Presseberichte zum 40:26 (21:15) bei der TSG A/H Bielefeld

LTV darf sich in Bielefeld austoben

Spiel gewonnen, dazu eine überzeugende Leistung abgeliefert – es gab eigentlich nichts zu meckern für die Handballer des Leichlinger TV nach dem 40:26-(21:14)-Erfolg bei der TSG A-H Bielefeld. "Bei mir bleiben nach einem solchen Auftritt natürlich Fragezeichen", verriet aber Frank Lorenzet, Trainer des Drittligisten, und erläuterte: "Wenn man sieht, wie wir Bielefeld heute aus der Halle schießen und dass wir vorige Woche in Gummersbach fast verloren hätten – dann gibt das Rätsel auf." Allerdings präsentierte seine Mannschaft gestern fast ausschließlich Lösungen.
Ausgeglichen verlief lediglich die Anfangsphase. Knapp eine Viertelstunde hielten die Bielefelder mit, dann bekamen die Leichlinger die Rückraumschützen der Gastgeber besser in den Griff und marschierten zielstrebig in Richtung ihres zehnten Saisonsieges. Hatten sie bis zur Pause bereits ein Sechs-Tore-Polster zwischen sich und die Gastgeber gebracht, arbeiteten sie nach dem Seitenwechsel eine ihrer Schwächen ab: Anstatt dem Gegner durch allzu passives Verwalten die Tür zurück in die Partie offenzuhalten, behielten sie diesmal die Herrschaft über das Geschehen. So konstant, wie die Spielzeit auf der Uhr ablief, so konstant vergrößerte sich der Vorsprung des LTV, der durch den finalen Treffer von Achim Jansen zum zweiten Mal in dieser Spielzeit die 40-Tore-Schallmauer durchbrach.
Dass die Offensivleute sich unbeschwert austoben konnten, hatte aber auch viel mit Matthias Aumann zu tun. Nach 22 Minuten ersetzte er Stefan Nippes im Tor und fand prächtig in die Partie: Er entschärfte eine Großchance Bielefelds und einen Siebenmeter. Insgesamt sammelte Aumann in den knapp 40 Minuten, in denen er den Rückhalt des LTV bildete, 15 Paraden an. Ein lobender Lorenzet fasste zusammen: "Er hat überragend gehalten."
Mit dem Sieg sorgten die Leichlinger zudem für ein kleines Ausrufezeichen im Kampf um Rang eins. Die beiden souverän eingefahrenen Pluszähler beförderten sie zurück in Schlagdistanz zu Wermelskirchen, das in Gladbeck verlor. So durfte der Trainer trotz aller offenen Fragen festhalten: "Das war sicherlich ein guter Spieltag für uns."
LTV: Nippes, Aumann (ab 22.) – Reinarz (10/1), Born (5), Aschenbroich (5), Pallach (4), Janssen (4), Menzlaff (3), Jansen (3/2), Kreckler (3), Munkel (3), Giela.

Quelle: Rheinische Post online
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Groß und böse schlägt klein und giftig

Ganz ehrlich. Das war unfair. Der Vergleich zwischen der TSG A-H Bielefeld und dem Leichlinger TV war ungleich. Auf der einen Seite standen die kleinen, schmächtigen Gastgeber, auf der anderen Seite hatte ein großer Bus noch größere
und kräftigere Gäste aus dem Rheinland angekarrt. Hier passte der Begriff: David gegen Goliath. Das spiegelte am Ende auch das Ergebnis von 26:40 (15:21) wider.
"Heute waren wir nicht in der Lage, Leichlingen zu schlagen", sagte TSG-Coach Micky Reiners ein weiteres Mal konsterniert – nach der fünften Niederlage in Folge. Und doch hätte diese Begegnung und die Geschichte von den
Zwergen und den Riesen, die sich in der Seidensticker Halle zu einem sportlichen Wettkampf trafen, ganz anders laufen können. Die Hausherren spielten nämlich passable 23 Minuten mit und boten dem Favoriten bis zum 13:14 famos Paroli. Doch ein so genanntes Phantomtor, zwei weitere Entscheidungen gegen die TSG in der Folge und eine Zeitstrafe wegen Meckerns gegen Reiners brachen den Bielefeldern das Genick.Der Reihe nach: Beim 13:14 hämmerte Leichlingens Jens Peter Reinarz den Ball an den Innenpfosten – von da sprang dieser ins Seitenaus. Eigentlich hätte es Einwurf für die TSG geben müssen, doch die Unparteiischen entschieden auf Tor. Der Referee an der Grundlinie hatte den Ball an der hinteren Torstange gesehen. 13:15.Nach einem neuerlichen Pfiff gegen die TSG folgten ein Gegenstoßtreffer zum
13:16, eine Zeitstrafe sowie der Ballverlust, weil Coach Reiners reklamierte. Und schwupps waren die Leichlinger auf 13:20 (29.) enteilt. "Die zwei, drei Entscheidungen plus meine Strafe haben uns völlig aus dem Konzept gebracht",
ärgerte sich Reiners. Rückraumschütze Tobias Beining meinte gar, dass "ohne diese Phase viel mehr drin gewesen wäre".Im zweiten Spielabschnitt öffnete die TSG ihren Deckungsverband. Erst auf 5:1, später noch auf 4:2. Doch der LTV kam mit der Wucht einer Lawine über die Bielefelder. In der ersten und zweiten Phase hatte der Tabellendritte beinahe eine hundertprozentige Quote, sieht man mal von ein oder zwei Stockfehlern zu Spielbeginn ab. Gegen die Schnelle Mitte der Blütenstädter fand die TSG nie ein Mittel. Die großen, bösen Männer aus Leichlingen waren nach einem Gegentreffer verdammt schnell vor dem Gehäuse von Keeper Hendrik Peters. Mussten sie dann
doch mal ins Positionsspiel, setzten sie die TSG-Verteidigung mit Doppelpässen oder energisch vorgetragenen Einzelaktionen außer Kraft."Am Ende hat der Kopf nicht mehr mitgespielt", meinte Reiners. Tobias Beining
verwies auch auf die Bank des Gegners: "Die waren uns in Quantität und Qualität einfach klar überlegen." Kreisläufer Matthias Geukes, der mit der nächsten schweren Verletzung ausschied (Verdacht auf Innenbandriss im Knie), wurde ob der dritten Saisonniederlage mit 14 Treffern Differenz gar poetisch: "Klein und giftig hat sich gegen groß und böse eben nicht durchsetzen können." In einem Punkt jedoch waren sich die meisten einig. Die Niederlage war zu hoch ausgefallen.

Quelle: nw-news.de
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Eine dicke Überraschung hatte der Spieltag in der dritten Handballbundesliga parat. Der souveräne Tabellenführer Tus Wermelskirchen musste eine Niederlage beim VfL Gladbeck einstecken. Der Leichlinger TV meisterte seine Aufgabe dagegen bei der TSG A/H Bielefeld souverän. Lediglich die ersten 15. Spielminuten passten Pirates-Trainer Frank Lorenzet beim letztlich souveränen 40:26 (21:16)-Erfolg  nicht: „Wir haben zunächst den Bielefelder Rückraum nicht in den Griff bekommen.“
Zu diesem Zeitpunkt behauptete der LTV lediglich eine knappe 8:7-Führung. Anschließend lief es deutlich besser. Matthias Aumann, der ab der 22. Minute zum Einsatz kam, hielt überragend und die Leichlinger Torfabrik, angeführt vom Ligahaupttoschützenkönig Jens Reinarz, schoss sich warm. Über 14:10 (21.) zogen die Leichlinger auf 20:13 (28.) weg und brachten die Partie ohne Mühe nach Hause.
LTV: Nippes, Aumann (ab 22.); Reinarz (10/1), Born (5), Aschenbroich (5), Janssen (4), Pallach (4), Menzlaff, Kreckler, Munkel, Jansen (alle 3), Giela

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid

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