Presseberichte: VfL Fredenbeck - Leichlinger TV

Am Ende feierten alle

Ausgelassene Stimmung trotz Niederlage: Pirates-Kapitän Tim Hilger, Mütze Kreckler und Damian Bungart (v.l.) Foto: HP Fredenbeck

Am Samstag trugen die Leichlinger Drittligahandballer zu einem rundum gelungenen Abend bei. Auch weil sie im Spitzenspiel beim VfL Fredenbeck mit 30:35 unterlagen. So gab es auf beiden Seiten etwas zu feiern. Die Fredenbecker verabschiedeten sich mit einem Sieg und als Vizemeister von 1200 Zuschauern, die Leichlinger, erneut ohne Trainer Frank Lorenzet, durchbrachen die 1000-Tore-Marke und konnten sich noch einmal von der tollen Kulisse als Meister feiern lassen. 
Die Tabellenplätze standen bereits vor der Partie fest, trotzdem gaben beide Mannschaften noch einmal alles. Die Begegnung blieb bis zum 12:12 (25.) mit ständig wechselnden Führungen völlig ausgeglichen. Kurz vor dem Seitenwechsel legten die Gastgeber dann aber doch eine 16:13-Führung hin. Die Leichlinger blieben aber dran und Tim Hilger glich in der 41. Minute per Siebenmeter wieder zum 21:21 aus. Die Schiedsrichter wollten anscheint Tempo und Tore sehen, denn sie hoben ungewöhnlich schnell den Arm zum Zeitspiel. Der Fredenbecker Maciek Tluczynski (7 Treffer) erwies sich in diesen Drucksituationen als sicherer Schütze, die Leichlinger leisteten sich einige unüberlegte Würfe. So zogen die Hausherren auf 30:24 (53.) weg. Das war die Vorentscheidung. 

LTV: Vukas, Bungart; Kreckler (9/3), Novickis (6), Hilger (4/2), Reuland (3), Padecken (3), Lange (2), Zechmeister (2), Lajnef (1), Kirfel

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid
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LTV verliert zum Abschluss - und rüstet auf

Vor wenigen Wochen noch schien das Spiel des Handball-Drittligisten Leichlinger TV beim VfL Fredenbeck das wichtigste der Saison zu werden. Am letzten Spieltag empfängt der Zweite den Ersten - diese Konstellation birgt seit jeher eine gewisse Brisanz. Doch aus dem möglichen Showdown der beiden besten Teams um die Meisterschaft wurde nichts. Seit dem vergangenen Wochenende ist der Titelkampf gelaufen. Die "Pirates" sicherten sich dank ihres Sieges gegen die HSG Varel-Friesland vorzeitig die Meisterschaft - und das finale Spiel in Norddeutschland geriet zur Nebensache. Geärgert hat sich der Tabellenführer dennoch. Durch die 30:35 (13:16)-Niederlage verlor der LTV nicht nur sein letztes Saisonspiel, er kassierte auch die zweite Pleite gegen Fredenbeck, das bereits das aufregende und enge Hinspiel in Leichlingen für sich entschieden hatte (36:35). Der Vizemeister konnte in dieser Saison damit als einziges Team der Liga zwei Siege über die "Pirates" feiern. "Das ist natürlich ärgerlich, aber spätestens nach dem Abpfiff hat das keine Rolle mehr gespielt", meinte LTV-Kapitän Tim Hilger.
Wie geplant, trug Hilger in Fredenbeck die sportliche Verantwortung. Nach dem plötzlichen Tod von Catering-Chefin Bettina Ditz vergangene Woche, trat Coach Frank Lorenzet die lange Reise nicht mit an. Das Training unter der Woche leitete der Kapitän - Videoanalyse inklusive. Die Vorbereitung war daher trotz der eher geringen sportlichen Bedeutung der Partie durchaus standesgemäß - ebenso wie das Spiel selbst.
Die mehr als 800 Zuschauer in der Halle sahen ein intensives Duell, in dem keine der beiden Mannschaften zurücksteckte. Das Aufeinandertreffen war von Kampf und Einsatz geprägt. "Es war ein hartes, aber faires Spiel", meinte Hilger. Er wechselte in seinem Team wie angekündigt viel durch, damit jeder Spieler seine Anteile erhielt. Das sorgte für mehrere Brüche im Leichlinger Spiel. Fredenbeck wusste das für sich zu nutzen und setzte sich nach und nach ab.
Zwar konnten die Gäste das Ergebnis beim Stand von 21:21 (41.) noch einmal ausgleichen, aber danach zog der VfL endgültig davon. "Uns war wichtig, dass jeder Spieler zum Zuge kommt. Wenn das Titelrennen noch nicht entschieden gewesen wäre, hätten die Wechsel wohl anders ausgesehen", meinte Hilger.
Der Spielertrainer war mit dem Auftritt des LTV insgesamt zufrieden. Er freut sich auf die etwas ruhigeren Wochen in naher Zukunft. Der Meister, der unter der Woche mit Mike Schulz seinen zweiten Neuzugang präsentierte, fährt vorerst die Trainingsintensität runter, um sich anschließend auf die kommende Spielzeit vorzubereiten. Schulz kommt vom Ligakonkurrenten SG Ratingen nach Leichlingen (die RP berichtete). Der 24-jährige Linkshänder bringt aus seiner Zeit bei TuSEM Essen und dem TV Emsdetten Erfahrung aus der Bundesliga mit. Mit 17 Jahren debütierte er in der höchsten Spielklasse. "Mit ihm haben wir wieder vier Linkshänder und zudem auf den Positionen Rechtsaußen und im rechten Rückraum eine gute Mischung aus Routine und Jugend. Damit sind die Personalplanungen aber nicht abgeschlossen. Wir wollen zwei bis drei weitere Akteure verpflichten", kündigte Günther Steffens, Sprecher der Pirates Marketing GmbH (Pima) an.

LTV: Vukas, Bungart - Reuland (3), Lange (2), Hilger (4/2), Novickis (6), Lajnef (1), Padeken (3), Zechmeister (2), Kreckler (9/3), Kirfel.

Quelle: Rheinische Post
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