Presseberichte: Neusser HV - Leichlinger TV

Die Meisterschaft vor Augen

Sah in der 25.Minute eine umstrittene rote Karte: David Hansen. FOTO: Woitschützke

Bereits am kommenden Spieltag können die Drittligahandballer des Leichlinger TV einen Matchball zum Titelgewinn verwandeln. Vizemeister ist die Mannschaft von Trainer Frank Lorenz nach den Resultaten vom Wochenende mindestens.
Während der LTV seine Hausaufgaben gemacht hat und den Neusser HV nach hartem Kampf mit 35:33 (17:19) bezwingen konnte, unterlag Konkurrent VfL Frdenbeck überraschend mit 21:23 beim TSV GWD Minden II. 
Die Neusser erwiesen sich für die Leichlinger als der erwartet starke und unangenehme Gegner. Vor über 700 Zuschauern, darunter rund 100 Fans des LTV, übernahm der Gastgeber zunächst das Kommando. Aus einer 2:0-Führung (3.) wurde schnell ein 10:5 (14.). LTV-Trainer Frank Lorenzt bemühte anschließend eine Auszeit, um sein Team neu einzustellen und den Spielfluss des Gegners zu bremsen. Mit Erfolg, denn der LTV schaffte den 11:12-Anschluss (19.), konnte das Ruder vor der Pause aber nicht mehr komplett herumreißen. Grund dafür war auch die frühe Disqualifikation von David Hansen (25.), der seinen Gegenspieler beim Abwehrversuch im Gesicht traf.
Die erste Leichlinger Führung zum 26:25 (45.) erzielte dann ausgerechnet Joshua Reuland, der nach der Saison die Seiten wechseln wird. Erneut Reuland, Valdas Novickis und zweimal André Kirfel erhöhten bei einem Gegentreffer des zehnfachen NHV-Torschützen Christopher Klasmann auf 31:26 (51.). Die Vorentscheidung war das aber noch nicht, denn der Neusser Trainer Ceven Klatt setzte nach einer Auszeit auf alles oder nichts. Neuss gelang tatsächlich wenig später der 31:32-Anschluss (57.). In der hektischen Schlussphase behielt der LTV, auch dank des nun überragenden Torhüters Ante Vukas, die Nerven und siegte verdient. „Wir haben ab der 40. Minute wieder die zweite Luft bekommen und erneut ein Spiel gedreht, das uns schon als Verlierer gesehen hat“, freute sich Lorenzet über den Kampfgeist seiner Spieler. 
Möglicherweise wird es nun nicht zum erwarteten Showdown zwischen den Leichlingern und dem VfL Fredenbeck am letzten Spieltag kommen, denn der LTV kann mit einem Heimsieg gegen die HSG Varel-Friesland am Samstag die Meisterschaft vorzeitig klar machen. paa

LTV: Vukas; Bungart; Kreckler (9/4), Hilger (6/1), Lange (6), Reuland (5), Novickis (4), Kirfel (2), Hansen (2), Padeken (1), Zechmeister, Lajnef, Görigk

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid
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Am Samstag gehts um die Meisterschaft

Es war wieder ein Wochenende wie gemalt für den Handball-Drittligisten Leichlinger TV. Während der LTV als Spitzenreiter mit 35:33 (17:19) beim Neusser HV gewann, patzte Verfolger VfL Fredenbeck in Minden. Damit haben die Pirates jetzt drei Zähler Vorsprung auf Fredenbeck und können am Samstag in der Heimpartie gegen Varel/Friesland die Meisterschaft bereits klar machen.
In Neuss sah es jedoch lange Zeit nicht unbedingt nach einem Erfolg der Blütenstädter aus, die schnell mit 0:2 hinten lagen und fortan keine Kontrolle über die Partie gewinnen konnten, da sie nicht nur gegen den NHV sondern auch gegen manch merkwürdige Entscheidung der Unparteiischen ankämpfen mussten, die mehrfach Zeitsttafen gegen die Gäste verhängten. Mach 13 Minuten führte Neuss mit 9:4, sechs Minuten später sah es beim 12:11 allerdings wieder deutlich besser für die Gäste aus. Einen Führungswechsel gab es jedoch bis zur Pause nicht mehr. Dass David Hansen in der 25. Minute nach einem, aus Sicht der Schiedsrichter, groben Foul die Rote Karte sah, sollte die Aufgabe nicht leichter werden lassen.
Doch vier Minuten nach dem Seitenwechsel gelang dem Team von Frank Lorenzet beim 20:20 der erste Ausgleich; in der 45. Minute die erste Führung durch Joshua Reuland zum 26:25. David Kreckler und erneut Reuland erhöhten auf 28:25 (48.); drei Minuten später hieß es sogar 31:26 für den wie entfesselt auftretenden LTV. Die Entscheidung bedeutete dies aber noch nicht, denn nun war Neuss wieder am Drücker und kämpfte sich bis zur 57. Minute auf einen Treffer, zum 32:31; heran. Leichlingen konterte zum 33:31, der NHV verkürzte erneut (33:32). Dann trafen Kreckler und Carsten Lange zum 35:32 (60.). Die Entscheidung war gefallen.
Leichlingens Coach Frank Lorenzet zeigte sich begeistert vom Auftritt seiner Schützlinge. "Wir haben nie die Köpfe hängen lassen, haben dabei auch die Benachteiligungen durch die Schiedsrichter weg gesteckt und eine unglaubliche Moral gezeigt. Am Ende war es erneut unsere zweite Luft, die dafür gesorgt hat, dass wir dieses wichtige Spiel gewinnen konnten. Jetzt schauen wir alle sehr gespannt auf kommenden Samstag, wenn wir den Titel klar machen können," waren, so Lorenzet, Trainer und Team schnell mit den Gedanken beim nächsten Spieltag.

Leichlinger TV: Vukas, Bungart; Kreckler (9/4), Lange (6), Hilger (6/1), Reuland (5), Novickis (4), Kirfel (2), Hansen (2), Padeken (1), Lajnef, Zechmeister, Goerigk.

Quelle: Ksta
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LTV steht nach Sieg in Neuss vor dem Titel

Entschieden ist zwar noch nichts, aber die Ausgangslage des Handball-Drittligisten Leichlinger TV ist besser denn je. Durch das 35:33 (17:19) am Freitagabend in Neuss behaupteten die Leichlinger nicht nur ihre Position an der Tabellenspitze, sondern bauten den Vorsprung auf ihren ärgsten Verfolger sogar aus. Der Zweite VfL Fredenbeck (41:15 Punkte) verlor seine Partie in Minden 21:23 und liegt nun drei Zähler hinter dem LTV (44:12).
Jetzt lässt sich nichts mehr wegdiskutieren. Wir haben beste Chancen den Titel zu holen und wollen das natürlich auch", sagt Leichlingens Coach Frank Lorenzet. Am kommenden Samstag reicht dem LTV im Heimspiel gegen die HSG Varel-Friesland (19 Uhr, Smidt-Forum) ein Sieg - und er hätte die Meisterschaft sicher. Lorenzet: "Das wäre der absolute Wahnsinn."
Der Titel würde zugleich den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte bedeuten. Zwar spielten die Leichlinger bereits in der zweiten Bundesliga, doch diese war damals noch nicht eingleisig aufgebaut, und es gab zugleich sechs statt vier dritte Gruppen in der dritten Liga. Eine Ligareform änderte das Spielsystem - welches den "Pirates" heute zu schaffen macht. Durch den hohen finanziellen Aufwand der eingleisigen zweiten Liga beantragten die Leichlinger wie auch Fredenbeck keine Lizenz für die zweithöchste Spielklasse.
All das war am Freitag kein Thema in den Köpfen des Spitzenreiters, der seinem Ruf bei den hoch eingeschätzten Neussern gerecht wurde. Denn der LTV bewies vor allem und wieder einmal Nervenstärke, indem er sich von Begleiterscheinungen nicht aus dem Konzept bringen ließ. "Die Partie war ein Spiegelbild unserer gesamten Saison", meinte Lorenzet und traf damit wohl den Nagel auf dem Kopf: Der LTV kam schwer ins Spiel, um dann nach der Pause aufzudrehen.
Insbesondere in der Anfangsphase, in der die Leichlinger zwischenzeitlich mit 5:10 (14.) zurücklagen, lief noch einiges nicht rund. Verantwortlich dafür war für Lorenzet auch das Schiedsrichtergespann, das den Gästen in den ersten zwölf Minuten bereits drei Zeitstrafen aussprach und David Hansen nach 25 Minuten sogar mit glatt Rot vom Feld schickte. "Das war definitiv ein Foul, aber keine Rote Karte", meinte Lorenzet, der letztlich aber mit lachendem Auge auf die insbesonders starke und dann geordnete zweite Hälfte blicken dürfte. Noch eine Leistung diesen Charakters und der LTV könnte schon am kommenden Samstag Westdeutscher Meister sein.

LTV: Vukas, Bungart - Reuland (5), Lange (6), Hilger (6/1), Hansen (2), Novickis (4), Lajnef, Padeken (1), Zechmeister, Kreckler (9), Kirfel (2).

Quelle: Rheinische Post online
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