Presseberichte: SG Schalksmühle-Halver - Leichlinger TV

LTV zittert sich zum Remis

Sieben Tore: Mike Schulz (Foto: Miserius)
Sieben Tore: Mike Schulz (Foto: Miserius)

Die Facebook-Freunde der Handballer des Leichlinger TV müssen sich noch ein wenig in Geduld üben. Im Überschwang des Derbysiegs gegen Langenfeld vergaßen die Pirates das obligatorische Erfolgsbild aus der Halle. Und nach dem Gastspiel bei der SG Schalksmühle-Halver mussten sie ihre Internet-Freunde noch einmal vertrösten. Denn das Siegerfoto musste ausfallen, weil die Partie keinen Sieger hatte. Die Sauerländer trotzen dem Meister ein 29:29 ab.
Und obwohl die SHSH den letzten Ballbesitz hatte und die Blütenstädter um den einen Zähler sogar noch zittern mussten, war Trainer Frank Lorenzet nicht nach feiern zumute. "Das war für uns ganz klar ein Punktverlust und kein Punktgewinn", betonte er. Aus gutem Grund: Zur Pause führten die Pirates mit vier Treffern. Kurz darauf lagen sie dann gar mit sechs Toren vorn.
Die letzten etwas mehr als 20 Minuten allerdings kosteten den LTV-Coach viele Nerven sowie reichlich Stimme - und sein Team den Sieg. Die Grundlage des schlechten Laufs war ein taktischer Kniff der Gastgeber. Schalksmühle-Halver stellte die Abwehr um. "Damit sind wir überhaupt nicht klargekommen. Nach 40 überragenden Minuten sind wir völlig aus dem Tritt gekommen", ärgerte sich Lorenzet. Auch seine ebenso klaren wie lauten Worte in der Auszeit zeigten nicht die erhoffte Wirkung. Bei aller angebrachten Kritik fragte er sich jedoch auch, ob der schmale Kader mit nur sieben Feldspielern nicht auch einen Anteil an der Entwicklung gehabt haben könnte. "Vielleicht fehlten dann auch einfach ein paar Körner", sagte er.
Den Rest der Geschichte erklärte er sich mit einem fatalen Zusammenspiel von reichlich Pech (Treffer an Latte und Pfosten, ein gehaltener Siebenmeter, der im Nachwurf zum Tor führte) und einigen haarsträubender Fehlentscheidungen der Unparteiischen. Die gaben zwei Treffer der Leichlinger nicht. Am meisten schäumte der LTV-Coach aber bei einer anderen Szene. "Der Feldschiedsrichter gab ein Foul und hat gepfiffen. Ganz klar nach dem Pfiff ging der Ball rein und der Torschiedsrichter hat auf Tor entschieden. Das ist ein absolutes Unding", tobte er.
Weiter geht es für die Pirates am Freitag mit dem Heimspiel gegen die SG Ratingen. Dann sollen gegen einen nach zwei Runden sieglosen Gegner auch die Facebook-Freunde des Teams endlich ihr erhofftes Siegfoto erhalten.

LTV: Fuchs, Vukas, Bungart - Hilger (4), Hansen (2), Novickis (8), Lajnef (3), Padeken, Schulz (7/3), Barwitzki, Zechmeister, Kreckler (5/1)

Quelle: Rheinische Post
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Unentschieden trotz klarer Führung

Punkt gewonnen oder Punkt verloren? Leichlingens Trainer Frank Lorenzet war sich nach dem 29:29 (16:11)-Remis am Samstagabend bei der SG Schalksmühle-Halver sicher: „Das Spiel durften wir nicht mehr abgeben. Nach dem Schlusspfiff hatte ich ein ganz schlechtes Gefühl im Magen, das zeigt mir, dass der eine Zähler hier für uns zu wenig war.“
Lorenzet Gefühl dürfte hauptsächlich darauf beruht haben, dass seine Mannschaft vor den rund 400 Zuschauern lange Zeit wie der sichere Sieger aussah. Wie schon zum Saisonauftakt gegen die SG Langenfeld trat der Titelverteidiger in Halver zunächst souverän auf. Valdas Novicks erwies sich im Angriff als kluger Regisseur und sicherer Vollstrecker zugleich. Die Partie entwickelte sich ganz nach dem Geschmack von Lorenzet von 9:9 (17.) hin zur klaren 16:11-Pausenführung.
Bis zum 21:15 (38.) gab es weiterhin auf Leichlinger Seite keinen Grund zur Beunruhigung. Dann ging alles jedoch sehr schnell. Der Gastgeber hatte die 6:0-Abwehr, die Novickis vorher nach Belieben ausgespielt hatte, mittlerweile in eine 3:2:1-Formation verändert. „Damit sind wir nicht klar gekommen, wir haben völlig den Kopf verloren, so etwas darf einer erfahrenen Mannschaft eigentlich nicht passieren“, war Lorenzet verärgert über die weiteren Geschehnisse.
Die SGSH verkürzte auf 21:18 (41.) und auch eine von Lorenzet an dieser Stelle genommene Auszeit konnte den Spielfluss der Gäste, denen plötzlich alles gelang, nicht stoppen. Beim 21:21 (43.) war die Partie wieder offen. So begann eine hart umkämpfte Schlussphase, in der Schalksmühle eine Minute vor Schluss sogar mit 29:28 in Führung ging. Der LTV, beim dem nur sieben Feldspieler zum Einsatz kamen, schien kräftemäßig am Ende. 45 Sekunden vor Schluss gelang Mike Schulz dennoch der Ausgleich, Halver war offensichtlich mit dem Punkt zufrieden, denn die letzten 30 Sekunden sahen eher nach Punkt verteidigen als Sieg erstürmen aus. Den Zuschauern war es egal, das Remis gegen den Titelverteidiger wurde frenetisch gefeiert.
Lorenzet übte sich nach der Partie in Selbstkritik: „Vielleicht hätte ich Karol Zechmeister trotz Trainingsrückstand noch ins Rennen werfen können. Auch ein siebter Feldspieler wäre in der Schlussphase möglich gewesen. Ein Wurf ins leere Tor hätte allerdings die Stimmung der Schalksmühler Spieler und der Zuschauer in dieser Situation noch extrem befeuert. Das wollte ich nicht riskieren.“ Auch an den Schiedsrichtern ließ Lorenzet kein gutes Haar: „Wir bekommen zwei klare Tore am Ende aberkannt, bei unserem Gegner wird ein Treffer trotz vorheriger Unterbrechung wie in der F-Jugend noch durchgepfiffen.“ Hätte der LTV verloren, wären die Worte des LTV-Trainers zur Leistung der Unparteiischen mit Sicherheit noch deutlicher ausgefallen.

LTV: Vukas; Bungart, Fuchs; Novickis (8), Schulz (7/3), Kreckler (5/1), Hilger (4), Lajnef (3), Hansen (2), Padeken, Barwitzki; Zechmeister (n.e.)

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid
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