Presseberichte zum 31:27 (18:13) gegen den VfL Edewecht

Leichlinger TV setzt Spezialbohrer an

Nachdem die Punkte verteilt und der Sieger gekürt worden waren, erreichte noch eine Kunde das Smidt-Forum, die ein unverträglich großes Maß an Selbstzufriedenheit verhindern dürfte. Es war die Nachricht vom 39:24-Erfolg des TuS Wermelskirchen in Hagen, die der Co-Trainer des Leichlinger TV, Jens Buss, so kommentierte: "Das zeigt, dass wir auch weiterhin an unsere Leistungsgrenze gehen müssen, um oben dran zu bleiben." Dies war eine Schlussfolgerung der Handballer nach ihrem 31:27-(18:13)-Erfolg über den VfL Edewecht. Eine andere lautete: "In dieser Form sind wir nur schwer zu schlagen" (Buss). Das war womöglich sogar noch ein kleinwenig untertrieben. Denn im besten Spiel, das in der Halle Am Hammer in dieser Saison bislang dargeboten wurde, unterstrichen die Leichlinger eindrucksvoll, warum sie mitunter für das beste Drittligateam der Republik gehalten werden. "Gefühlt haben wir uns über die gesamten 60 Minuten reingehauen", resümierte Christian Born. Und permanentes Engagement war auch dringend nötig. Denn Edewecht entpuppte sich rasch als das erwartet dicke Brett. Allerdings hatten die Hausherren diesmal von Beginn an ihren Spezialbohrer zur Hand: Dank vorbildlichem Willen paarten sich bei ihnen Kampf und spielerische Klasse zu einer bemerkenswerten Leistung. Bis Minute 19 durfte Edewecht auf ein bis zwei Punkte hoffen. Dann gelang LTV-Torwart Stefan Nippes nach Kempa-Trick der Gäste eine fast unmögliche Parade, in deren Folge sein Team davonzog. Hinten "haben wir heiß und intensiv gedeckt" (Born), vorne wurde – mal mit Gewalt, mal mit Finesse – das entscheidende Polster auf den VfL herausgeworfen. Nur ein Hänger Anfang der zweiten Hälfte, als die Gastgeber vier Minuten ohne eigenes Tor blieben, verhinderte einen deutlicheren Sieg. So gut spielten die Leichlinger, dass sie am Ende sogar ein klein wenig bedauerten, dass Edewechts Bester, Jörn Woltering, verletzungsbedingt nicht mit von der Partie war. "Auch dann hätten wir sie geschlagen, ganz einfach, weil unsere Einstellung stimmte", bemerkte Kapitän Born. In seiner Mannschaft machte sich die Absenz von Matthias Aschenbroich (er fällt auf unbestimmte Zeit aus; laut Buss ist von seiner Erkrankung auch der Herzmuskel betroffen) kaum bemerkbar. David Krecklers Leistung fügte sich blendend ein in die Vorstellung des Kollektivs ein. Für Leichlingen waren die überzeugende Vorstellung und der Erfolg eine gelungene Einstimmung auf die nächsten Spiele gegen Wilhelmshaven und Dormagen. Die Gegner könnten Borns Fazit nach der Edewecht-Partie als eine Art Drohung auffassen: "Es macht jetzt richtig Spaß mit unserer Truppe."

Leichlinger TV Nippes, Aumann (bei einem Siebenmeter) – Reinarz (7/4), Jansen (7), Menzlaff (4), Kreckler (4), Giela (4), Born (3), Janssen (1), Pallach (1).

VfL Edewecht Bröckerhoff, Gasiorowski – S. Köhler (7/1), Heisig (5/2), Delinac (3), Blums (3/1), Weihrauch (2/1), J. Köhler (2), Redeker (2), de Raad (2/1), Lemke (1), Bitter.

Strafzeiten LTV: 4; VfL: 7

Quelle: Rheinische Post online
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Die Pirates überzeugen

Nach wie vor ziehen an der Tabellenspitze der 3. Handball-Liga West zwei benachbarte Vereine ihre Kreise: Spitzenreiter TuS Wermelskirchen und Verfolger Leichlinger TV. Beide Teams mussten schon am Freitagabend ran und erledigten ihre Aufgabe souverän. Die größere Herausforderung hatte dabei sicherlich der LTV zu bewältigen, der den Liga-Vierten VfL Edewecht empfing und nach 60 starken Minuten mit 31:27 (18:13) bezwang.
Vor 350 Fans im Smidt-Forum konnte sich zunächst keines der beiden Teams absetzen. Edewecht legte immer einen Treffer vor, die Pirates zogen nach und glichen aus. Dieses Spielchen ging bis zum 8:8 – dann brach der an diesem Abend sehr gut aufgelegte Achim Jansen den Bann und erzielte in der 16. Minute mit seinem Treffer zum 9:8 die erste Führung des LTV. Edewecht konnte anschließend kein einziges Mal mehr einen Vorsprung erobern, die Pirates hatten die Kontrolle übernommen. In der 27. Minute markierte Tim Menzlaff beim 17:12 den ersten Vier-Tore-Vorsprung, zur Pause lagen fünf Treffer zwischen den beiden Teams. Leichlingen hatte bis dahin vor allem in der Abwehr eine ganz starke Leistung gezeigt.
Nach dem Wechsel legten die Pirates blendend los, trafen bis zur 36. Minute viermal in Folge und eroberten sich mit dieser Serie einen 23:15-Vorsprung. Die Entscheidung sollte dies aber noch nicht bedeuten, denn Edewecht konterte mit einer Vierer-Serie. So stand es nur noch 23:19. Der nächste Zwischenspurt des LTV folgte aber auf dem Fuß: Beim 28:21 hatte die Mannschaft von Frank Lorenzet in der 48. Minute endgültig den Sieg gesichert. Insgesamt war diese Vorstellung der Pirates wieder ein Beleg für die im Team vorherrschende Ausgeglichenheit. Und das ohne Matthias Aschenbroichs zahlreiche Treffer. Neben Felix Janssen, der mit nur einem Tor deutlich hinter seinen sonstigen Werten zurückblieb, verfügt Trainer Lorenzet immer noch über eine Vielzahl an torgefährlichen Akteuren, die allesamt für mindestens fünf Treffer in einer Partie gut sein können. Am Freitagabend kam Arthur Giela erst nach dem Wechsel ins Spiel, traf aber noch vierfach – ein Beispiel für die Variabilität des LTV. „Ich bin mit dem Auftritt der Mannschaft über weite Strecken sehr zufrieden. Wir haben ab der 15. Minute noch etwas draufgelegt und das Spiel dominiert. Edewecht war der erwartet starke Gegner, doch diesen hatten wir klar im Griff“, sagte Frank Lorenzet.

Leichlinger TV: Nippes, Aumann; Jansen (7), Reinarz (7/4), Giela (4), Kreckler (4), Menzlaff (4), Born (3), Pallach (1), Janssen (1), Loschinski.

Quelle: Ksta online
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Leichlingen wie aus einem Guss

Eine Niederlage gegen den VfL Edewecht hielt Trainer Frank Lorenzet durchaus für möglich – schließlich hatte der Verfolger ausgesprochen gute Ergebnisse erzielt, unter anderem dem ebenfalls gestern Abend souverän siegreichen Tabellenführer Tus Wermelskirchen einige Mühe bereitet. Doch die 350 Zuschauer sahen eine Klasse-Leistung des Leichlinger TV, der dank einer ausgesprochen konzentrierten, zielorientierten und taktisch einwandfreien Vorstellung den zweiten Platz festigte. 31:27 hieß es nach einer sehr kurzweiligen Partie, in der die Gäste zunächst sogar leichte Vorteile besaßen. Die erste Führung schaffte der treffsichere Rechtsaußen Achim Jansen nach exakt einer Viertelstunde – es war der Auftakt zu einer nahezu perfekten Darbietung mit entschlossener Abwehrarbeit, schönen Torhüterparaden, prima Gegenstößen und wunderbar herausgespielten Toren im gebundenen Angriff. Leichlingen machte kaum Fehler, nutzte diverse Abstimmungsfehler der ohne Not von Trainer Arek Blacha durch-einandergewirbelten Gäste, die zudem zwei nur mäßige Torhüter aufgeboten hatten. Lorenzet wechselte nur wenig. Arthur Giela fügte sich aber ab der 40. Minute mit vier Treffern ordentlich ein – zu diesem Zeitpunkt war das Spiel der sicher um mehr als vier Tore besseren Leichlinger bereits entschieden, die in dieser Verfassung ein heißer Meisterschafts-Tipp sind, während Edewecht aus dem Rennen zu sein scheint. Kurios: Bei den Gästen traten fünf Schützen zur Ausführung von Strafwürfen an. Alle sechs Versuche saßen.

Quelle: Solinger Tageblatt
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