Vorberichte: Longericher SC - Leichlinger TV

Viele Fragezeichen vor Derby in Longerich

Einsatz fralich: Valdas Nivickis Foto: Uwe Miserius

Nur eine Woche nach dem Derbysieg gegen den TSV Bayer Dormagen wartet auf die Drittligahandballer des Leichlinger TV bereits das nächste Hightlight. Heute Abend (20 Uhr, Merianstraße, Köln-Chorweiler) tritt die Mannschaft von Trainer Frank Lorenzet als Tabellendritter zum Spitzenspiel beim Tabellenfünften Longericher SC an.

Die bisherigen Partien gegen den Ortsnachbarn waren immer bis in die Schlussphase hochspannend. Vergangene Saison konnte der LTV in Longerich gewinnen, musste aber zuhause eine Niederlage einstecken. Im Hinspiel trennte man sich 30:30-Unentschieden, nachdem die Leichlinger kurz vor der Pause bereits mit 8:18 in Rückstand gelegen hatten. Lorenzet hofft auf eine Wiederholung der Leistung aus der zweiten Halbzeit, rechnet aber erneut mit einem sehr engen Spielverlauf.

Die Vorbereitung auf die Partie lief nicht besonders gut, da wieder viele Spieler wegen Grippe oder Verletzungen nicht trainieren konnten. Inwieweit Mike Schulz, Tim Menzlaff (beide Grippe), Marcus Bouali und Valdas Novickis (beide Knieprobleme) heute belastbar sind, wird sich zeigen.

Mit ähnlichen Problemen hatten die Leichlinger allerdings auch schon in den vergangenen Wochen zu kämpfen, neunmal in Folge verließen sie trotzdem als Sieger das Feld. Seit dem Hinspiel gaben die Leichlinger insgesamt nur zwei Partien ab. Den Spitzenteams aus Krefeld und Ferndorf unterlagen die Pirates. Mit einem Erfolg gegen Longerich würde die LTV seinen dritten Rang untermauern und den Abstand auf Platz fünf auf fast unheilholbare zehn Punkte ausbauen.

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid
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Nächstes Derby für die Pirates

Nach dem Derby ist vor dem Derby – das gilt derzeit für den Handball-Drittligisten Leichlinger TV. Nach dem großartigen 38:36-Sieg über den Tabellenzweiten TSV Bayer Dormagen wartet auf die Pirates nun am heutigen Freitagabend das nächste Lokal-Duell beim Longericher SC. Die Kölner, derzeit Tabellenfünfter mit 25:17 Zählern, präsentieren sich seit Wochen im steten Wechsel von Siegen und Niederlagen.
Dagegen kommt der LTV auf eine imponierende Serie von neun Siegen in Folge und strotzt vor Selbstbewusstsein. Das wurde auch in der Partie gegen Dormagen deutlich, als das Team von Frank Lorenzet nach einem Vier-Tore-Rückstand zur Pause die Partie nach dem Seitenwechsel innerhalb von wenigen Minuten drehte. Ohne Verletzungssorgen – jetzt ist auch Marcus Bouali wieder im Spielgeschehen integriert – kann Lorenzet auf den Positionen rotieren, ohne dass es zu einem merklichen Qualitätsverlust kommt.
In Longerich rechnet Leichlingens Trainer mit einer engen Begegnung. „Es ist eben wieder ein Derby. Für uns wird es zudem vielleicht schwer sein, nach dem Highlight Dormagen den Schalter umzulegen und uns auf das Tagesgeschäft zu konzentrieren. Aber wir sind zurzeit super drauf und würden das gerne auch heute Abend unter Beweis stellen“, erzählt der Coach des LTV. Personelle Probleme plagen ihn nicht, daher wirkt Frank Lorenzet recht entspannt vor dem Lokal-Duell.

Quelle: Ksta
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Munkel ist ein "Kopf des Aufschwungs"

Deutschland plagt die Grippewelle und auch der Leichlinger TV bleibt davon nicht verschont. Immer wieder fehlen dem Handball-Drittligisten Spieler im Training. "Aktuell ist das nur noch bessere Bewegungstherapie", sagt Trainer Frank Lorenzet. Neben den an Grippe erkrankten Tim Menzlaff, Marcus Bouali und Mathis Stecken fehlten nun auch noch Spielmacher Valdas Novickis, der Probleme mit dem Knie hat, und Bastian Munkel - er allerdings aus beruflichen Gründen. Die Grippewelle hat der Linksaußen indes längst überstanden und spielte zuletzt beim starken Heimsieg des LTV gegen Bayer Dormagen groß auf. Überhaupt mutiert der 31-Jährige zu einem Leistungsträger. "Für mich war er immer schon ein wichtiger Faktor im Team", betont Lorenzet, der Munkel gar als einen der "Köpfe des Aufschwungs" bezeichnet.

Dabei hatte es Munkel anfangs schwer. Nachdem er 2017 nach diversen anderen Stationen zum LTV zurückkehrte, fand er zunächst nicht recht in die Spur. "Das war schon holprig", sagt der Polizist, der im benachbarten Ratingen auf Streife geht. Individuell sei die Qualität schon zum Saisonstart dagewesen, doch der neu formierte Kader war schlecht abgestimmt. Ein Indiz: Zu Beginn lief das komplette LTV-Angriffsspiel über rechts, der formstarke David Kreckler traf nach Belieben. Umgekehrt war die linke Seite weitgehend abgemeldet. "Da war die Spielsteuerung schlecht", kritisiert Munkel. "Es gab Spiele, da bist du 60 Minuten gerannt und hattest nur einen Ball." Dabei habe die Mannschaft das Problem erkannt, aber nichts dagegen unternommen.

Das mag auch an der ungewohnten Position gelegen haben, auf die Lorenzet seinen Rückkehrer beorderte. "Links außen habe ich zuletzt vor 13 Jahren bei der HG Solingen gespielt", sagt Munkel, der ansonsten mittig oder halblinks im Rückraum auflief. Doch Lorenzets Maßnahme fruchtete. "Es gibt individuell sicher bessere Linksaußen", sagt Munkel. "Aber bis jetzt bin ich zufrieden."

Als gut positionierter Dritter hat er auch allen Grund dazu. Nach dem Derbysieg gegen Dormagen hat Leichlingen nun sogar Rang zwei im Blick. "Durch unsere Serie haben wir uns Selbstvertrauen geholt", sagt Munkel über die zuletzt neun Siege in Folge und unterstreicht vor dem Spiel heute Abend (20 Uhr) beim Longericher SC: "Wir können auch in Köln gewinnen." Das sieht auch sein Coach Lorenzet so, der aber einschränkt: "Nach so einem Höhepunkt ist es schwer, auf diesem Level zu bleiben."

Tatsächlich scheint es aber unwahrscheinlich, dass der LTV nun ausgerechnet gegen Longerich strauchelt - zu konstant ist das Formhoch. "Ich weiß, was meine Mannschaft kann", sagt Lorenzet. Auf Munkel wird er heute wie immer zählen können. "Er hat sich enorm weiterentwickelt, seitdem er hier ist - sportlich wie persönlich."

Quelle: RP online
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