Presseberichte zum 21:26 (8:11) beim Wilhelmshavener HV

Schauergeschichten am Jadebusen

Zumindest die Bekleidung der Leichlinger stimmte: Ihre schwarzen Trikots, schwarzen Hosen und schwarzen Socken fügten sich gut in das Gesamtbild ein, das mit jeder Spielminute an Konturen gewann. Sie wohnten zwar beileibe nicht ihrem sportlichen Begräbnis bei. Aber zum Trauerspiel taugte der Auftritt des LTV beim Wilhelmshavener HV durchaus. "Das war eine ganz schlechte Leistung – davon kann sich kein Spieler ausnehmen", sagte Trainer Frank Lorenzet nach dem 21:26 (8:11) am Jadebusen.
Das Ende der sechs Siege umfassenden Serie seiner Handballer nahm rasch konkrete Züge an. Nach fünf Minuten führten die Gastgeber mit 5:2, kurz nach der Pause mit 14:10, entschieden war die Partie, als Wilhelmshaven knapp acht Minuten vor Ende zum 23:17 traf. Zwar kam der LTV mitunter auf ein bis zwei Tore heran. Für aufkeimenden Optimismus habe dies aber nicht gesorgt. "Ich hatte die gesamte Zeit über ein schlechtes Gefühl. Der Gegner und die Halle haben gebrannt, und wir sind hinterhergelaufen", schilderte Leichlinger Coach seine Eindrücke, als um ihn herum knapp 2000 Zuschauer in der Nordfrost-Arena den WHV antrieben, während sein Team einen eher unterkühlten Auftritt bot. Bescheinigte das LTV-Zeugnis der Abwehr noch eine befriedigende Leistung (Lorenzet: "26 Gegentreffer sind im grünen Bereich"), offenbarte die Offensive einen deutlichen Abfall gegenüber zuletzt gezeigten Auftritten.
"21 Tore – das ist eine Katastrophe für ein Team, das bislang 32 Mal pro Spiel getroffen hat", meinte Lorenzet, dessen LTV somit neben dem zweiten Tabellenrang der Dritten Liga auch den Nimbus der torgefährlichsten Mannschaft los ist. Noch weit nach Spielschluss hatte der Leichlinger Coach eine Vielzahl von Misserfolg-Mosaiksteinchen vor Augen, die sich in der Summe zur zweiten Saisonpleite zusammenfügten. Exemplarisch für das Scheitern standen hinterher eine miserable Ausbeute in Überzahl oder die null Feldtore, die Jens Reinarz, Tim Menzlaff und André Loschinski beisteuerten. Der genesene Matthias Aschenbroich kam während seines rund 30-minütigen Einsatzes auf ein Tor. Aber auch für alle weiteren Akteure hatte der Coach hinterher mindestens eine mittelgroße Schauergeschichte parat. Auch für den mit Abstand besten Torschützen David Kreckler. Lorenzets Fazit: "Im Angriff haben wir versagt – das muss in der Deutlichkeit gesagt werden."
LTV: Nippes – Kreckler (7), Giela (4), Janssen (3), Jansen (2), Born (2), Reinarz (2/2), Aschenbroich (1), Menzlaff, Loschinski, Pallach.

Quelle: Rheinische Post online
--------------------------------------------------
Ernüchterung bei den Pirates

Die Atmosphäre stimmte: 1950 Zuschauer wollten das Gastspiel der Drittliga-Handballer des Leichlinger TV am Samstagabend beim Wilhelmshavener HV sehen. Die Gedanken an die große Kulisse waren jedoch das einzig Positive, was die Blütenstädter vom Spitzenspiel im Norden mit nach Hause nehmen konnten. Sie verloren mit 21:26 (8:11), und Co-Trainer Jens Buss fasste zusammen: „Der Sieg für Wilhelmshaven war hochverdient, der Gegner war uns taktisch und in der Schnelligkeit überlegen.“
Die Gastgeber legten den besseren Start hin, sie profitierten bereits früh von den Paraden ihres starken Torhüters, der etliche Riesenchancen der Leichlinger vereitelte. Selbst in Überzahl gelang es den Pirates mehrfach nicht, erfolgreich abzuschließen. Im Gegenteil: Die Norddeutschen trafen sogar mit einem Mann weniger auf dem Feld.  In der Abwehr agierte Wilhelmshaven konzentriert und kompromisslos. Leichlingens Top-Torjäger Jens Reinarz (kein Feldtor) blieb wie seine Rückraum-Kollegen Tim Menzlaff (kein Tor) und Matthias Aschenbroich (ein Treffer) wirkungslos.
„In der ersten Hälfte haben wir sechs oder sieben hundertprozentige Bälle weggeworfen“, sagte Buss. Da aber die Pirates-Abwehr ordentlich agierte und Keeper Stefan Nippes starke Paraden zeigte, blieben die Gastgeber bis zur Pause bei elf Treffern. Das reichte für die Führung, da Leichlingen in den ersten 30 Minuten auf magere acht Tore kam – ein Negativrekord für die Gäste in dieser Spielzeit.
Nach der Pause schienen die Blütenstädter zunächst besser in die Partie zu finden, ehe ein erneuter Gegentreffer in Überzahl für Ernüchterung sorgte.  Drei Tore der Gastgeber in Folge zum 15:10 ließen die Nordfrostarena beben. Dann wurde das Spiel hitziger, die Pirates kamen noch einmal heran (17:15). Doch Wilhelmshaven fing sich, erhöhte seinen Vorsprung  auf 24:19 und sicherte den letztlich deutlichen Heimsieg. „Mit einem »Befriedigend« in der Abwehr und einem »Ungenügend« im Angriff kann man in Wilhelmshaven nicht gewinnen. Wir haben zu viele Chancen nicht genutzt, häufig einfache Fehler gemacht“, sagte LTV-Trainer Frank Lorenzet. „Und der Gegner hat sicherlich seine beste Saisonleistung gegen uns abgerufen.“
LTV: Nippes, Aumann – Kreckler (7), Giela (4), Janssen (3), Jansen (2), Born (2), Reinarz (2/2),  Aschenbroich (1), Menzlaff, Loschinski, Lajnef, Pallach.

Quelle: Ksta online
---------------------------------
Pirates verlieren Topspiel in Wilhelmshaven


Eine verdiente 21:26 (8:11)-Auswärtsniederlage gab es für den Leichlinger TV beim Wilhelmshavener HV. Vor fast 2000 Zuschauern in der Nordfrost Arena scheiterte der LTV dank einer unterirdischen Angriffsleistung. Wilhelmshaven hatte sich gut auf die Leichlinger eingestellt, der Plan mit einem offensiven Spieler auf der Abwehrmitte das Tempo aus dem Leichlinger Angriffsspiel zu nehmen, ging auf. Der Rückraum mit Matthias Aschenbroich und Tim Menzlaff kam so nicht zum Zug. Zur Pause hatte der LTV dürftige acht Treffer erzielt. Einem guten Torhüter Stefan Nippes war es zu verdanken, dass der Rückstand zu diesem Zeitpunkt nicht deutlicher war.
Auch nach der Pause schaffte es der LTV nur selten, den Ball im gegnerischen Kasten unterzubringen. Selbst in Überzahl scheiterte man meist am starken Christoph Dannigkeit im Tor des WHV. Der Gastgeber zog auf 15:10 (35.) davon und geriet nur noch einmal in Gefahr, als Aschenbroich mit seinem einzigen Tor auf 18:16 (46.) verkürzte. Kurze Zeit später war aber beim 23:17 (52.) die Vorentscheidung gefallen und die zweite Saisonniederlage des LTV besiegelt.
"Mit nur 21 Toren kannst du im modernen Handball kaum gewinnen. Vor allem, wenn man wie wir von einer guten Angriffsleistung lebt", bemängelte später Pirates-Coach Frank Lorenzet die schwache Wurfausbeute.
LTV: Nippes; Kreckler (7), Giela (4), F. Janssen (3), Reinarz (2/2), Born (2), A. Jansen (2), Aschenbroich (1), Pallach, Menzlaff, Loschinski

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid
--------------------------------------------------

Zurück

Premium Partner

Business Partner