LTV-Rumpftruppe erkämpft Heimsieg gegen Großenheidorn

Leichlingen. Einen ganz wichtigen Heimsieg feierten die Drittliga-Handballer des Leichlinger TV. Trotz personellem Notstand - in Henning Padeken, Valdas Novickis, Hendrik Rachow, Kris Zulauf und Tim Menzlaff fehlen gleich fünf wichtige Kräfte längerfristig - kämpften die Pirates das Schlusslicht MTV Großenheidorn mit 33:30 (14:16) nieder und haben damit die Niederlage aus der Vorwoche gegen den Tabellennachbarn TSV GWD Minden II vergessen gemacht. „Ich bin wirklich stolz auf die Mannschaft. Die Spieler haben sich in die Begegnung reingebissen und sich diesmal auch von Schwächephasen nicht vom Kurs abbringen lassen“, berichtete Trainer Lars Hepp zufrieden.

Überraschend begannen die Hausherren mit einer offensiv ausgerichteten 3:3-Deckungsvariante. Der LTV wollte den Gast frühzeitig annehmen, was allerdings auch in Ermangelung von Innenblock-Spielern laut Hepp die einzige Möglichkeit gewesen sei. Der Start ging jedoch kräftig daneben, schnell lagen die Leichlinger mit 0:4 im Rückstand. Die Abwehr wurde wieder weiter zurückgezogen, Bastian Munkel hielt den Laden hinten fortan tatkräftig zusammen. „Ich ziehe davor den Hut, dass Basti sich nach dreimonatiger Sportpause und kurz vor einer Leisten-Operation aufgrund der schwierigen Personalsituation noch einmal trotz Schmerzen voll fürs Team reingehauen hat. Das zeigt seinen Charakter und ist nicht selbstverständlich“, erklärte Pirates-Manager Niklas Frielingsdorf mit Blick auf den wichtigen Einsatz des Routiniers, der zudem auch noch einen Treffer erzielen konnte. Bis zum Seitenwechsel gab es für den LTV immer noch einen Rückstand auf der Anzeigentafel anzusehen, „doch wir waren nun merklich besser im Spiel“, so der Coach weiter.

Gerade das Angriffsspiel stabilisierte sich, David Kreckler führte auf der Spielmacherposition glänzend Regie und setzte die Nebenleute gekonnt in Szene. Mitte der zweiten Halbzeit, als auch Torhüter David Ferne immer mehr Bälle parieren konnte, da zogen die Gastgeber bis auf 26:23 davon. In Überzahl erlaubten sich Kreckler und Co. aber einmal mehr Nachlässigkeiten und beim 26:26 (52.) durften die Niedersachsen auf einmal wieder von Zählbarem träumen. Doch mit vereinten Kräften sowie wichtigen Treffern durch Christoph Gelbke, Tim Lindner und Mike Schulz rettete sich der Favorit über die Zeit. „Man muss nur in die Augen der Spieler schauen. Der Sieg heute hat extrem gut getan“, freute sich Hepp für sein Team.

LTV: Stecken, Ferne (ab 20.); Schulz (7), Kübler (7), Kreckler (5/2), Gelbke (5), Lindner (4), Schneider (3), Aust-Heide (1), Munkel (1), Sivanathan; Rosendahl, Ludolph (beide nicht eingesetzt)

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