Presseberichte zum 26:24 (12:11) gegen den OHV Aurich

LTV verteidigt Festung am Hammer

Mit einem "schmutzigen Sieg" (Frank Lorenzet) über den Ostfriesischen Handballverein (OHV) Aurich beenden Leichlingens Drittligahandballer die Hinrunde zu Hause ohne Punktverlust. In 14 Heimspielen 2012 gab es 13 Siege. Der OSC Rheinhausen wird sich deswegen bei keinem ansässigen Laden für Vereinsbedarf eine Erinnerungsplakette anfertigen lassen, nichtsdestotrotz darf sich der Handball-Drittligist aus dem Duisburger Westen rühmen, im März als einziger Gast im Kalenderjahr 2012 beim Leichlinger TV gewonnen zu haben. In den restlichen saisonübergreifend 13 Heimspielen siegte jeweils die Lorenzet-Truppe. Auch an diesem Wochenende, als sie einen hartnäckigen OHV Aurich beim 26:24 (12:11) förmlich niederringen musste.
Es war ein Hinrundenabschluss, der manchem Leichlinger Akteur körperliche Schmerzen bereitete. Kapitän "Kiki" Born musste kurzfristig mit Fieber und Magen-Darm-Problemen passen und verfolgte die Partie mit tief ins Gesicht gezogener Kappe von der Tribüne aus. Torhüter Stefan Nippes musste seine Nase mit einem Taschentuch-Propfen garnieren, weil beim Einwerfen ein Ball David Krecklers den Weg vom Pfosten in Nippes' Gesicht fand. Und für Kreisläufer Felix Janssen war nach zehn Minuten Schluss. Entgegen der ersten Befürchtung, sein Kiefer könnte gebrochen sein (Hallensprecher: "Ist ein Zahnarzt in der Halle?"), entpuppte sich seine Verletzung als "doch nicht so schlimm. Er hat sich nur einen Zahn abgebrochen", berichtete Trainer Frank Lorenzet auf Nachfrage. Dass seine Spieler nicht nur vor dem Spiel Schoko-Weihnachtsmänner an ein an diesem Abend sehr kritisches Publikum verteilen, sondern auch nach 60 spannenden Minuten mit formschönen Nikolausmützen durchs Smidt-Forum tollen durften, hatten sie der Qualität zu verdanken, fehlende spielerische Linie mit ausreichend Siegeswillen auszugleichen. Mit einem überhasteten Artur Giela auf Rückraum Mitte, einem Matthias Aschenbroich, der erst gegen Ende der Partie aufdrehte, und einem Jens Reinarz, der bei Angriffen zu oft außen vor blieb, machte sich Leichlingen das Leben schwer. Gegner Aurich mit Ex-Nationalspieler Jan-Henrik Behrends (machte ab 2003 16 Länderspiele) wusste seinerseits mit variablem Angriffsspiel zu gefallen und so die Partie lange offen zu halten. Am Ende habe man "zwei, drei technische Fehler zu viel gemacht", haderte OHV-Trainer Dusko Bilanovic, während Lorenzet nüchtern festhielt: "So schmutzige Siege muss man auch mal einfahren. Ich bin damit jedenfalls total zufrieden."

LTV: Nippes, Aumann (n.e.) – Reinarz (6/1), Aschenbroich (5), Menzlaff (4), Pallach (3), Jansen (3), Munkel (2), Giela (1), Janssen (1), Kreckler (1), Loschinski, Lajnef, Buss.

Quelle: Rheinische Post online
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Siebter Heimsieg mit Ach und Krach

Überzeugend ist anders – trotz einer sehr mäßigen Vorstellung setzte sich der Leichlinger TV 26:24 (12:11) gegen den OHV Aurich durch und überwintert vorbehaltlich eines Kantersieges des Wilhemshavener HV heute in Gummersbach auf dem zweiten Tabellenplatz. Leichlingens Kapitän Christian Born fehlte wegen einer Magen-Darm-Grippe – Artur Giela konnte ihn auch nicht annähernd ersetzen. Weil schon nach elf Minuten Felix Janssen einen Zahn verlor und nicht mehr weitermachen durfte, kam sogar Routinier Jens Buss in der Abwehr zum Einsatz.
Aurich hatte sich nach schwachem Start und zahlreichen Fehlwürfen besser auf den Gegner eingestellt, profitierte von diversen Unkonzentriertheiten des Gegners und führte plötzlich sogar 11:9 mit den Aktivposten Jan-Henrik Behrends, Jan Uwe Behrends und Kai Behrend. Immerhin besorgte Tim Menzlaff mit einem fulminanten Wurf aus der zweiten Reihe für das 12:11 aus Leichlinger Sicht. Nach seinem vierten Treffer zum 15:14 drehte der LTV kurzzeitig auf. Alles deutete nach Jens Reinarz' 21:16 (45.) auf eine klare Angelegenheit hin. Bastian Munkel hatte in dieser Phase starke Szenen.
Es kam anders, weil nach dem 22:18 durch den ansonsten wenig eingebundenen Achim Jansen nichts mehr lief. Der Rechtsaußen wurde wenig später schwer gefoult, der Siebenmeterpfiff blieb aus. Buss kassierte seine dritte Zeitstrafe. Aurich schaffte den Anschluss zum 22:21, ehe Matthias Aschenbroich in Unterzahl das 23:21 besorgte, Jansen sicher zum 24:22 vollstreckte und Maik Pallach vom Kreis per Abpraller den Sack zumachte.

Quelle: Solinger Tageblatt online
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