Vorberichte: Leichlinger TV - HSG Varel-Friesland

Gelingt der größte Erfolg der Vereinsgeschichte?

Die HSG Varel-Friesland (Foto: HSG Varel-Friesland)
Die HSG Varel-Friesland (Foto: HSG Varel-Friesland)

Wochenlang wollten Trainer Frank Lorenzet und seine Spieler das Wort Meisterschaft nicht in den Mund nehmen. Vor dem Spiel gegen die HSG Varel-Friesland am Samstag (19 Uhr, Smidt Forum, Leichlingen) kann nun aber niemand mehr ausblenden, dass der LTV auf direktem Kurs zum Titel und damit dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte ist. 
Ein Sieg morgen reicht den Leichlingern, um vorzeitig die Westdeutsche Meisterschaft zu feiern und der Partie gegen den Tabellenzweiten VfL Fredenbeck am letzten Spieltag nur noch statistischen Wert zu geben.
Lorenzet freut sich darüber, dass seine Mannschaft die Möglichkeit bekommen hat, die Sektkorken eventuell schon vor heimischem Publikum knallen zu lassen. Auf der anderen Seite hat er aber auch jede Menge warnende Worte für seine Spieler und das Umfeld parat: „Wir dürfen jetzt bloß nicht überdrehen. Varel ist ein unangenehmer Gegner, der nach dem vorzeitigen Klassenerhalt nun völlig befreit aufspielen kann. Auf uns warten 60 Minuten harter Arbeit.“ Mit anderen Worten: Lorenzet sieh sein Team trotz brillanter Ausgangslage noch längst nicht am Ziel. Und obwohl - oder gerade weil - es ein besonders Spiel ist, hat Lorenzet bei der Vorbereitung auf den Gegner nichts geändert. 
Bis auf den verletzten Kevin Christopher Brüren ist der Kader komplett. Und an Unterstützung von außen soll es den Leichlingern auch nicht mangeln. Die Pirates rechnen mit einer ausverkauften Halle. Um dem Andrang vorzubeugen, gibt es heute zwischen 15 und 18 Uhr in der LTV Geschäftsstelle Balker Aue einen Kartenvorverkauf. Am Spieltag öffnet die Kasse bereits um 17 Uhr. paa

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid
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Wird der "Wahnsinn" Wirklichkeit?

Viel besser hätte das Drehbuch für diese Saison wohl kaum aussehen können - zumindest aus Sicht des Handball-Drittligisten Leichlinger TV. Der Tabellenführer spielt nicht nur eine hervorragende Serie, sondern kann morgen ausgerechnet im letzten Heimspiel dieser Spielzeit den bisher größten Erfolg der Vereinsgeschichte perfekt machen. Voraussetzung dafür ist allerdings ein Sieg gegen die HSG Varel-Friesland (19 Uhr, Smidt-Forum). "Das wäre der absolute Wahnsinn", meinte Trainer Frank Lorenzet unlängst zu der realsitischen Titelchance seiner Mannschaft.
Das Ergebnis des ärgsten Konkurrenten VfL Fredenbeck, der am Sonntag bei der HSG Handball Lemgo II antritt, wäre im Falle eines Leichlinger Siegs unerheblich für die Tabelle. Hätte, wäre, könnte - all das sind rein hypothetische Überlegungen, die aber naheliegend sind. Das sehen mittlerweile auch die Leichlinger so: "Ist doch völlig klar, dass jetzt auch wir vom Titel reden", meint Lorenzet, der dieses Thema auch mit seinem Team offen diskutiert. "Wir sollten uns da nichts vormachen."
Der Trainer erlebte unter der Woche eine gelöste Stimmung unter seinen Spielern. Die hatten den Montag sogar frei, um sich voll und ganz zu erholen und den Fokus auf Friesland richten zu können.
Eigentlich müssen die Leichlinger "nur" ihre Leistung aus den vergangenen Wochen wiederholen, dann sollte gegen den Tabellenzwölften nichts schiefgehen. Darin liegt aber die Schwierigkeit - auch wenn die Fans der Leichlinger "Pirates" optimistisch sein dürfen. Bisher hielt der LTV gerade gegen die vermeintlich schwächeren Gegner immer die Konzentration hoch.
Dass die Mannschaft ausgerechnet im letzten Heimspiel und bei diesen Voraussetzungen nicht ganz auf der mentalen Höhe sein könnte, ist nur schwer vorstellbar. "Wir sind alle topmotiviert", sagt LTV-Spieler Henning Padeken, der mit Friesland auf seinen ehemaligen Verein trifft. "Die Voraussetzungen, vor eigenem Publikum die Meisterschaft fix zu machen, sind einfach perfekt."
Unterstützt werden die "Pirates" bei ihrem Vorhaben von den Fans, die sich bereits unter der Woche im Vorverkauf Karten für das Spiel sichern konnten. "Ich appelliere an alle, sich rechtzeitig Karten zu holen. Wer sich auch nur ein bisschen für Handball interessiert, hat im Grunde keine Ausrede, nicht in die Halle zu kommen", meint Lorenzet. Der Trainer beobachtete am Dienstag, wie die ersten Fans an der Geschäftsstelle Schlange standen. "Das habe ich in Leichlingen so noch nicht erlebt."
Heute gibt es von 15 bis 17 Uhr noch einmal die Möglichkeit, in der Geschäftsstelle an der Balker Aue Karten zu erwerben. Am Samstag sind die Tore des Smidt-Forums bereits ab 17 Uhr geöffnet. Knapp 3,5 Stunden später wollen die "Pirates" gemeinsam mit ihren Anhängern den größten Erfolg ihrer Klubgeschichte feiern.

Quelle: Rheinische Post
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