Zweimal Rot und zwei weitere Verletzte: Pirates unterliegen bei den Panthern

(NF) Leichlingen. Bei gleich zwei weiteren Verletzten und zwei (fragwürdigen) Roten Karten genügten auch ein bärenstarker David Ferne im Tor und ein einmal mehr bemerkenswerter Kampfgeist nicht: Handball-Drittligist Leichlinger TV musste sich am Freitagabend im Derby bei den favorisierten Bergischen Panthern am Ende verdient mit 21:28 (11:14) geschlagen geben. „Herzlichen Glückwunsch an Marcel Mutz und die Panther zum auch in der Höhe verdienten Sieg. Natürlich sind uns nach den Roten Karten und den Verletzungen die Alternativen und so am Ende hat auch die Kraft ausgegangen. Aber insgesamt haben wir vorne wie hinten einfach zu viele Fehler gemacht“, erklärte Pirates-Trainer Lars Hepp.

In den ersten fünf Spielminuten verlief das Derby bis zum 1:1-Zwischenstand zunächst ausgeglichen. Doch in den Folgeminuten taten sich die Pirates vor allem in der Offensive schwer gegen die favorisierten Gastgeber. Nach einigen vergebenen Chancen und technischen Fehlern sah sich Hepp gezwungen, in der 14. Spielminute bei einem 3:7-Rückstand seine erste Auszeit zu nehmen. Fortan sollte es nach der Hereinnahme von Spielmacher Valdas Novickis etwas besser laufen. Gestützt auf einen bärenstarken David Ferne im Tor, kämpften sich die Blütenstädter bis zur Pause wieder in Schlagdistanz und hatten kurz vor dem Ende des ersten Spielabschnitts die Chance, auf 12:13 zu verkürzen. Ein Ballverlust sorgte jedoch Sekunden vor dem Pausenpfiff für einen Gegenstoßtreffer der Hausherren, die so stattdessen einen 14:11-Vorsprung mit in die Kabine nehmen konnten. Besonders bitter für die Pirates: In der ersten Hälfte verletzten sich neben den drei bekannten Ausfällen in Maurice Meurer und Fynn Natzke gleich zwei weitere Akteure.

Nach dem Wiederanpfiff verschlief das Hepp-Team den Start ein wenig und sah sich nach einem Doppelschlag der Hausherren in der 34. Minute einen 11:16-Rückstand gegenüber. Zwar verkürzten die Hepp-Schützlinge noch mal auf 13:16, doch drei Minuten später sorgten die Unparteiischen mit einer mehr als fragwürdigen Entscheidung für den nächsten Tiefschlag für die Gäste: Als Novickis bei einem Strafwurf mit einem Kopfleger unbeabsichtigt das Gesicht des Panther-Keepers traf, zeigten sie dem Pirates-Spielmacher die Rote Karte. Sogar Panther-Trainer Marcel Mutz erklärte dazu: „Ich weiß nicht, ob man da Rot zeigen muss. In jedem Fall hat uns der Platzverweis für Valdas sicher in die Karten gespielt.“

Bis zur 40. Minute wuchs der Rückstand auf 13:19 an. Die Folge war die zweite Pirates-Auszeit der Partie. Doch auch nach einem 14:20-Rückstand steckten die Leichlinger nicht auf. Nach drei LTV-Treffern in Serie nahmen die Hausherren nach dem 17:20-Anschluss ihrerseits eine Time-out. Bevor dann der nächste Treffer der Begegnung fiel, zückten die Schiedsrichter erneut erstmal eine Rote Karte. Und wieder gegen die Pirates. Diesmal traf es nach einem Foulspiel während eines Panther-Gegenstoßes LTV-Youngster Thorben Richartz. Nachdem der Leichlinger Kader um den vierten Mann geschrumpft war, gingen langsam die personellen Alternativen aus. Diesen Umstand nutzten die Gastgeber, um ihre Führung bis zur 51. Minute auf 22:17 auszubauen.

Nach dem Treffer zum 19:23 durch Schneider (53.) versuchte es das Hepp-Team in der Schlussphase mit einer offensiveren 4:2-Abwehr. Doch am Ende sollten die mehr und mehr nachlassenden Kräfte und die zu hohe Fehlerquote eine zu große Hypothek sein. So hatten die Panther am Ende keine Mühe, den Derbyerfolg nach Hause zu bringen. „Wir schütteln uns jetzt und bereiten uns ab Montag auf unser wichtiges nächstes Heimspiel gegen die Ahlener SG vor. Natürlich müssen wir erstmal schauen, wie unser Kader nach den weiteren Verletzungen aussieht. Unter Umständen wird es natürlich jetzt sehr dünn bei uns. Aber auf eines ist bei meiner Mannschaft immer Verlass: den Charakter“, sagte Hepp abschließend.

Pirates gegen Panther: Ferne, Mathes (Tor) - Schneider (8), Zulauf, Meurer, Novickis (3/2), Kübler (1), Gelbke (4), Richartz, Blum (1), Jagieniak (1), Graef, Natzke (1).

Nicht im Kader: Rosendahl, Senden, Linnemannstöns, Sivanathan (alle verletzt)

 

 

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