Presseberichte zum 31:29 (12:16) beim VfL Eintracht Hagen

LTV feiert Sieg zum Vergessen

Es sind aus Sicht von Trainer Frank Lorenzet genau zwei Dinge, die vom Auswärtsspiel seiner Mannschaft bei Eintracht Hagen nachhaltig in Erinnerung bleiben mögen – und zwar die beiden Zähler, die sich die Handballer des Leichlinger TV sicherten. Bevor über den Rest des 31:29-(12:16)-Erfolges des Drittligisten womöglich alsbald der Mantel des Schweigens gehüllt wird, merkte der Coach aber an: "Im Fußball würde man von einem schmutzigen Sieg sprechen. Das trifft es. Es war viel Krampf."
So war im ersten Abschnitt keine Spur von der Mannschaft, die sich zuletzt viermal in Folge erfolgreich und gefestigt präsentiert hatte. Ein Grund dafür waren mehrere Ausfälle (Matthias Aschenbroich, Achim Jansen, Bastian Munkel, Ousse Lajnef). Vor allem das Fehlen von Aschenbroich (Grippe) fiel ins Gewicht. Nachdem sich dort Christian Born, Artur Giela und Tim Menzlaff recht erfolglos versucht hatten, kehrte erst mit der Versetzung von Linksaußen Jens Reinarz Gefahr auf der rechten Rückraumseite ein. Ein weiterer Grund dafür, dass Lorenzet wenig Freude am Auftritt seiner Mannschaft hatte, war "die katastrophale Einstellung: Wir hatten kein Zweikampfverhalten, haben Unmengen Fehler gemacht und Großchancen ausgelassen. Hätte Stefan Nippes nicht zwei Siebenmeter gehalten, wären wir wohl nicht mehr zurückgekommen."
Als der Kampfgeist des LTV nach der Pause erwachte, schmolz sein zeitweise auf fünf Tore angewachsener Rückstand. Knapp eine Viertelstunde vor Ende waren die Leichlinger bis auf einen Treffer herangekommen, nutzten dann eine doppelte Überzahl, um an den Gastgebern vorbeizuziehen, und machten sich gegen Ende das Leben schwerer als nötig, als sie – mit 30:27 in Führung liegend – Chancen zu vorentscheidenden Treffern ausließen. Für Gewissheit sorgte Top-Torschütze Reinarz, als er 40 Sekunden vor Schluss seinen zwölften Treffer beisteuerte. Der sicherte den Sieg sowie kurzzeitig auch die Tabellenführung der Liga – die allerdings nur bis gestern Abend, bis zum Sieg Wermelskirchens gegen Edewecht Bestand hatte.

LTV: Nippes – Reinarz (12/4), Kreckler (7), Janssen (4), Born (3), Giela (3), Menzlaff (2), Loschinski, Pallach.

Quelle: Rheinische Post online
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Arbeitssieg für Pirates in Hagen

Beim VfL Eintracht Hagen feierte der Leichlinger TV am Freitagabend mit 31:29 (12:16) seinen siebten Saisonsieg. Allerdings musste die Mannschaft von Trainer Frank Lorenzet lange und hart für diesen Erfolg arbeiten. Vor 600 Zuschauern legten die Gastgeber nach einem 1:3-Rückstand eine sehr gute erste Halbzeit hin. 4:3 lautete die erste Führung, die über 13:8 bis auf 15:10 ausgebaut werden konnte. Auch nach dem Seitenwechsel blieb der LTV hintendran. Bis zur 47. Minute, als Hagen sich bei einer 26:25-Führung einen Fehlpass leistete. Der folgende Tempogegenstoß der Leichlinger wurde gleich durch zwei Fouls gestoppt. VfL-Haupttorschütze Maciej Dmytruszynski, dem Lorenzet in der zweiten Halbzeit eine Manndeckung verordnet hatte, und Patrick Lütgenau bekamen jeweils eine Zeitstrafe, der LTV erhielt einen Siebenmeter. Das war gleich vielfaches Pech für die Hagener. Für Dmytruszynski war es die dritte Zeitstrafe, er wurde zum Zuschauer, Jens Reinarz verwandelte den Strafwurf zum Ausgleich und aus der Überzahlphase gingen die Leichlinger mit einer 28:26-Führung heraus. In der hektischen Schlussphase, Hagen versuchte es mit einer freiwilligen Unterzahl in der Abwehr, um einen Spieler in der Spielhälfte der Leichlinger zu belassen, kam der Gastgeber noch einmal auf 29:30 (59.) heran. Zu mehr reichte es nicht. „Wir waren personell angeschlagen, Hagen hat gut gespielt, deshalb freuen wir uns über diese Erfolg besonders“, war Lorenzet erleichtert während Eintracht-Coach Khalid Khan sich dagegen von den Schiedsrichtern zumindest um einen Punkt betrogen fühlte.

Leichlinger TV: Nippes, Aumann (n. e.); Loschinski, Giela (3), Buss (n. e.), Janssen (4), Menzlaff (2), Lajnef (n. e.), Reinarz (12/4), Pallach, Born (3), Kreckler (7)

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid
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Doppelstrafe wirft VfL aus der Bahn

„Eine Halbzeit lang lang haben wir sie schon mal geärgert.“ Jörg Brodowski, Leiter der Handball-Management GmbH des Drittligisten VfL Eintracht Hagen, zog zur Pause eine positive Zwischenbilanz. Mit 16:12 führten die Grüngelben gegen den Aufstiegsaspiranten TV Leichlingen. Am Ende behielt die Truppe von Trainer Frank Lorenzet aber doch knapp mit 31:29 die Oberhand.
Vor 600 Zuschauern legten die Gastgeber eine starke erste Halbzeit hin. Nach einem 1:3-Rückstand zogen die Eintrachtler davon. Die erste Führung (4:3) erzielte der A-Jugendliche Rafael Dudczak, der am Kreis begann, weil Dorian Gollor anfangs für den noch Infekt geschwächten Jojo Clausing als Linksaußen begann. Später kam Clausing aber doch, genau wie die Rekonvaleszenten Ruwen Thoke und Patrick Lügenau. Nur Jan Wilhelm (Daumenverletzung) sah in Zivil zu.
Im Tor bekam Björn Minzlaff den Vorzug vor Marco Stange. Schließlich hat er lange mit den jetzigen Leichlingern Artur Giela und David Kreckler trainiert und kennt ihr Wurfverhalten. Seine Erfahrung setzte er in starke Paraden um und ermöglichte damit eine Fünftore-Führung (13:8, 15:10). Zur Pause waren die Fans beeindruckt. Bis zur 47. Minute behielt der VfL die Oberhand. Als dann gleichzeitig Patrick Lütgenau und Maciej Dmytruszynski - für ihn war es die dritte Zeitstrafe - „zwei Minuten“ bekamen, kippte die Partie. Mit dem fälligen Siebenmeter glich Leichlingens Jens Peter Reinarz erstmals wieder aus (27:27), bevor die Gäste bei „Sechs gegen Vier“ zwei weitere Tore nachlegten und später das 27:30 machten. Einmal kam der VfL noch auf 29:30 (59.) heran, bevor Reinarz für die Entscheidung sorgte.
Während Eintracht-Coach Khalid Khan seinem Ärger über die Referees, die sechs Zeitstrafen gegen Hagen und nur zwei gegen Leichlingen verhängten, Luft machte, tanzten die Gäste am Mittelkreis. „Wir hatten heute vier Spieler nicht dabei, bei Hagen fehlte nur einer“, begründete TV-Coach Lorenzet, warum die Freude über den Sieg richtig groß war. „Außerdem hat Hagen ordentlich gespielt."
VfL Eintracht: Minzlaff, Stange (47.-56.); Jung (5), Lütgenau (1), Gollor (3), Rosian (3), Maystrenko (1), Dudczak (1), Wulf, Clausing (5/1), Thoke, Kraus (6), Dmytruszynski (4). - Haupttorschützen TV Leichlingen: Reinarz (12/4), Kreckler (7), Felix Janssen (4), Giela (3), Born (3).

Quelle: WAZ online
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