Vorberichte: Wilhelmshavener TV - Leichlinger TV

LTV setzt Reifeprozess in Wilhelmshaven fort

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Diese abgedroschene Floskel hätte bis vor einer Woche noch als Bilanz des Leichlinger TV herhalten können. "Wir hatten ja nur drei Minuspunkte. Aber so richtig anmerken konnte man es der Stimmung nicht, dass es so gut läuft." Als Kapitän Christian Born das sagte, waren seine Worte eigentlich bereits Makulatur. Denn da hatte seine Mannschaft gerade eine überzeugende Leistung gegen einen starken Gegner abgeliefert und mit 31:27 gegen Edewecht gesiegt.
Die Beteiligten durften viel Lob einsammeln nach dem Vortrag, der vielen Zuschauern als eine Art Schablone für künftige Auftritte in der Dritten Liga dienen dürfte. Für einen Betrachter gilt das allerdings nicht: Frank Lorenzet empfand die Leistung der Seinen nicht als ganz edlen Tropfen und goss Wasser in den Wein. Und zwar im Mischungsverhältnis 1:1. "Nur die Viertelstunde vor und nach der Pause war so, wie ich mir das vorstelle", führte der LTV-Trainer aus. "Mein Team muss erst noch lernen, konstant auf hohem Niveau zu spielen. Das ist eine ganz große Baustelle." Entsprechend dürfte die Trainingswoche nicht ausschließlich aus Schulterklopfen und dem Absingen von Lobeshymnen bestanden haben. Zwar nährt die Edewecht-Partie die Hoffnung bei Beteiligten, dass die gezeigten Kräfte nun möglichst dauerhaft freigesetzt werden könnten. Der Reifeprozess des LTV zu einem Qualitätswein dauert aber noch an. "Wir müssen auch in Wilhelmshaven eine solche Leistung über einen längeren Zeitraum abliefern, sonst wird es richtig schwierig", merkt Lorenzet an. Der Handballverein vom Jadebusen, bei dem die Leichlinger Samstagabend (19.30 Uhr) anzutreten haben, gilt seit seinem Abstieg aus der Zweiten Liga im vorigen Jahr als großer Anwärter auf Rang eins in der Endabrechnung. Im ersten Jahr der Drittklassigkeit blieb die erfahrene Truppe indes auf Rang sechs stecken. In dieser Saison hat sich der WHV nach durchwachsenem Start berappelt und mit zuletzt 9:1 Punkten Kontakt zur Spitzengruppe geknüpft. Seine beiden bisherigen Spitzenspiele hat Wilhelmshaven mit jeweils einem Tor verloren. Ein gutes Omen aus LTV-Sicht? Mitnichten, sagt Lorenzet, der immer noch seine Karaffe mit dem Wasser zur Hand hat: "Sie haben zum Start gegen Wermelskirchen verloren – der erste Spieltag hat nun mal besondere Vorzeichen. Und gegen Edewecht verlieren sie in letzter Sekunde durch einen Siebenmeter." Der Leichlinger Trainer prognostiziert, dass Samstag Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden werden, und fordert Wachsamkeit seiner Schützlinge ein: "Denn die Luft da oben ist dünn" – gemeint ist die Tabelle, nicht das flache Norddeutschland. Die Schlagzeilen, die der TuS Wermelskirchen zuletzt produziert hat (Rücktritts-Ankündigung von Trainer Lars Hepp, Verzicht auf einen möglichen Aufstieg, eventueller Rückzug in die Oberliga) nimmt Lorenzet zwar zur Kenntnis, sieht in dem Zusammenhang aber keine Auswirkungen für den LTV. Es bleibe abzuwarten, wie sich die Lage beim Nachbarn in einigen Monaten darstelle. In den eigenen Reihen ändere sich nichts. Beim LTV gelte: "Wenn wir Erster werden, werden wir uns ernsthaft mit dem Gedanken Aufstieg befassen und alle Register ziehen, um es möglich zu machen", erläuterte Lorenzet. "Denn meiner Meinung nach steht nur der Meister in der Verantwortung, aufzusteigen." Noch stehen 20 Spieltage aus, bis endgültig klar sein wird, wer sich diese Verantwortung aufhalst.

Quelle: Rheinische Post online
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Wochen der Wahrheit gehen für Pirates weiter


LTV-Trainer Frank Lorenzet hatte sie als die Wochen der Wahrheit für seine Mannschaft bezeichnet. Die erste Aufgabe der Wahrheitsfindung gegen den VfL Edewecht wurde mit Bravur gelöst, nun folgt mit dem Spiel beim Wilhelmshavener HV am Samstag (Anwurf 19.30 Uhr, Nordfrost Arena, Wilhelmshaven) der nächste ganz große Härtetest. Mit einem Sieg würde der Leichlinger TV, wie schon mit Edewecht, einen weiteren Konkurrenten um den Titelgewinn zumindest für längere Zeit aus dem Rennen werfen.
„Die haben die Zuschauer im Rücken, treten mit vielen erfahrenen Zweitligaspielern an und haben mit 9:1 Punkten nicht zuletzt einen tollen Lauf“, sieht Lorenzet allerdings viel Arbeit auf seine Spieler zukommen. Verzichten muss der Coach weiterhin auf den erkranken Matthias Aschenbroich und auf Bastian Munkel, der seine Comeback in der Leichlinger Verbandsligamannschaft feierte und sich dort direkt eine Sperre einhandelte.

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid
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