Presseberichte: Leichlinger TV - Ahlener SG

Die zwei Punkte bleiben am Hammer

David Hansen war nur selten zu stoppen (Foto: Jens Kirch)
David Hansen war nur selten zu stoppen (Foto: Jens Kirch)
Die Ahlener sprachen von einer achtbaren Leistung, die Leichlinger von einem verdienten Sieg. Auch wenn beide Trainer nach dem 37:34 (18:15)-Erfolg des LTV über die SG Ahlen am Freitagabend mit der Leistung ihrer Spieler zufrieden waren, zwei Pluspunkte gab es nur für die Mannschaft von Trainer Frank Lorenzet.
Nach einer schnellen 4:0-Führung (5.) für die Hausherren nahm Ahlens Coach bereits sehr früh eine Auszeit. Bis er den ersten Treffer seiner Mannschaft notieren konnte, dauerte es aber noch bis zur siebten Minute. Anschließend lief es beim Gast besser und es entwickelte sich, wie eigentlich immer beim LTV, ein torreiches Spiel. Das Verhältnis zwischen Torfabrik und Schießbude blieb bei den Hausherren jedoch leicht im positiven Bereich, sodass sie die Führung über die gesamte Spielzeit nicht mehr aus der Hand gaben.
Nach einer aus der Sicht von Lorenzet völlig unberechtigten Disqualifikation für Tim Hilger (37.), hatte der LTV dann aber doch noch einmal kritische Minuten zu überstehen. Ahlen konnte in Überzahl von 23:18 auf 24:22 (40.) verkürzen. Die überragenden David Hansen und Valdas Novicks, der sich selbst von einer Manndeckung nicht stoppen ließ, behielten aber die Ruhe und brachten mit ihren Treffern den LTV wieder klar mit 31:25 (50.) in Führung. Damit war die Vorentscheidung gefallen und die Leichlinger ließen die Partie locker austrudeln. Während die Gäste noch zu einem für sie sehr guten Resultat kamen, feierte der LTV den ersten Teil der Wiedergutmachung für die Niederlage in Korschenbroich.
 
LTV: Vukas, Bungart; Hansen (10), Schulz (9), Novickis (7), Kreckler (6/2), Barwitzki (2), Lange, Hilger, Lajnef (alle 1), Padeken, Zechmeister
 
Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid
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Viele Tore bei Pirates-Sieg
 
Handball-Drittligist Leichlinger TV ist immer für spektakuläre Spiele gut; das wissen die Handball-Interessierten aus der Umgebung. Letztes Jahr hat der Meister als erstes Team in der 3. Liga West mehr als 1000 Tore erzielt; in der Regel kassieren die Pirates auch immer eine Menge Gegentreffer, behalten dabei meistens aber die Oberhand. Für viele Tore ist also fast immer gesorgt. Eine Trefferflut gab es auch wieder am Freitagabend, als der LTV auf die Ahlener SG traf und mit 37:34 (18:15) die Oberhand behielt. Nach gerade mal vier Minuten führten die Gastgeber schon mit 4:0; das nächste Trefferfestival deutete sich an. Ahlen mischte nach Anlaufschwierigkeiten in der Folgezeit munter mit, jedoch ohne die Pirates zu gefährden. Fast immer lagen einige Treffer zwischen den beiden Teams; ein einziges Mal wurde es noch mal enger. Dies passierte, als Tim Hilger nach einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters disqualifiziert wurde und in dieser Phase noch andere Zeitstrafen hinzukamen. Ahlen verkürzte auf 24:22; „aus dieser Situation haben wir uns anschließend aber klasse befreien können. Überhaupt bin ich mit dem Auftritt des Teams sehr zufrieden. Man darf einfach nicht vergessen, dass Siege in dieser so ausgeglichenen und stark besetzten Liga auch für uns keine Sebstläufer sind. Daher freue ich mich über jeden Erfolg, auch wenn dieser, wie nun gegen Ahlen, hätte deutlicher ausfallen können, wenn wir in den letzten Minuten nicht nachgelassen hätten“, erzählte Trainer Frank Lorenzet.
Stark waren am Freitagabend David Hansen und erneut Mike Schulz, die von der Abwehr der Gäste nicht zu kontrollieren waren. Schwach war dagegen die Zuschauerresonanz: Nur 250 Fans hatten den Weg in die Halle gefunden.
 
Leichlinger TV: Vukas, Bungart; Hansen (10), Schulz (9), Novickis (7), Kreckler (6/2), Barwitzki (2), Hilger (1), Lajnef (1), Lange (1), Padeken, Zechmeister
 
Quelle: Kölner Stadtanzeiger
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Leichlinger Handballer bleiben cool
 
Die zunächst recht unspektakuläre Partie erhielt im zweiten Abschnitt ihren Aufreger. Nach einem starken Solo eines Ahlener Spielers entschied das Schiedsrichtergespann Matthias Klinke und Sebastian Klinke auf Foul und schickte den Schuldigen Hilger direkt zum Duschen. "Ich treffe ihn, aber warum ich dafür runter musste, ist mir schleierhaft", meinte der Spielführer, dessen Feldverweis für die Leichlinger insgesamt ins Bild passte.
Neben der Roten Karte gegen Hilger, kassierte der LTV vier weitere Zwei-Minuten-Strafen sowie neun Siebenmeter gegen sich. Ahlen spielte insgesamt vier Minuten in Unterzahl und verursachte lediglich drei Siebenmeter - ein Ungleichgewicht, welches das Leichlinger Publikum während und nach dem Spiel zum Toben brachte. "Wenn das Publikum hier in Leichlingen so aus sich herauskommt, kann etwas nicht stimmen", stellte LTV-Trainer Frank Lorenzet nach dem Spiel schmunzelnd fest.
Unter dem Strich war der Coach aber vor allem froh, dass sein Team seinen Vorsprung letztlich ungefährdet über die Zeit brachte. Vier Tore am Stück, davon drei durch David Hansen, brachten den LTV schon nach wenigen Minuten nach vorn. Erst anschließend entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, in der die Gäste immer wieder am Ausgleich schnupperten, in den entscheidenden Momenten aber die falschen Entscheidungen trafen. Bis auf das zwischenzeitliche 26:24 (44.) lagen die "Pirates" immer mit drei oder mehr Treffern vorn.
"Diesmal sind wir cool geblieben", fand Hansen, der in der Deckung wie im Angriff mit zehn Treffern einen Sahnetag erwischte. Bei der jüngsten Niederlage gegen den TV Korschenbroich (30:31) hatte der Westdeutsche Meister noch einen komfortablen Vorsprung aus der Hand gegeben, nicht aber gegen die ASG. "Auch Ahlen hat sein Deckungssystem umgestellt, um uns das Leben schwer zu machen", sagte Hansen, "diesmal haben wir die entstehenden Räume aber gut genutzt und keine Gefahr aufkommen lassen."
Das noch leicht erzürnte Leichlinger Publikum war begeistert - und blickte zugleich nach vorn. Schon am Samstag (19 Uhr) kommt mit der GSV Eintracht Baunatal der nächste Gegner ins Smidt-Forum am Hammer.

Leichlinger TV: Vukas, Bungart - Schulz (9), Lange (1), Hilger (1), Hansen (10), Padeken, Barwitzki (2), Novickis (6), Lajnef (1), Kreckler (6/2), Zechmeister

Quelle: Rheinische Post

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