Vorberichte: Leichlinger TV - OSC Rheinhausen

LTV spielt gegen Erinnerung an

Nach guten Erinnerungen an Rheinhausen müssen sie beim Leichlinger TV ein wenig kramen. Das letzte Aufeinandertreffen beider Teams Anfang September endete nach der Schlusssirene mit einem erfolgreichen Freiwurf für den OSC zum 31:31. Fünf Monate zuvor stand der LTV ganz ohne Punkt da, nachdem es den Duisburgern als einziger Mannschaft gelungen war, einen Sieg aus der Halle Am Hammer zu entführen (36:35).
Revanche oder Wiedergutmachung finden sich aber keine Verwendung im Vokabular von Leichlingens Trainer Frank Lorenzet, bevor sich beide Teams heute im Smidt-Forum (20 Uhr) wieder begegnen. Er richtet den Blick auf Gegenwart und Zukunft. Vor dem ersten Heimspiel des Jahres blickt er allenfalls eine Woche zurück. In diesen Zeitraum fällt die Niederlage des LTV in Varel, die Lorenzet und seine Drittliga-Handballer Rang zwei in der Tabelle gekostet hat. "Die Luft ist dünn da oben", merkt der Coach an. Wer den Gipfel der Liga stürmen, also am Ende die Meisterschaft feiern will, "darf sich nicht mehr als sechs Minuspunkte erlauben in einer Halbserie. Zwei davon haben wir uns letzte Woche bereits eingehandelt."
Damit seine Mannschaft im Frühling noch aussichtsreich im Titelrennen liegt, sind zwei Punkte gegen Rheinhausen unabdingbar. "Alles andere als ein Sieg wäre fatal", sagt Lorenzet, der sich derzeit mit einer Grippe herumschlägt – allerdings gegenwärtig der einzige angeschlagene Leichlinger ist. Vom Krankenbett aus mahnte er, den OSC doch bitte auf keinen Fall zu unterschätzen. Das von ihm über dem Liga-Durchschnitt eingestufte Personal der Duisburger konnte er auch mit Fieber aufzählen. Vor allem: "Die Verletzung von Mirko Szymanowicz hat sie zurückgeworfen." Als der Rückraummann im Herbst vier Wochen ausfiel, verlor der OSC sämtliche Partien.
Zu den ärgsten Konkurrenten um den Titel zählt Lorenzet Edewecht, Dormagen und vor allem Wilhelmshaven – und mit Abstrichen auch noch Varel. Nicht mehr dabei ist der TuS Wermeslkirchen. Denn nachdem sich Trainer Lars Hepp zu Wochenbeginn Ligakonkurrent Eintracht Hagen angeschlossen hat, sind dem Bergischen Nachbarn weitere Akteure von der Fahne gegangen. Während Dirk van Walsem, Julian Renninger, Lukas Tebbe und Markus Sonnenberg ihrem Coach hinterhergewechselt sind, wird dem TV Korschenbroich darüber hinaus ein großes Interesse nachgesagt, Wermelskirchens Christoph Gelbke verpflichten zu wollen. "Für mich haben nun die Wilhelmshavener die Nase vorne, denn sie haben nur noch zwei schwere Auswärtsspiele: gegen uns und Dormagen", sagt Lorenzet.

Quelle: Rheinische Post online
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