Trotz Sieben-Tore-Rückstand: Pirates punkten in Minden

(NF) Als Maik Schneider acht Sekunden vor dem Schlusspfiff in Überzahl zum 31:31-Ausgleich traf und wenige Minuten später der Schlusspfiff ertönte, herrschte am Samstagabend auf Seiten des Handball-Drittligisten Leichlinger TV (Foto: Archiv) eine Mischung aus Freude und Erleichterung. Verständlicherweise. Hatten es die Schützlinge von LTV-Trainer Lars Hepp doch soeben nicht nur geschafft, am dritten Spieltag den ersten Saisonpunkt einzufahren, sondern diesen Zähler auch mit der Reserve des Erstligisten TSV GWD Minden einem Team abgeknöpft, gegen das es in der Vorsaison noch zwei Niederlagen gesetzt hatte. Dass dieser Punktgewinn auch noch nach einem zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Rückstand gelang, spricht für die intakte Moral der stark verjüngten Pirates-Truppe. „Beim 9:16-Rückstand sprach nicht mehr viel für uns. Aber wir haben eine tolle Einstellung gezeigt und die Jungs haben überragend gekämpft. Insgesamt haben wir ein über weite Strecken eher schwaches Spiel noch zu einem guten Abschluss gebracht“, bilanzierte Hepp.

Dabei erwischten dessen Schützlinge, bei denen Rückraumspieler Alexander Senden passen musste, aber dafür Kapitän Alexander Kübler erstmals nach seinem in der vergangenen Spielzeit erlittenen Muskelbündelriss wieder im Kader stand, einen ordentlichen Start und hielten bis zum 8:8 (15.) mit den Gastgebern mit. „Doch dann ist bei uns völlig der Faden gerissen. Wir sind vorne wie hinten nur hinterhergelaufen, haben zahlreiche Fehler produziert und viele Chancen liegen lassen“, erklärte der Pirates-Trainer. Diese verhängnisvolle Mixtur sorgte dafür, dass die Gäste bis zur 23. Minute einen 8:1-Lauf der Mindener hinnehmen mussten und sich plötzlich der 9:16-Hypothek gegenüber sahen. Bis zur Pause fingen sich die Pirates zumindest ein wenig und konnten den Rückstand zumindest etwas verkürzen - 14:19.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Blütenstädter dann mit größerer Entschlossenheit zurück aufs Spielfeld. Angetrieben von einem gut parierenden Linus Mathes im Tor kämpfte sich der LTV Innerhalb von nur neun Minuten wieder auf 21:23 in Schlagdistanz. Doch dann folgte erneut ein kleiner Bruch im Pirates-Spiel. Die Folge: Zehn Minuten vor dem Abpfiff betrug der Rückstand plötzlich wieder fünf Treffer - 24:29. Doch auch davon ließ sich das Hepp-Team nicht beirren und legte bis zur 58. Minute kurzerhand einen eindrucksvollen 5:0-Lauf zum umjubelten 29:29-Ausgleich durch Sebastian Linnemannstöns hin. Nach zwei weiteren Mindener Treffern sowie einem Pirates-Tor war es schließlich - wie eingangs erwähnt - Routinier Schneider vorbehalten, mit seinem siebten Treffer des Spiels für die letztlich gerechte Punkteteilung zu sorgen. „In der Schlussphase waren wir gefühlt sogar dem Sieg ein wenig näher. Aber dazu sind leider letztlich zu viele Kleinigkeiten gegen uns gelaufen“, sagte Hepp und spielte damit auf mehrfaches Pech bei Abprallern und die eine oder andere unglückliche Schiedsrichterentscheidung in der Schlussphase an.

Am Freitag, 13. September, empfangen die Pirates um 20 Uhr die SG Menden Sauerland im heimischen Ostermann Forum.

Pirates gegen Minden: Ferne, Mathes (Tor) - Sivanathan (1), Blum (3), Meurer (1), Gelbke (5), Richartz (1), Schneider (7), Natzke (1), Graef, Jagieniak (2), Kübler (3), Linnemannstöns (7/7).

Es fehlten: Novickis, Senden, T. Zulauf, Rosendahl

 

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