Presseberichte: Longericher SC - Leichlinger TV

Zu viele Ausfälle in Longerich

Einen rabenschwarzen Tag erwischte auch David Handen. Foro: Uwe Miserius

Die Siegesserie der Leichlinger Drittligahandballer ist am Freitagabend gerissen. Im Lokalderby beendete der Longericher SC mit einem 30:26 (16:12)-Erfolg im Spitzenspiel das bislang verlustpunktfreie Jahr der Mannschaft von Trainer Frank Lorenzet. „Wir hatten einen schlechten Tag, Longerich hat verdient gewonnen“, redete Lorenzet nach der Pleite nicht lange um den heißen Brei herum.
Vor der Partie hatte der LTV-Coach prognostiziert, dass Kleinigkiten in einem Duell gleichwertiger Mannschaften über Sieg und Niederlage entscheiden würden. Lorenzet sollte Recht behalten, die Kleinigkeit war, dass der Gastgeber an diesem Abend mehr positive Emotionen auf die Platte brachte.
Nach zuletzt 18:0 Punkten wirken die Leichlinger ausgebrannt und ohne ihre drei Leistungsträger Mathis Stecken, Valdas Novickis und Tim Menzlaff etwas unorganisiert. David Hansen traf noch zur 3:2-Führung (6.), anschließend gab der Gastgeber den Ton an. Beim 9:12 (19.) versuchte Lorenzet mit einer Auszeit Longerich den Spielfluss zu nehmen, wenig später stand es 9:14 (22.). Die LTV-Spieler waren unkonzentriert, gaben im Angriff immer wieder leichtfertig Bälle ab und luden den Gegner so zu Tempogegenstößen ein.
Ganz abschütteln ließen die Leichlinger sich allerdings nicht und selbst beim 25:20 (50.) wäre ein Jubel bei den Kölnern noch zu früh gewesen. Doch immer wenn der LTV sich wieder heran gearbeitet hatte, stand er sich anschließend selbst im Weg. Als der Ex-Leichlinger Josuah Reuland dann das 28:23 (56.) erzielte, war die Vorentscheidung gefallen.

LTV: Mundhenk, Christmann; Kreckler (6/4), Hansen (5), Munkel (4), M. Schulz, Hertlein, Bouali, L. Schulz (alle 2), Rachow, Lange, Feuchtmann Perez (alle 1)

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid
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Gebrauchter Abend in Longerich

Gebrauchte Tage sind im Sport in der Regel Tage, an denen man besser zu Hause geblieben wäre; Tage, denen herzlich wenig zusammen läuft. Und anderen Ende in der Regel nach dem sportlichen Vergleich eine Niederlage steht. So erging es auch dem Leichlinger TV, der am Freitagabend mit 26:30 (12:16) beim Longericher SC verlor.
LTV-Trainer Frank Lorenzet musste auf Keeper Mathis Stecken, Regisseur Valdas Novickis und Rückraum Tim Menzlaff verzichten; das alleine war schon eine große Schwächung des Teams. Wenn dann auch noch andere Leistungsträger auf dem Feld ihr Potenzial abrufen, wird es auch für den Tabellendritten eng. Dazu kam noch ein hochmotivierter Gegner aus Köln, der von Anfang an brannte.
Bis zum 4:4 verlief die Partie ausgeglichen, dann übernahm Longerich das Kommando, nutzte immer wieder die Fehler der Pirates zu Gegenstößen und setzte sich bis zur 24. Minute auf 14:9 ab. Mit 16:12 ging es in die Kabinen; danach setzte nicht, wie vielleicht erwartet, die große Aufholjagd der Pirates sein, sondern es blieb konstant bei einer Drei- bis Fünf-Tore-Führung der Gastgeber. Ein Hauch von Spannung kam kurz in der 54. Minute auf, als der LTV auf 26:23 heran kam, doch Longerich konterte schnell; beim 28:23 war die Entscheidung gefallen.
„Die Niederlage ist verdient. Es ist uns nicht gelungen, die Spannung und Konzentration aus dem Spiel gegen Dormagen in die heutige Begegnung zu transportieren. Daher haben wir zu viele Fehler gemacht. Longerich war von Beginn an hellwach, hat das Spiel als Highlight angenommen“, stellte Leichlingens Trainer enttäuscht fest.

Leichlinger TV: Mundhenk; Kreckler (6/4), Hansen (5), Munkel (4), M. Schulz (2), L. Schulz (2), Hertlein (2), Boauli (2), Feuchtmann (1), Lange (1), Rachow (1)

Quelle: Ksta
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Die Erfolgswelle des LTV brandet in Longerich

Eine Überraschung? Ja. Ein Rückschlag? Jein. Aber so viel ist sicher: Der Leichlinger TV ist und bleibt unberechenbar. Nach einer ebenso beeindruckenden wie überzeugenden Serie von neun Siegen in Folge kassierten die Drittliga-Handballer nun eine Niederlage. "Wir kamen für einen Punkt nicht in Frage", sagte Kreisläufer Hendrik Rachow. Die 26:30 (12:16)-Pleite beim Longericher SC war verdient - das räumten alle Beteiligten aus dem Lager der "Pirates" ein.
Trainer Frank Lorenzet ahnte es bereits. Nachdem seine Mannschaft gegen Bayer Dormagen (38:36) ein seiner Meinung nach "absolutes Highlight" erlebte, folgte im Kölner Norden ein vergleichsweise überraschender Dämpfer. "Es wird schwer, nach so einem Spiel wie gegen Dormagen das Level hochzuhalten", sagte der 50 Jahre alte Trainer vor dem Mittelrhein-Derby. Er sollte Recht behalten, denn seine hochkarätig besetzte Mannschaft war nicht wiederzuerkennen.
Fehlpässe, Ungenauigkeiten, wenig Einsatz - die Blütenstädter blieben über 60 Minuten vor 422 Zuschauern Vieles schuldig. Die erste Hälfte sei "grottenschlecht" gewesen, befand Lorenzet. Sein Ärger war verständlich, da seine Mannschaft defensiv wie offensiv nicht an ihre zuletzt starken Auftritte anknüpfen konnte.
Besonders spürbar war das Fehlen von Spielmacher Valdas Novickis. Der ehemalige litauische Nationalspieler, der wegen Knieproblemen nicht zur Verfügung stand, fieberte an der Seitenlinie mit. Er beobachtete, wie seine Teamkollegen vor dem gegnerischen Tor die Kreativität abging. "Wir haben den Torwart zum Helden gemacht, weil wir viel zu oft einfache Bälle verworfen haben", analysierte Rückraumspieler David Hansen selbstkritisch. "Der Ausfall von Valdas wiegt schon schwer."
Bastian Munkel und Lukas Schulz sprangen als Novickis-Ersatz ein. "Sie haben das gut gemacht", sagte Rachow, stellte aber auch fest: "Mit Valdas ist es dennoch etwas Anderes." Viele technische Fehler und Fehlpässe hatten die Konsequenz, dass sich der LTV immer wieder Tempogegenstöße einfing. Die Gastgeber konterten den Tabellendritten in ihrer eigenen Halle immer wieder aus - im Stil einer Spitzenmannschaft.
Neben dem hochveranlagten Kreativdirektor fielen auch Tim Menzlaff und Torwart Mathis Stecken in Longerich aus. "Die drei sind unsere tragenden Säulen", klagte Lorenzet. Der 2,01 Meter große Menzlaff fehlte vor allem in der ungeordnet wirkenden Deckung, Stecken konnte durch Routinier Carsten Mundhenk nur streckenweise gleichwertig ersetzt werden. "Das darf aber alles keine Ausrede sein. Wenn wir gegen Dormagen gewinnen, müssen wir erst recht hier gewinnen", betonte Rachow.
Er registrierte ebenso wie sein Trainer, dass die Gäste fast nur hinterherliefen. "Die Mannschaft hat es nicht geschafft, emotional mitzuhalten", sagte Lorenzet. Der zweite Tabellenplatz, auf dem die Dormagener stehen, ist nun weit entfernt. Der TSV gewann mit 20 Toren Differenz (34:14) gegen die HSG Handball Lemgo II und hat nun sieben Punkte mehr als der LTV gesammelt, der aber noch ein Nachholspiel gegen den Letzten ATSV Habenhausen in der Hinterhand hat.

Leichlinger TV Mundhenk, Christmann - M. Schulz (2), Kreckler (6/4), L. Schulz (2), Hertlein (2), Hansen (5), Munkel (4), Rachow (1), Bouali (2), Feuchtmann (1), Lange (1).

Quelle: RP online
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