewesen.. „Wir haben ständig aufgrund von Erkrankungen oder Verletzungen nur mit sieben Leuten trainieren können. Das Ergebnis hat man heute sehen können. Es kam eben vieles zusammen“, stellte der Pirates-Chef frustriert fest.

Leichlinger TV: Nippes, Aumann; Menzlaff (7), Giela (4), Reinarz (4), Janssen (3), Jansen (2), Loschinski (1), Pallach (1), Born (1), Kreckler (1).

Quelle: Ksta online
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Derbysieg und weisse Weste

Die Kulisse stimmte, die Dramaturgie auch – und aus Wermelskirchener Sicht zudem das Ergebnis: Nach kampfbetonten und sehr abwechslungsreichen 60 Minuten setzten sich die Drittliga-Handballer des TuS Wermelskirchen vor gut 600 Zuschauern in der Schwanenhalle gegen den Leichlinger TV mit 26:24 (12:10) durch und freuten sich nicht nur über den Derbysieg, sondern auch über die Verteidigung der Tabellenspitze.
Es waren Kleinigkeiten, die letztlich ausschlaggebend waren, warum das Pendel zugunsten der Gastgeber ausschlug. "Es waren einige Knackpunkte im Spiel", meinte Leichlingens Co-Trainer Jens Buss. "Wir führen 23:22 und vertändeln den Ball, dann bekommen wir den Ausgleich durch eine Aktion, die wir vorher haarklein analysiert hatten", so Buss, der damit das 23:23 durch Thomas Küster vier Minuten vor dem Schlusspfiff meinte.
Zu diesem Zeitpunkt drohte die Partie zu kippen. Wermelskirchen hatte zwar immer die Nase vorne und führte nach 50 Minuten mit 20:17, doch Leichlingen nutzte eiskalt leichte Fehler der Gastgeber, um innerhalb von zwei Minuten auszugleichen und durch Reinarz viereinhalb Minuten vor dem Abpfiff erstmals in Führung zu gehen. "Da hatte ich kurz Angst, dass uns das Ding noch aus dem Ruder läuft", gestand TuS-Kapitän Frank Berblinger nach der Partie.
Doch es waren auch noch andere Gründe, warum der TuS am Ende jubelte. Beispielsweise kompensierte das Team den kurzfristigen Ausfall von Linkshänder Lukas Tebbe besser als Leichlingen das Fehlen von Matthias Aschenbroich und Bastian Munkel. Hinzu kam die Quote vom Siebenmeterpunkt: Während die Gäste bei allen vier Versuchen an Wermelskirchens Keeper Almantas Savonis scheiterten (einmal Felix Janssen, dreimal Jens Peter Reinarz) hatten die Gastgeber wenigstens eine nervenstarke Alternative in ihren Reihen. Nachdem Berblinger zwei Versuche ausgelassen hatte (einmal hielt Stefan Nippes, einmal stand der Pfosten im Weg), trat bei den folgenden vier Versuchen Dirk van Walsem an und verwandelte jedes Mal eiskalt – so auch zum 24:23 (58.) und 48 Sekunden vor dem Spielende zum 25:23.
Doch erst als Berblinger fünf Sekunden vor dem Schlusspfiff den Ball von Rechtsaußen zum 26:24 in den Winkel des Leichlinger Tores hämmerte, war klar, dass dieses Mal der TuS den Platz als Sieger verlassen würde.
"Wir spielen zwar nicht besser als im vorigen Jahr, machen aber in den entscheidenden Phasen kaum Fehler. Vielleicht erzwingen wir so unser Glück", lautete ein Erklärungsversuch Berblingers, warum seine Mannschaft derzeit auf der Erfolgswelle surft.

TuS – Leichlingen 26:24

TuS Wermelskirchen: Savonis, Conzen (n. e.) – Schwolow (7), Berblinger (6/3), Küster (4), van Walsem (4/4), Renninger (2), Gelbke (2), J. Sonnenberg (1), Wagner; M. Sonnenberg, Hepp (beide n. e.). Leichlinger TV: Nippes, Aumann (bei einem Siebenmeter) – Menzlaff (7), Janssen (4), Reinarz (4), Giela (3), Pallach (2), Loschinski (1), Born (1), Kreckler (1), Jansen (1); Lajnef, Rechlin (beide n. e.).

Quelle: Bergische Morgenpost online
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