Vorberichte: Tus Ferndorf - Leichlinger TV

LTV feiert Ausstand ohne Erwartungen

Sollte es tatsächlich wahr sein, dass Tabellen nicht lügen, so kommt es am Samstag im nördlichen Siegerland zum Duell der Besten im Drittliga-Westen. Der Erste empfängt den Zweiten, der TuS Ferndorf erwartet den Leichlinger TV. Allerdings räumt die Tabelle auf den zweiten Blick ein, dass es fraglich ist, ob die Partie tatsächlich als "Spitzenspiel" abgestempelt werden kann. Denn: Es steht der letzte Spieltag an, und es geht um nichts mehr für die Mannschaften. "Die Luft ist für beide raus. Daher habe ich nicht die größten Erwartungen an die Partie", sagt LTV-Trainer Frank Lorenzet.

Gedanklich wurde der Kehraus aus der Saison seit vorigem 
Wochenende vollzogen, seit den Leichlinger Handballern der zweite Rang nicht mehr zu nehmen ist. Daher können die Gedanken nun durchaus schon mal über den anstehenden Ligaausklang hinausschweifen. Zwei Wochen Pause macht der LTV, bevor er Anfang Juni die erste Vorbereitungsphase einläutet. Vermutlich werde er sich dann erst Gedanken machen, wie er seinem Kader den letzten Schliff gibt, erläutert Lorenzet.
In Artur Giela (Eintracht Hagen) und Andre Loschinski (OSC Rheinhausen) stehen bislang zwei Neulinge fest, "zudem können wir kommende Saison Spieler aus unserer U 23 einsetzen, ohne dass sich diese festspielen. Da haben wir auch schon zwei, drei Kandidaten im Auge", ergänzt der LTV-Trainer.
Er werde sein Team bis Samstagabend (Anwurf: 18.30 Uhr, Busabfahrt: 16 Uhr Am Hammer) ordentlich vorbereiten, um möglichst vor der Sommerpause noch einen Erfolg zu landen — es wäre die erste Pleite für Ferndorf nach 22 Partien ohne Niederlage. Der TuS richtet sich aber offenbar wie seine Gäste auf einen eher gemütlichen Abend ein — zumindest nach dem Abpfiff.
Dann, berichtet Lorenzet, wolle man sich mit den Ferndorfern vor Ort ein Fußballspiel im Fernsehen angucken, das wohl eher das Prädikat Spitzenspiel verdient hat: Bayern gegen Chelsea. Dabei kann man sich gemeinsam austauschen über eine Spielzeit, die für beide gelungen war. Und Ferndorf steigt nicht nur auf, sondern hat auch bewiesen, dass Tabellen zumindest dazu neigen, die Wahrheit zu sagen: "Wer am Ende oben steht", bekräftigt Lorenzet, "der hat das auch verdient."

Quelle: Rheinische Post online

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