Vorberichte: GWD Minden II - Leichlinger TV

Duell zur absoluten Unzeit

Bei seinem Ex-Club gefordert: Abwehrchef Henning Padeken
Bei seinem Ex-Club gefordert: Abwehrchef Henning Padeken
„Nur weil wir Titelverteidiger sind, sind wir nicht automatisch wieder Titelkandidat“, schraubt Manager und Trainer Frank Lorenzet die Erwartungen an seine Mannschaft nach sechs Spieltagen und einer Ausbeute von lediglich 7:5 Punkten zurück.
Vor dem Spiel beim Tabellenletzten TSV GWD Minden II am Sonntag (Anwurf 17 Uhr Hauptschule Dankersen, Minden) leckt der LTV immer noch die Wunden der bitteren Heimniederlage gegen den GSV Eintracht Baunatal. Unter der Woche hat man in Leichlingen noch einmal in aller Deutlichkeit die Leistung gegen den Liganeuling aufgearbeitet und ist zu dem Schluss gekommen, dass man mit der Einstellung aus dieser Partie kein weiteres Spiel gewinnen kann. Auch nicht am Sonntag gegen das punktlose Ligaschlusslicht.
Für Lorenzet kommt das Duell zudem zur absoluten Unzeit: „Gegen den Tabellenletzten kann man nichts richtig, sondern nur alles falsch machen. Eine weitere Niederlage könnte in unserer Situation jetzt zu einem einschneidenden Ereignis werden“, fürchtet der Coach. Und dabei sieht Lorenzet sein Team gegen den TSV nicht einmal in der großen Favoritenrolle. Für ihn spielen die Mindener bisher deutlich unter Wert. In den vergangenen Jahren hat man mit einer Mischung aus routinierten Spielern und Nachwuchstalenten immer im oberen Tabellendrittel mitgemischt. Lorenzet glaubt, dass diese Mannschaft früher oder später die Kurve kriegen wird. Im Moment wäre ihm das Später deutlich lieber.
Sehr ungünstig gestaltet sich für den LTV auch der Spielplan der anderen Mindener Teams. Die Erstligamannschaft spielt bereits am Samstag, die Bundesliga A-Jugend hat spielfrei. Der TSV kann also aus dem Vollen schöpfen und wird das in seiner momentanen Situation auch sehr wahrscheinlich tun. Die Leichlinger können alle Voraussicht nach ihren momentan besten Kader dagegen stellen.

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid

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Druck im Kessel

Eklige Dinge oder Angelegenheiten fasst oder geht man ungerne an. Ob privat, beruflich oder sportlich. Am liebsten macht man einen weiten Bogen um diese fiesen Momente. Aber das geht eben nicht immer. Wenn der Spielplan ein Duell mit dem rätselhaft sieglosen Tabellenletzten anordnet, das eigene Team dazu zuletzt noch eine miese Leistung abgeliefert hat – das Nichtantreten zu dieser Partie wäre eine schlechte Lösung. Also begibt sich Handball-Drittligist Leichlinger TV am Sonntag zum TSV GWD Minden II im Bewusstsein, dass angesichts der letzten überflüssigen Punktverluste nun gehörig Druck im Kessel ist. „Wir wissen, dass wir angesichts der Tabellenkonstellation dort eigentlich gewinnen müssen, aber dieser Druck bekommt meiner Mannschaft nicht unbedingt. Es gibt keine unangenehmeren Aufgaben für uns, als die Duelle mit Teams, gegen die wir klarer Favorit sind. Und das ist gegen Minden der Fall“, beschreibt LTV-Trainer Frank Lorenzet die Situation vor dem Wochenende.
Lorenzet rechnet vor: „Gegen Schalksmühle, Korschenbroich und Baunatal haben wir fünf Zähler liegengelassen, weil wir nicht auf der Höhe waren. Und das ärgert mich. Wir haben uns selbst in diese unangenehme Situation gebracht und müssen nun zusehen, dass wir da wieder rauskommen.“
Da sollte Minden als punktloses Schlusslicht doch gerade recht kommen, meint man. Aber Leichlingens Trainer verneint dies vehement. „Minden war in den letzten Jahren immer oben mit dabei und hat sich meines Erachtens sogar noch verstärkt. Und steht trotzdem tief im Keller. Ich habe keine Ahnung, was da nicht läuft. Auf der anderen Seite unterstreicht es aber auch die Stärke in dieser Liga dieses Jahr. Wir müssen in Minden absolut auf der Hut sein“, so der Coach.

Quelle: Kölner Stadtanzeiger

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Lorenzet appelliert an die Einstellung seiner Spieler

Im Training am Donnerstag machte der Coach des Handball-Drittligisten seinen Unmut deutlich. "Ich lasse so etwas nie stehen. Mit einer Leistung wie gegen Baunatal kann ich mich nicht identifizieren", betont 48-Jährige, der Antworten von den Spielern forderte.
Die hatten partout keine Erklärungen parat. Unmittelbar nach dem Spielende wirkte Linksaußen Moritz Barwitzki ("ich kann noch nicht sagen, woran es lag") genauso ratlos wie David Kreckler, der mit knapp einer Woche Abstand auf die Partie blickt. "Wir bekommen unsere Leistung aktuell einfach nicht auf die Platte", meint der erfahrenste Akteur im Leichlinger Kader, "klar ist nur, dass kein Spieler ein Spiel locker sieht. Wir wollen alle gewinnen." Die Wahrheit liegt am Ende wohl wie so oft in der goldenen Mitte: Die Leichlinger agierten gegen Baunatal nicht gelangweilt, ließen sich in den entscheidenden Situationen aber den Scheid abkaufen. Nun wollen beide Seiten, Trainer und Spieler, alles unternehmen, um eine Wiederholung am Wochenende zu verhindern. Das morgige Auswärtsspiel beim bisher punktlosen TSV GWD Minden II (17 Uhr) wirkt dabei zunächst wie eine dankbare Aufgabe. Doch man muss nicht weit zurückblättern, um die Schwierigkeiten der Aufgabe beim Tabellenschlusslicht zu erkennen. "In Minden haben wir uns immer schwer getan", sagt Kreckler und meint damit natürlich die Niederlage der vergangenen Saison, an deren Ende immerhin die Leichlinger Meisterschaft stand. Auch Lorenzet hat großen Respekt - vor dem Gegner und den Umständen der Auswärtstour. "Wir fahren im Hellen hin und kommen im Dunkeln an. Es gibt einfachere Spiele, um sich voll zu fokussieren, gerade am Sonntagnachmittag." Die Topteams Hagen, Neuss oder Dormagen hätte der Trainer in der aktuellen Leichlinger Verfassung lieber als Gegner.
Kreckler sieht im Spiel gegen Minden aber vor allem eine Chance. "Nach unserer Niederlage in Korschenbroich kam eine zweiwöchige Pause. Jetzt können wir direkt die passende Antwort geben und das Baunatal-Spiel wiedergutmachen." Die personellen Voraussetzungen dafür stehen gut: Mit Ausnahme des langzeitverletzten Marcus Bouali werden alle Spieler die gut 200 Kilometer lange Fahrt antreten.

Quelle: Rheinische Post

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